Zufall statt Skill: FIFA 20 Pro-Turnier wird mit Schere-Stein-Papier entschieden

Wegen Serverproblemen haben zwei Fifa-Pros ihr Match auf die altmodische Art 'gespielt': Mit Schere-Stein-Papier.

von Ann-Kathrin Kuhls,
02.03.2020 15:07 Uhr

In FIFA 20 gewann ein eSportler durch Schere-Stein-Papier. In FIFA 20 gewann ein eSportler durch Schere-Stein-Papier.

Die FIFA-Reihe ist nicht nur bei den Fans des Fußballspiels beliebt, sondern auch im eSport eine große Nummer. Mittlerweile gibt es nicht nur internationale Turniere, sondern auch Fußballvereine, die ihre eigene eSport-Mannschaft unterstützen. Vor kurzem waren zwei eSportler jedoch aufgrund von Serverproblemen gezwungen, ihr Match auf eine sehr analoge Art und Weise zu Ende zu führen.

Wie die Gamingwebseite Kotaku berichtet, kam es aufgrund von technischen Problemen der EA-Server zu einem unvorhergesehenen Zwischenfall während eines EA-lizensierten Qualifier-Turniers. Die beiden Spieler, Hasan "Hasoo19" Eker und Shaun "Brandscha" Galea waren zwar zum von EA bestimmten Zeitpunkt online, konnten sich jedoch nicht finden, um gegeneinander zu spielen.

Deswegen entschieden sich die beiden eSportler, die Sache einfach analog auszutragen: Mit einer Partie Schere-Stein-Papier. Am Ende siegte also nicht Skill, sondern Spielerglück. Für Haoo19 ging die Sache gut aus, er siegte 3 zu 1. Brandscha hingegen reagierte verständlicherweise verstimmt.

Wer ist schuld?

Bei so einem Turnier sind Serverprobleme katastrophal. Aber wer ist am Ende für eine Verzögerung verantwortlich? EA? Die Internetversorgung der einzelnen Länder? Oder die Veranstalter des Turniers?

Wahrscheinlich trägt jeder ein bisschen dazu bei. Laut den EA-Turnierregeln haben sich die Spieler ein bestimmtes Zeitfenster lang für ihr Match bereitzuhalten. Wenn es aber genau in diesem Zeitraum zu Serverproblemen kommt, ist das Spiel in Gefahr.

Sollte es sich um Serverprobleme handeln, die mit der Internetversorgung in den dementsprechenden Ländern zu tun haben, kann der Publisher keinen direkten Einfluss auf die Lösung nehmen. Schließlich kann EA nicht einfach so selbst Leitungen legen um eine stabile Verbindung zu garantieren (Die einzigen, die ihre Internetverbindung selbst verbesserten, sind Riot Games, die in den USA eigene Router und Glasfaserkabel verteilten).

Allerdings sind Verbindungsprobleme für viele Fans ein Faktor, den auch jeder Organisator eines Online-Turniers mit einrechnen sollte. Wer ein Turnier ausrichtet, sollte mit allen Eventualitäten rechnen. Eine Alternative für Verzögerungen oder technische Schwierigkeiten wäre in jedem Falle anzuraten, genau wie im physischen Fußball auch.

Dort wurde zuletzt ein Spiel von Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln abgesagt, weil Sturmtief Sabine ein Spiel unmöglich machte. Auch hier schlug keine der Sicherheitsvorkehrungen an, die Partie wurde verschoben. Vielleicht können wir uns also gar nicht gegen alle technischen Eventualitäten absichern, sondern müssen Serverprobleme genau wie ein Gewitter einfach als Faktor annehmen, den wir nicht beeinflussen können.

Wie würdet ihr das Problem lösen?

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