Fazit: F1 22 im Test: So holprig wie ein Mercedes auf der Geraden

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Fazit der Redaktion

Dennis Michel
@DemiG0rgon

Codemasters, wir müssen mal ein ernstes Wörtchen miteinander reden. Als jahrelanger Fan eurer im Kern nach wie vor fantastischen F1-Reihe bin ich nämlich von F1 22 massiv irritiert. Was soll beispielsweise die ganze Geschichte rund um F1 Life? Warum wurden coole Supercars implementiert, die an und für sich eine tolle Abwechslung darstellen, dann aber nur halbgar umgesetzt sind? Aber die aktuell wichtigste Frage: Macht euch die aggressive und ignorante KI aktuell eigentlich selbst Spaß?  

Man hätte sich so viel Kritik ersparen können, hätte man den hervorragenden Weg der vergangenen Jahre einfach kontinuierlich weiter verfolgt. Denn auch F1 22 bietet ein tolles Rennspielpaket sowohl für Casuals als auch Rennspiel-Experten, das auf der einen Seite einen leichten Einstieg bietet und auf der anderen Seite noch mehr auf überaus fordernde Simulation setzt.

Denn abseits der KI macht mir das Geschehen auf dem Asphalt so viel Spaß wie nie zuvor. Das neue F1-Reglement wurde toll umgesetzt und auch in puncto Immersion während der Rennen geht die Reihe einen Schritt in die richtige Richtung. Doch was die Karriere und den My Team-Modus anbelangt, herrscht größtenteils Stillstand und es wird überdeutlich, dass der Fokus während der Entwicklung auf den falschen Dingen lag.

Sebastian Zeitz
@citronat

Nachdem ich lange mit der Formel 1 gar nichts anfangen konnte, bin ich seit der Netflix-Doku immer mehr am Sport interessiert. Mit F1 2021 hab ich dann auch die digitale Rennpiste betreten und bin seitdem vor allem durch die Koop-Karriere zum Fan mutiert. Dementsprechend hab ich mich auch sehr auf F1 22 gefreut und war gespannt, wie die neuen Regularien sich auswirken werden.

Rein vom Spielgefühl her, auch wenn es sich jetzt anders spielt, bin ich weiterhin von dem digitalen Rennsport angetan. Ich mag es, dass ich mich wieder an etwas Neues gewöhnen und nach über 150 Stunden mit dem Vorgänger jetzt die Strecken leicht anders fahren muss. Mit dem Spielspaß hört es nur dann auf, wenn die KI so aggressiv in die Kurven geht und kein Rennen ohne Divebombs und fliegende Frontflügel auskommt. Ich mag die Unberechenbarkeit der KI, aber in der jetzigen Form bin ich doch zu oft der Leidtragende, wenn der Gegner auf einmal in meine Linie zieht und ich mein Rennen dadurch verliere.

Alle weiteren Änderungen, vor allem wenn es um F1 Life geht, sind auch für mich komplett uninteressant. Klar kann ich das meiste davon ignorieren, aber trotzdem fühlt es sich aufgezwungen an, wenn ich direkt im Hauptmenü mit irgendwelchen Tokens konfrontiert werde während die neueste Pop-Musik über die Lautsprecher schallt – und das alles, obwohl ich einfach nur in die Karriere möchte. Ich hoffe für das nächste Jahr wird der Fokus wieder auf klassische Modi gesetzt, die dieses Mal nur stiefmütterlich behandelt wurden.

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