Diese Entscheidungen in Videospielen haben wir bitter bereut

Heute erfahrt ihr die Spielmomente, die wir rückblickend gerne anders gelöst hätten.

von Redaktion GamePro,
18.12.2021 12:00 Uhr

Manche Entscheidungen in Videospielen haben wir im Nachhinein stark bereut. Manche Entscheidungen in Videospielen haben wir im Nachhinein stark bereut.

Nicht immer sind mögliche Konsequenzen in Videospielen direkt ersichtlich. Oft erfahren wir erst einige Zeit später, welch furchtbare Entscheidung wir in der Vergangenheit getroffen haben. Genau von diesen Momenten wollen wir euch heute erzählen und verraten, in welchen Spielen wir rückblickend besser anders gehandelt hätten.

Hannes hat in The Witcher 3 eine Gruppe Waisenkinder auf dem Gewissen

Hannes: In The Witcher 3 gibt es eine Reihe an fiesen Quests, die so oder so mit argen Konsequenzen auf uns warten. Besonders getroffen hat mich aber die Nebenmission rund um den Geist im Flüsterhügel. Hier müssen wir uns nämlich entscheiden, ob wir einen gebannten Geist mit einem Ritual befreien wollen oder aber direkt töten. Beides hat seine Folgen, allerdings habe ich meine Entscheidung schnell bereut.

Ich wollte mich vom Geist nämlich nicht veräppeln lassen und habe ihn kurzerhand ausgeschaltet. Was ich aber nicht wusste: Das führt indirekt dazu, dass eine Gruppe Waisenkinder von drei Sumpfhexen gefressen werden. Whoops, das wollte ich nicht! Hätte ich mich anders entschieden, wäre es aber einem kompletten Dorf an den Kragen gegangen. Aber ganz ehrlich, die Waisenkinder haben schon genug gelitten, da müssen sie nicht auch noch gefressen werden. Und das Dörfer in The Witcher 3 auch mal verwüstet werden, tja, das kommt halt vor.

Max hat in Mass Effect dem falschen Crew-Mitglied vertraut

Max: Im ersten Mass Effect verschlägt es die Crew der Normandy nach Virmire, wo Bösewicht Saren eine Kroganer-Armee züchten soll. Dafür ist es ihm gelungen, ein bis dahin unbekanntes Heilmittel für die Genophage zu entwickeln - eine Krankheit, welche die gesamte Art der Kroganer seit Jahrhunderten plagt. Mein Crew-Mitglied Wrex, ein stolzer Kroganer, war daraufhin natürlich wenig begeistert von der Idee, die Forschungseinrichtung zu zerstören. Klar, eine böse Armee aus Krieger-Aliens in den Händen des Feindes ist nicht ideal, aber es gibt ein Heilmittel für ihn und seine Art! Wrex will die Mission daher wutentbrannt abbrechen. 

Es liegt nun an Shepard mit ihm zu sprechen und ihn zu beruhigen, bevor er womöglich die gesamte Operation gefährdet. Allerdings konnte ich seinen Standpunkt sehr gut verstehen und habe ihn daher auch gutmütig ausreden lassen. Dachte ich zumindest, bis mein anderes Crew-Mitglied Ashley einfach so ohne Vorwarnung die Geduld verlor und Wrex von hinten über den Haufen geschossen hat. Ehm, hallo? Nein? Ich hab daraufhin die Entscheidung Wrex ausreden zu lassen so sehr bereut, dass ich den Spielstand neu geladen habe, damit er überlebt. Das war auch gut, wie Teil 2 und 3 gezeigt haben. Und wie gings auf Virmire weiter? Naja, sagen wir mal die Entscheidung welches meiner Crew-Mitglieder ich kurz darauf in den sicheren Tod schicke, ist mir nicht sehr schwer gefallen. Schade, Ashley.

Annika hat sich damals zu sehr von Trophäen stressen lassen

Annika: Zeit wächst bekanntlich nicht auf Bäumen. Das dem so ist, wird mir mit dem Alter mehr und mehr klar. Im Umkehrschluss ärgere ich mich mehr und mehr darüber, wenn ich sie für unnötige Dinge verschwende. Bestes Beispiel sind da Trophäen bzw. Erfolge.

