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Doom Eternal im Test - Brutaler, blutiger, besser

Mit Doom Eternal facht id Software die Feuer der Hölle mächtig an. Eine umfangreichere Kampagne und neue Ideen sorgen für ein rundum gelungenes Sequel.

von Hannes Rossow,
24.03.2020 11:27 Uhr

Der Doom Slayer ist zurück und hat ein paar neue Tricks auf Lager. Der Doom Slayer ist zurück und hat ein paar neue Tricks auf Lager.

UPDATE: Wir haben den Test aktualisiert und um unsere Eindrücke zu Battle Mode ergänzt, dessen Server im Testzeitraum noch nicht verfügbar waren.

Mit Doom Eternal geht das Reboot von 2016 in die zweite Runde und id Software beweisen erneut, dass sie Shooter abliefern können, die sich von Call of Duty, Battlefield und Co. abheben. Doom Eternal positioniert sich als technisch beeindruckender Shooter, bei dem sich Gewalt, Humor und Cleverness die Waage halten.

Ein-Mann-Feldzug gegen die Hölle

Wo Doom ist, da ist der Doom Guy nicht weit. Dieses Mal dient uns der Dämonenschlachter aber nicht nur als Avatar, sondern als echter Protagonist, inklusive komplexer Hintergrundgeschichte. Denn auch wenn Doom Eternal ganz klar das überragende Gameplay in den Vordergrund stellt, soll auch die übergreifende Welt der Reihe weiter ausgebaut werden. In der etwa 20-stündigen Kampagne erfahren wir mehr über die Hölle, den Ursprung des Slayers und ja, auch mehr über den "Himmel".

Das Motiv von Folter, Gewalt und Leid findet sich in Doom Eternal an jeder Ecke wieder. Das Motiv von Folter, Gewalt und Leid findet sich in Doom Eternal an jeder Ecke wieder.

Die Handlung von Doom Eternal bleibt aber dennoch recht simpel. Unter der Führung der engelhaften Khan Makyr und ihren drei Höllenpriestern wird die Erde von einer Dämonenarmee überrannt. Die Menschheit ist nahezu komplett ausgelöscht und ist der Übermacht hilflos ausgeliefert. Glücklicherweise hat der Doom Slayer das Unheil auf dem Schirm und macht sich auf seiner im All schwebenden Festung bereit für den blutigen Widerstand.

Erst denken, dann schießen

Überraschen dürfte es niemanden, aber auch in Doom Eternal spielt die Geschichte nur die zweite Geige. Viel wichtiger ist das Zerteilen, das Zermalmen und das Zerreißen fieser Höllenwesen. In Sachen Gewaltgrad hält sich id Software kein bisschen zurück und präsentiert brutale Todesanimationen, die es locker mit den ärgsten Mortal Kombat-Momenten aufnehmen können. Wir brechen die Arme von Dämonen, spießen sie mit den herausstehenden Knochen auf oder pusten ihnen kurzerhand den Schädel weg.

Die Panzerung ist aufgebraucht? Dagegen hilft der neue Flammenspeier. Die Panzerung ist aufgebraucht? Dagegen hilft der neue Flammenspeier.

So gedankenlos und simpel die Action von Doom Eternal auf den ersten Blick allerdings wirken kann, so erbarmungslos werden Spieler zum Mitdenken aufgefordert. Einfach nur mit den dicksten Wummen auf die Feinde zu ballern, ist selbst auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad ein Himmelfahrtskommando. Wie schon im Vorgänger gilt auch dieses Mal die Devise, dass sich das Doom von heute nur zur Hälfte wie ein klassischer Ego-Shooter spielt.

Für die andere Hälfte sind unsere grauen Zellen wichtiger als unsere Reflexe oder unsere Geschicklichkeit. In Doom Eternal fühlt sich jeder Kampf an wie ein brutales Puzzle, das nur dann gelöst werden kann, wenn wir in jeder Sekunde auf Zack sind und unsere Situation voll im Blick haben. Wer überleben will, muss aggressives Ressourcenmanagement betreiben, denn unsere Gegner sind erbarmungslose Todbringer und rettende Lebensspender zugleich.

Battle Mode im Multiplayer-Check

Mittlerweile sind die Server für den Battle Mode von Doom Eternal online und wir hatten Gelegenheit, den Multiplayer-Part unter Live-Bedingungen zu testen.

