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Doraemon: Story of Seasons im Test - Das beste “Harvest Moon” seit Jahren

Auf der Nintendo Switch können jetzt wieder Kartoffeln geerntet und Kühe gestriegelt werden. Das ist nicht nur sehr entspannend, sondern auch richtig hübsch.

von Hannes Rossow,
15.10.2019 17:00 Uhr

Doraemon: Story of Seasons trägt zwar einen anderen Namen, atmet aber dieselbe Luft wie die Harvest Moon-Reihe. Doraemon: Story of Seasons trägt zwar einen anderen Namen, atmet aber dieselbe Luft wie die Harvest Moon-Reihe.

Obwohl das erste Story of Seasons mittlerweile schon vier Jahre alt ist, hat sich der neue Name der Harvest Moon-Reihe noch immer nicht so richtig durchgesetzt. Das liegt nicht zuletzt daran, dass auch weiterhin Harvest Moon-Spiele im Westen erscheinen, nur haben die nur noch bedingt etwas mit der langlebigen Farmsimulation zu tun.

Auch mit Doraemon: Story of Seasons wird die allgemeine Verwirrung im Westen wohl weitergehen. Denn zu den lizenzrechtlichen Hintergründen gesellt sich mit Doraemon nun auch noch eine japan-exklusive Manga- und Anime-Marke als Crossover-Partner hinzu, die bei uns wohl nur die wenigsten kennen dürften. Umso wichtiger aber, folgendes zu betonen - Doraemon: Story of Seasons ist das neueste "Harvest Moon" und ziemlich gut.

Doraemon: Story of Seasons - Der hübscheste Bauernhof-Simulator seit Harvest Moon? 0:46 Doraemon: Story of Seasons - Der hübscheste Bauernhof-Simulator seit Harvest Moon?

Hühner füttern als Aquarell-Gemälde

Auf dem allerersten Blick ist aber nicht gleich zu erkennen, dass uns hier erneut das süße Farmleben erwartet. Denn Doraemon: Story of Seasons verabschiedet sich vom bekannten Cartoon-Look der Vorgänger und verknüpft die Anime-Optik der Doraemon-Vorlage mit idyllischen Aquarell-Landschaften. So künstlerisch und farbenprächtig haben wir bislang wohl noch nie Tomaten gezüchtet oder den Wechsel der Jahreszeiten bestaunt.

Was ist eigentlich Doraemon?
Für den aktuellen Story of Seasons-Ableger haben sich die Entwickler ein Crossover mit dem japanischen Manga-Franchise Doraemon einfallen lassen. In Japan längst ein unvergleichlicher Kultcharakter, ist die blaue Katze bei uns nahezu unbekannt. Überhaupt ist Doraemon: Story of Seasons einer der seltenen Momenten, in denen es die Marke in den Westen schafft.

Doraemon ist eine Roboterkatze aus der Zukunft, die in die Vergangenheit reist und das Leben des 10-jährigen Nobita in den Griff bekommen soll. Der ist nämlich äußerst tollpatschig und sein Nachfahre und Erfinder möchte auf diese Weise einschneidenden Fehlern Nobitas vorbeugen.

Zu den wirklich schönen Farbverläufen gesellt sich ein überraschend hoher Detailgrad in den Hintergründen. Wenn wir durch das örtliche Städtchen Natura laufen, gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken. Vor allem die Gebäude und privaten Räume der NPCs strotzen nur so vor persönlichen Gegenstände, dampfenden Töpfen und Charakteren, die auf dem Sofa schlafen, weil sie Gäste bei sich übernachten lassen.

Jeder Ort in Doraemon: Story of Seasons versprüht idyllische Urlaubsatmosphäre. Jeder Ort in Doraemon: Story of Seasons versprüht idyllische Urlaubsatmosphäre.

Harvest Moon mit Science-Fiction-Note

Aber nicht nur der Look von Doraemon: Story of Seasons geht neue Wege, auch in Sachen Erzählweise hat sich etwas getan. Während wir in der Vergangenheit meist als stummer Protagonist auf der heruntergekommenen Farm des Großvaters gelandet sind, geht es nun um eine Gruppe Kinder, die durch einen Raum-und-Zeit-Strudel in eine fremde Welt geworfe wurden. Statt um das "Auf's-Land-ziehen" geht es jetzt also um eine waschechte Zeitreise.

Doraemon, Shizuka, Gian, Suneo und Nobita (den spielen wir) sind allesamt ausgefertigte Charaktere, die mit ihren aus dem Anime bekannten Persönlichkeiten auf die Story of Seasons-Welt reagieren. Anfangs überfordert, lernen sie das Landleben bald lieben und lernen immer mehr über Bräuche und Legenden, die am Ende dabei helfen sollen, wieder nach Hause zu finden.

Das gibt dem täglichen Arbeiten auf den Feldern, dem Angeln gehen, dem Käfer sammeln und dem Freundschaften schließen einen übergreifenden Kontext. Gerade wenn der Alltagstrott nach ein paar Jahreszeiten zu eintönig wird, sind die Story-Elemente und -Dialoge eine nette Abwechslung.

Business as usual

Hinter der neuen Optik und der dichteren Storyline verstecken sich aber die allseits bekannten Gameplay-Mechaniken vergangener Harvest Moon- und Story of Seasons-Teile. Wir pflügen unseren Acker, kaufen Samen beim Händler, gießen regelmäßig und nach einiger Zeit können wir die Ernte dann in die Holztruhe werfen, die täglich geleert und als Abverkauf dient. Dasselbe gilt für die Eier der Hühner, die Milch der Kühe und die Wolle der Schafe.

Mehrmals im Jahr halten die Bewohner von Natura verschiedene Feste ab. Mehrmals im Jahr halten die Bewohner von Natura verschiedene Feste ab.

Aber auch abseits der Farm dürften sich treue Fans wie zu Hause fühlen. Wir können an diversen Plätzen der Spielwelt Pilze sammeln, in der Minie nach Edelsteinen graben und die 25 Stadtbewohner immer besser kennenlernen. Wer über ausreichend Baumaterialien verfügt, darf zudem sein Wohnhaus vergrößern und einrichten oder gar gänzlich neue Farmgebäude errichten.

Ein ruhiges Leben

Egal ob nun Story of Seasons oder Harvest Moon, eine Farmsimulation muss sich heutzutage den Vergleich mit Stardew Valley gefallen lassen. Der Überraschungshit von 2016 hat viele neue Ideen gebracht und das Kerngameplay erweitert. Während Eric Barone auch Schweine, Hasen, Enten, Dinosaurier, eine Roguelite-Mine und sogar einen Weinkeller zur Verfügung stellt, bleibt Doraemon: Story of Seasons beim Standard-Paket.

Das muss sich aber nicht unbedingt als Abstrich anfühlen, denn auch ohne die Komplexitäten der Agrarökonomie gibt es ausreichend viel zu tun. In Harvest Moon ging es zudem auch immer schon um die Romantisierung des Landlebens und dazu passt ein entspannterer Ansatz besser als die ewige Selbstoptimierung von Stardew Valley. Wenn ihr das auch so seht, seid ihr bei Doraemon: Story of Seasons sehr gut aufgehoben.

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