Als ich mir damals die PS3 ins Haus holte, triggerten mich die Trophäenlisten so stark, dass ich bei jedem Spiel die Platin-Trophäe direkt anvisiert habe – inklusive vorheriger Recherche mit möglichen Spoilern. Bei einigen Spielen wurden mir die 100 Prozent zwar doch zu mühsam, aber das änderte nichts daran, dass ich dem Großteil der Trophäen weiter hinterherjagte. Und das, obwohl es nicht immer Spaß machte. Viele damit verbundene Aufgaben fühlten sich eher wie lästige Arbeit an. Umso glücklicher bin ich, dass ich meinen inneren Sammeldrang mittlerweile recht gut im Griff habe und sich das Verlangen nach der Trophäenjagd nur noch gelegentlich einschleicht.

Eleen wurde für ihre Schandtaten vom Hühner-Karma verfolgt

Eleen: Ich geb’s zu, in Breath of the Wild gehöre ich zu den Spieler*innen, die im Namen des Entdeckergeistes auch schon mal ihre Moral vor der virtuellen Tür stehen lassen. Schließlich belohnt der Zelda-Ableger Neugierde und kreatives Vorgehen nur zu oft mit kleinen Geheimnissen oder alternativen Lösungswegen. Klar also, dass ich im Spiel jeden Stein umdrehe und auf jeden auch nur annähernd verdächtigen Hügel klettere. Soweit ist das ja noch ziemlich harmlos, immerhin kommt niemand dabei zu Schaden. Aber da hört es bei mir nicht auf, denn auch friedliebende und vermeintlich ungefährliche Lebewesen sind vor mir nicht sicher.

Die Hühner etwa, die es überall in Siedlungen zu finden gibt, hatten mir nie etwas getan. Zu groß war aber meine Neugierde, was wohl passieren würde, wenn ich sie angreife. Vielleicht lassen sie ja Eier fallen, dachte ich mir. Einmal ausprobieren wird schon nicht schaden. Zumindest bekam ich die Quittung für meine Tierquälerei auch pronto, als mich ein plötzlich entstehender Tornado aus Hühnern verfolgte und mir mit ihren kleinen fiesen Schnäbeln die Lebenspunkte wegpickte. Von Hühnern halte ich seither respektvollen Abstand. Und nein, nicht nur, weil sie mich beinah getötet hätten – sondern auch, weil ich eingesehen habe, dass ich keine unschuldigen Tierchen schlagen sollte. Wirklich!

Auch Zelda ist sichtlich geschockt. Das hätte sie von Eleen niemals gedacht. Auch Zelda ist sichtlich geschockt. Das hätte sie von Eleen niemals gedacht.

Rae konnte das Ende von Dragon Age: Origins nicht akzeptieren

Rae: Im Herzen bin ich Romantikerin. Das heißt, dass ich natürlich auch das beste Ende für meine Heldin bei meinem ersten Durchlauf in Dragon Age: Origins haben wollte. Nämlich das, in dem sie ein Happy End mit Alistair hat. Dagegen sprachen aber mehrere Entscheidungen, die ich im Verlauf von Origins getroffen hatte:

  1. Mein Charakter war eine Elfe
  2. Mein Charakter war eine Magierin
  3. Ich hatte Alistair nicht "gehärtet" 
  4. Ich hatte mich gegen das dunkle Ritual entschieden
  5. Ich hatte beschlossen, Alistair mit in den finalen Kampf zu nehmen

All diejenigen, die Origins gespielt haben, denken nun sicherlich "Oh Rae …". Allen anderen sei einfach gesagt, dass jede einzelne dieser Entscheidungen problematisch für das einfachste Happy End gewesen wäre, zusammen waren sie aber der Happy End-Supergau.

Das Resultat war, dass ich das Ende von Origins mehrmals spielen musste, weil meine arme Elfen-Magierin entweder von ihrem Geliebten abserviert wurde, sie im Finale starb oder sich Alistair für sie opferte. Ein Schockmoment folgte auf den nächsten – und somit auch ein Reload meines letzten "sicheren" Saves nach dem anderen. Letztlich bekam ich dann ein Ende, das ich ok fand. Seither spiele ich aber nur noch menschliche Rogues in meinem Canon-Durchlauf. Für meinen Seelenfrieden.

Jetzt seid ihr an der Reihe: welche Entscheidungen in Videospielen habt ihr später so richtig bereut?

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