Falls euch die doch recht üppige Kampagne von Doom Eternal nicht ausreichen sollte, könnt im neuen Battle Mode auch in den Multiplayer wechseln. Der bietet euch aber nicht die Standard-Modi wie Deathmatch oder Capture the Flag, sondern versucht sich an einem interessanten Experiment: asymmetrische Matches.

Im Battle Mode tritt nämlich immer ein Slayer gegen zwei von Spielern gesteuerte Dämonen an. Die Dämonen gewinnen, wenn sie den Slayer töten und der Slayer gewinnt, wenn er beide Dämonen tötet. Allerdings muss sich der Slayer beeilen, denn nach dem Tod spawnen die Dämonen erneut. Beide Gegner müssen in einem Zeitfenster von 20 Sekunden besiegt werden.

Zwei gegen einen

Zur Auswahl stehen dabei fünf verschiedene Dämonen, die jeweils mit einem (eingeschränkten) Move-Set und Spezialfertigkeiten aufwarten. Der Marauder agiert offensicht und kann seine Axt werfen, während der Archvile eher defensiv eingestellt ist und seine lästigen Feuerwände hochzieht. Der Clou an der Sache ist aber, dass Battle Mode-Matches keine reinen Dreier-Kämpfe sind.

So wie der Slayer wie im Hauptspiele seine Lebens-, Munitions- und Schild-Ressourcen managen muss, können die Dämonen selbst niedere Dämonen beschwören und dem Slayer auf den Hals hetzen. Auf Knopfdruck kann der Slayer auch zeitweise daran gehindert werden, Heil-Drops oder Munition aufzusammeln. Taktik und Strategie sind also auf beiden Seiten gefordert.

FAZIT: Extra-Action für Profis

Gerade auf der Seite der Dämonen erfordert das Zusammenspiel allerdings gutes Teamwork und entsprechende Einarbeitungszeit. Der Battle Mode eignet sich daher nicht wirklich als kurzweilige Multiplayer-Action für zwischendurch. Sobald Spieler mit ausreichend Können aufeinandertreffen, erfordert der Battle Mode sogar noch mehr Denkleistung als das eigentliche Spiel.

Selbstbedienung im Schlachthof

Unsere Lebenspunkte, unsere Rüstung, unsere Munition und den neuen Blutschlag, eine besonders mächtige Nahkampfattacke, müssen wir nämlich stets im grünen Bereich halten. Und das geht nur, wenn wir Feinde auf die "richtige" Weise erledigen. Brauchen wir beispielsweise eine neue Panzerung, müssen wir Dämonen mit dem Flammenwerfer in Brand stecken. Frische Patronen en Masse gibt es nur dann, wenn wir zur Kettensäge greifen und einen x-beliebigen Torso zerteilen.

Wer keine Munition hat, muss die kultige Kettensäge zum Einsatz bringen. Wer keine Munition hat, muss die kultige Kettensäge zum Einsatz bringen.

Dämonen auf diese Weise zu ernten und lebenswichtige Ressourcen einzustreichen, funktioniert aber nur aus nächster Nähe. Wenn es brenzlig wird, dürfen wir nicht davonlaufen, sondern müssen uns in das Getümmel stürzen und präzise die Feinde herauspicken, die uns gerade weiterhelfen können. In unseren schwächsten Momenten werden wir in die Rolle eines Raubtiers gezwungen, das um eine Herde wildgewordener Büffel tanzt und sich zielsicher auf die schwächste Beute stürzt.

Verschnaufpausen gibt es in Doom Eternal kaum. Wenn die Action Fahrt aufnimmt, ebbt sie erst dann wieder ab, wenn auch der letzte Dämon ins Gras beißt. Laut Game Director Hugo Martin ist es das Ziel, Spieler in jeder Sekunde zu fordern. Selbst dann, wenn sie gerade keine Monster vor der Flinte haben. Und diese Rechnung geht voll auf. Nur wer weiß, wer seine Gegner sind, wo sie sich gerade befinden, welche Waffen (und Modifikationen) am effektivsten sind und sich dabei fast blind durch die Level bewegen kann, hat in Doom Eternal eine Chance.

