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Seite 3: Far Cry 2 im Test - Review für PS3 und Xbox 360

Feinde im Überfluss

Um an euren jeweils nächsten Einsatzort zu gelangen, schnappt ihr euch eins der zahlreichen Vehikel (siehe Kasten) oder lauft auf Straßen, schwimmt durch Flüsse oder kraxelt über bewaldete Hügel. Einsam müsst ihr euch allerdings nicht fühlen, denn die Spielwelt ist mit Wachposten und fahrenden Jeep-Patrouillen nur so gespickt. Egal wohin ihr auch müsst, irgendwann kommt ihr um Feindkontakt nicht herum. Das hält einen oft davon ab, das eigentliche Auftragsziel zu erreichen. Umso mehr, da eure Gegner nach ihrer Beseitigung »respawnen« und nach kurzer Zeit wieder an Ort und Stelle sind. Das nervt gewaltig und sorgt dafür, dass es dem Spiel häufig an Logik mangelt. Wenn die Welt doch realistisch sein will, wie können dann besiegte Gegner immer wieder auftauchen? Wie sollt ihr in eine funktionierende Welt eintauchen, wenn für Feinde die plausiblen Regeln nicht gelten?

Die effektgeladenen Kämpfe selbst sind dafür immer wieder ein Erlebnis für sich, da die zahlenmäßig stets überlegenen Feinde gnadenlos zur Sache gehen. Ein Fadenkreuz ist standardmäßig deaktiviert, kann auf Wunsch aber eingeblendet werden. Doch auch ohne Zielhilfe kommt man gut klar, zumal ihr über »Kimme und Korn« zielen dürft. Die KI geht in Ordnung, ist aber nicht die größte Stärke von Far Cry 2. Zwar nehmen die Schergen gnadenlos die Jagd auf, überfahren euch gerne auch mal mit dem Auto und feuern wild. Viel zu oft sehen starren sie aber ins Nichts, wenn ihr direkt vor ihnen steht. Oder ihr wägt euch in der Sicherheit eines schützenden Busches und solltet eigentlich nicht entdeckt werden, aber genau das passiert. Ebenfalls bedauerlich: Schleicher kommen bei Far Cry 2 kaum bis gar nicht auf ihre Kosten. Fieses Von-hinten-Ausschalten im Sam-Fisher-Stil per Machete ist zwar möglich, bringt spielerisch aber keinerlei Vorteile, da die restlichen KI-Gegner von eurem Angriff sofort alarmiert werden.

Ein weiteres Manko entsteht durch die fehlende Parteienzuordnung im Spiel. Mit dem Argument »Niemand weiß, dass ihr euch um diesen Auftrag kümmert« redet sich Far Cry 2 aus jeglicher Feindidentifikation heraus und sorgt so für schwachsinnige Duelle gegen angebliche Freunde -- die euch im schlimmsten Fall kurz vorher noch mit Waffen versorgt haben.

Welcome to the real world!

Größter Pluspunkt von Far Cry 2 ist die fantastische Spielwelt, die euch immer wieder den Atem rauben wird. Dichter Dschungel, karge Wüste, rauschende Wasserfälle -- ständig bekommt man neue, aufregende Orte zu sehen. Die Grafik ist wirklich ein Genuss, trotz teils sichtbarem Bildaufbau und etwas merkwürdigen Animationen der Waffenhand. Ubisofts »DUNIA«-Engine beherrscht grandiose Licht- und Schatteneffekte, eine komplett zerstörbare Umgebung, unfassbar weitläufige Landschaften, einen famos dargestellten Tag- und Nachtzyklus, Regen und Gewitter sowie die wohl bislang realistischste Darstellung von Feuer in einem Videospiel. Via Flammenwerfer oder Molotov-Cocktail inszeniert ihr Flächenbrände, die ganze Landstriche in Asche legen. Das sieht fantastisch aus und ist darüber hinaus spielerisch sinnvoll. So brennt ihr bequem Wachposten nieder oder nutzt das allgemeine Flammenchaos zur Flucht. Zufallsbrände entstehen ebenfalls immer wieder, etwa wenn ein Auto explodiert und die Flammen einen Waldbrand entfachen.

Die Klangkulisse ist genauso gelungen wie die Hammergrafik. Neben dem erstklassigen Soundtrack mit seinen typischen Afro-Rhythmen begeistern die stimmungsvollen Umgebungsgeräusche. Allen voran das Konzert der Tierwelt, die mit Zebras, Gnus, Ziegen und Vögeln vertreten ist und denen ihr immer wieder über den Weg lauft. Für Far Cry 3 wünschen wir uns dann auch noch Raubtiere! Weniger gut gefallen uns einige der deutschen Synchronstimmen, die aufgesetzt und unpassend rüber kommen. Selbst der Schakal -- von der deutschen Stimme von Tom Cruise vertont -- klingt deplatziert. Unser Tipp: Stellt eure Konsole auf Englisch und genießt den wesentlich cooleren Afro-Slang, zur Not mit deutschen Untertiteln! Noch ein paar Worte zur Story: Plätschert die auf drei Akte aufgeteilte Handlung anfangs etwas vor sich hin, zieht sie nach etwa einem Drittel der Spielzeit von gut 50 Stunden spürbar an. Dann werden die Missionen vielfältiger, und es kommt zu der einen oder anderen überraschenden Wendung.

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