Performance im Überblick
Doom Eternal macht auf allen Plattformen eine gute Figur. Wir haben auf der Standard-PS4 getestet und uns sind keine größeren Probleme aufgefallen. Abseits kleiner Clipping-Fehler, bei denen explodierte Körperteile in der Wand steckten, liefert id Software eine flüssige Action ab, die selbst in den chaotischten Momenten eine stabile Framerate halten kann.

PS4: 1080p mit 60 FPS
Xbox One/Xbox One S: 1080p mit 60 FPS
PS4 Pro: 1440p mit 60 FPS, 4K (auf 2160p hochgesampelt)
Xbox One X: 1800p mit 60 FPS, 4K (auf 2160p hochgesampelt), inklusive HDR

Höllische Vielfalt

Vor allem der erste Punkt ist hier entscheidend. Denn Höllendämon ist nicht gleich Höllendämon. Die Bandbreite an unterschiedlichen Gegnertypen hat in Doom Eternal noch einmal ordentlich angezogen und zu jeder Zeit werden wir mit sechs oder sieben Arten an Feinden konfrontiert, die jeweils ihre eigenen Wege haben, uns unter Druck zu setzen. So schwebt der schwerbewaffnete Revenant über uns, während der Pinky-Dämon wie ein Stier durch die Gegend stürmt und uns Neuzugang Whiplash mit seiner Schlangenpeitsche bearbeitet.

Der Mancubus ist durch seine Flammenwerfer besonders im Nahkampf gefährlich. Hier hilft der Raketenwerfer aus sicherer Entfernung. Der Mancubus ist durch seine Flammenwerfer besonders im Nahkampf gefährlich. Hier hilft der Raketenwerfer aus sicherer Entfernung.

Bloße Zielgenauigkeit bringt dann nur wenig. Stattdessen geht es darum, blitzschnell Entscheidungen zu treffen und Ziele zu priorisieren. In diesem Fall hilft es den Whiplash mit der Eisgranate einzufrieren, den Doppelsprung über Pinky zu wagen, um seinen ungepanzerten Rücken unter Beschuss zu nehmen und schlussendlich den Revenant mit zielsuchenden Raketen vom Himmel zu holen. Kaum ist der Plan erfolgreich ausgeführt, stecken wir aber schon direkt im nächsten Schlamassel.

Waffenmeister mit Tiefgang

Um den insgesamt 25 verschiedenenen Gegnern in Doom Eternal beizukommen, wird uns ein breites Waffenarsenal zur Verfügung gestellt. Das lässt sich zusätzlich durch diverse Modifikationen mit alternativen Feuermodi ausstatten. Auf Wunsch kann die Kampf-Shotgun auch Haftbomben verschießen oder im Vollautomatik-Modus für Sperrfeuer sorgen. Das Plasmagewehr gibt entweder einen explosionsartigen Hitzestoß ab oder brutzelt unsere Feinde mit dem Mikrowellen-Strahl.

Der Schmelztiegel
Schon in den ersten Trailern wurde der Schmelztiegel, eine Art Laserschwert für den Slayer, prominent präsentiert. Im tatsächlichen Gameplay nimmt die Nahkampfwaffe aber eine eher untergeordnete Rolle ein, denn sie ist nicht ständig verfügbar. Zwar kann das Schwert selbst größte Dämonen mit nur einem Schlag zerteilen, allerdings muss die Klinge danach durch das Einsammeln von seltenen Schmelztiegel-Symbolen erst wieder neu aufgeladen werden.

Für jede Angriffstyp gilt dabei, dass er mindestens eine Gegnerfähigkeit kontern kann und sich besonders gut für bestimmte Situationen eignet. Der Präzisionsbolzen der schweren Kanone ist die richtige Wahl, wenn es darum geht, den Geschützturm vom Rücken des Arachnotron zu schießen. Die Splittergranate werfen wir dem Cacodemon in den Rachen, um ihn benommen zu machen und dann mit einem deftigen Gore Kill ausschalten zu können. Zu wissen, welche Attacken gegen welche Gegner helfen, ist Grundvoraussetzung für den Kampf gegen die Hölle.

Höher, schneller, präziser

Ganz ohne Stolperstellen kommt dieser "Flow" aber nicht aus. Mit dem Marauder gibt es einen neuen Gegnertyp, der sich mit einem unzerstörbaren Schild schützt und nur dann getroffen werden kann, wenn er selbst mit seiner Axt zum Angriff übergeht. Das zwingt zum Warten auf den richtigen Moment und bremst das Gameplay fast komplett aus. Was vermutlich ein packendes Duell sein sollte, gestaltet sich regelmäßig als frustrierendes Hindernis, das nicht zum Rest des Spiels passen will.

Wer einfach frei aufspielen möchte, hat die Auswahl aus über ein Dutzend Cheat Codes. Wer einfach frei aufspielen möchte, hat die Auswahl aus über ein Dutzend Cheat Codes.


Cheat-Codes
Insgesamt lassen sich in Doom Eternal ganze 15 verschiedene Cheat Codes freischalten, die als Disketten in den Leveln versteckt sind. Dazu zählen ständige Buffs, sofortiges Freischalten sämtlicher Waffen aber auch alberne Sachen wie Konfetti, das bei geplatzten Körpern durch die Gegend fliegt.

Aktivieren können wir Cheat Codes aber nur in Missionen, die wir bereits abgeschlossen haben. Dafür zählt aber der Fortschritt den wir mit Hilfe von Cheats erhalten. Mit unbegrenzt Extra-Leben durch ein Level zu spazieren, um Herausforderungen bequem abzuschließen oder übersehene Collectibles einzusammeln, ist kein Problem. Einzig die Slayer-Tore bleiben dann geschlossen.

Wenn es aber gelingt, das Moveset des Doom Slayers meistern und elegant mit Doppelsprüngen und der neuen Dash-Funktion von Plattform zu Plattform hüpfen, geht Doom Eternal in einen mitreißenden Spielfluss über, der seinesgleichen sucht. Wie im Blutrausch treffen wir intuitive Entscheidungen und sind den Dämonen stets drei Schritte voraus. Wer in Doom Eternal wirklich gut wird, überlebt seine Schlachten nicht nur, er dominiert sie.

Immer mal wieder fordert uns Doom Eternal zu fordernden Hüpf-Passagen heraus. Immer mal wieder fordert uns Doom Eternal zu fordernden Hüpf-Passagen heraus.

Die Bewegungssteuerung ist dabei über alle Zweifel erhaben und trotz der hohen Spielgeschwindigkeit lassen sich alle Sprünge und Ausweichmanöver mit hoher Genauigkeit ausführen. Mit zahlreichen Plattforming-Passagen reizen die Entwickler dieses Spielaspekt aus. Oft müssen wir punktgenau von Kletterwand zu Kletterwand hechten und noch in der Luft unsere Sprint-Funktion wieder aufladen, um riesige Abgründe zu überwinden.

Das ist eine willkommene Abwechslung vom Kampfgeschehen und hilft beim Training für den Ernstfall. Ein Absturz bedeutet glücklicherweise nicht das Spielende, was jedem Frust vorbeugt.

Effektgeladene Schlachtplatte

Doom Eternal ist ein bildgewaltiges Spektakel, das technisch auf soliden Füßen steht. Die unterschiedlichen Waffen inklusive ihrer Projektile sorgen für bildschirmfüllende Partikeleffekte und Explosionen. Und wo es gerade nicht knallt, dort spritzt Blut oder platzen Gedärme. Zwar geht es dadurch sehr brutal zu, doch die Gewalt ist stets überzeichnet und fast schon comichaft. Es macht schon optisch sehr viel Spaß, die Dämonen in die Mangel zu nehmen.Die Level selbst sorgen teilweise für beeindruckende Panoramen, die sich allerdings mit manchmal recht eintönigen Gängen die Waage halten.

Regelmäßig überraschen die Level mit eindrucksvollen Panoramen. Regelmäßig überraschen die Level mit eindrucksvollen Panoramen.

Ein Chor, der sich aus den echten Sängern verschiedener Metalbands zusammensetzt, sorgt für die angemessene Atmosphäre. Überhaupt setzt der Soundtrack von Doom Eternal erneut auf den passenden Mix aus Heavy Metal-Klängen und industriellem Sound, der nicht von ungefähr an Produktionsabläufe in Schlachthöfen erinnert. Die brachiale Wildheit von Doom Eternal wird in allen Spielelementen konsequent verfolgt.

Upgrades im Überfluss

Da jeder Kampf irgendwann zu Ende geht und wir auch in Doom Eternal von A nach B müssen, um unsere Mission abzuschließen, setzt id Software abermals auf Erkundung. Auch wenn die Levelareale recht linear gehalten sind, gibt es jede Menge Abzweigungen und versteckte Eingänge zu finden, in denen allerlei Geheimnisse auf uns warten. Und diese Geheimnisse können sogar spielentscheidend sein und ein offenes Auge für Unregelmäßigkeiten in der Umgebung kann sich lohnen.

Doom Eternal steckt voller Upgrademöglichkeiten, die den Slayer selbst, seinen Prätorenanzug oder seine Waffen betreffen. Neben den bereits angesprochenen Waffenmodifikationen, finden sich auch versteckte Runen, Anzugspunkte, Wächterkristalle und Wächter-Batterien in der Spielwelt. Runen brauchen wir, um für passive Perks zu sorgen, die uns Gory Kills schneller ausführen lassen oder mehr Bewegungsfreiheit in der Luft ermöglichen.

Wenn es hart auf hart kommt, können wir Gegner mit der Eisgranate einfrieren, um kurzzeitig für Ruhe zu sorgen. Wenn es hart auf hart kommt, können wir Gegner mit der Eisgranate einfrieren, um kurzzeitig für Ruhe zu sorgen.

Master Level
Nach und nach wollen die Entwickler sogenannte Master Level zur Verfügung stellen. Das sind neu arrangierte Versionen der bereits bekannten Kampagnen-Level, die besonders schwer gestaltet sind. Statt einfach nur auf stärkere Feinde zu treffen, erwarten uns hier auch komplett neue Kombinationen aus den unterschiedlichen Gegnertypen. Neue Master Level kommen im Rahmen kostenloser Seasons hinzu, die uns Battle Pass-artig mit einem eigenen Fortschrittsystem kosmetische Upgrades freischalten lassen.

Mit den Anzugspunkten lassen sich unter anderem die Granaten aufwerten, während die Wächterkristalle die maximale Kapazität von Lebenspunkten, Rüstung und Munition erweitern. Die Batterien brauchen wir nur in der neuen Hub-Welt, der schwebenden Fortress of Doom, die ich eingangs erwähnte. Hier lassen sich verschlossen Bereiche öffnen, die weitere Fortschrittsgegenstände beheimaten oder sogar neue Skins freischalten.

Denn auch in Sachen Kosmetik hat Doom Eternal einiges zu bieten. Sowohl der Slayer selbst als auch die Waffen lassen sich in ihrem Aussehen anpassen. Das reicht von neuen Farbpaletten bis hin zum quietschbunten Einhornkostüm. Je nachdem, wie gut wir uns im Spiel anstellen, können wir über ein Herausforderungssystem weitere Boni wie Profilsymbole oder Siegesposen ergattern.

Mit Skins, Hintergründen und Posen lässt sich der Doom Slayer unseren Wünschen anpassen. Mit Skins, Hintergründen und Posen lässt sich der Doom Slayer unseren Wünschen anpassen.

Gemetzel mit Langzeitspaß

Selbst wer die Kampagne durchgespielt und sämtliche Sammelgegenstände gehamstert hat, hat in Doom Eternal noch immer jede Menge zu tun. Neben dem Battle Mode, dem Multiplayer-Part des Spiels, bietet Doom Eternal eine Bandbreite an Endgame-Herausforderungen für fähige Spieler. So sind in vielen Leveln geheime Slayer-Tore zu finden, die optionale und besonders knackige Arenakämpfe gegen Monsterhorden bieten.

Auch nach tausenden Dämonen, die ich in meiner Zeit mit Doom Eternal ins endgültige Jenseits befördert habe, hat der Spaß an den cleveren Ballereien nie nachgelassen. Ständig reizt der Gedanke, den Schwierigkeitsgrad nach oben zu korrigieren und immer besser zu werden. Zu spüren, wie es immer leichter fällt, selbst größte Gegnerhorden dominieren zu können, motiviert ungemein. Verbunden mit der herausragenden Präsentation, bewirbt sich Doom Eternal schon jetzt als Kandidat für den besten Shooter des Jahres.

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