Final Fantasy 16 ist endlich wieder Fantasy & wird endlich wieder gut

Für Final Fantasy gibt es wieder Hoffnung, findet Hannes. Die Ankündigung von Teil 16 strotzt nur so vor Final Fantasy 14-Einflüssen und das ist genau das, was die Hauptreihe jetzt braucht.

von Hannes Rossow,
17.09.2020 19:00 Uhr

Das wunderschöne Logo von Final Fantasy 16 steht ganz in der Tradition der Reihe. Das wunderschöne Logo von Final Fantasy 16 steht ganz in der Tradition der Reihe.

Gott sei Dank haben die Gerüchte gestimmt. Final Fantasy 16 existiert tatsächlich und präsentiert sich in einem ersten, großen Trailer als PS5-Exclusive (wenn wohl auch nur auf Zeit). Und das Beste ist: Final Fantasy 16 macht einen sehr guten Eindruck. So gut sogar, dass uns vielleicht endlich wieder ein Hauptableger erwartet, der mit den großen Klassikern der JRPG-Reihe mithalten kann.

Alle Zeichen stehen auf RPG-Hit

Bevor ich hier aber gleich Gegenwind bekomme: Ja, so richtig Next-Gen sah das nicht aus. Zugegeben, die Grafik wirkt bislang eher auf sehr gutem PS4-Niveau und könnte zum Release auf der PS5 dann vielleicht sogar angestaubt wirken. Und auch das Art Design selbst ist etwas zu "realistisch" - ein bisschen bunter und fantasievoller hätte es gern sein können.

Trotzdem bin ich mir (fast) sicher, dass Final Fantasy 16 ein RPG-Hit wird.

Final Fantasy 16 - Nächster Teil der Rollenspiel-Reihe angekündigt 4:02 Final Fantasy 16 - Nächster Teil der Rollenspiel-Reihe angekündigt

Und der Grund dafür sind Naoki Yoshida und Hiroshi Takai, ihres Zeichens Producer und Director von Final Fantasy 16 - und zugleich das dynamische Duo, das schon Final Fantasy 14 zum besten Teil der Reihe der letzten 10 Jahre gemacht hat. FF 14 mag zwar ein Online-RPG sein und daher grundsätzlich anders funktionieren als ein Singleplayer-Ableger, doch in Sachen Story macht dem MMO keiner etwas vor.

Nach dem desaströsen Launch von Final Fantasy 14 war es Yoshida, der mit dem Re-Release A Realm Reborn das Ruder rumreißen konnte und seitdem regelmäßig Spieler und Kritiker mit gefeierten Story-Erweiterungen überzeugt. Mit "Heavensward", "Stormblood" und zuletzt "Shadowbringers" bot Final Fantasy 14 eine Qualität, die so mancher Fan der Marke gar nicht mehr zugetraut hätte.

Was wäre Final Fantasy ohne die großen, wuchtigen Beschwörungen? Was wäre Final Fantasy ohne die großen, wuchtigen Beschwörungen?

Zurück zu den Wurzeln

Dieses Verständnis von "Final Fantasy, aber wieder in gut" auf ein Story-getriebenes Einzelspielererlebnis anzuwenden und damit auch altbackene MMO-Klischees zu umschiffen, könnte Final Fantasy 16 den zweiten (oder dritten?) Frühling der Reihe einläuten lassen. Im ersten Trailer wird auf jeden Fall deutlich: Es wird düster, es wird episch und es wird wieder ein Final FANTASY.

Fantasy deshalb in Großbuchstaben, weil das Fantasy-Setting an sich in den letzten Jahren nicht mehr wirklich Kernaspekt der Ableger war. Teil 13 war Science-Fiction durch und durch, Final Fantasy 15 setzte auf den Mix mit Gegenwartsmotiven wie Asphaltstraßen und Tankstellen und das Final Fantasy 7-Remake bot die gewohnte Cyberpunk-Kost von Midgard.

Hannes Rossow
@Treibhausaffekt

Das beste Final Fantasy ist Teil 9 und das wird wohl auch immer so bleiben, findet Hannes. Doch die Reihe hatte sehr viele Höhepunkte und es wird langsam wieder Zeit für einen neuen. Und Final Fantasy 16 könnte diese Rolle ausfüllen - zumindest hat sich Hannes das so ausgerechnet.

Teil 16 scheint aber zu den Wurzeln zurückkehren zu wollen. Es gibt Königreiche, Ritter, Magier, Bestia (eigentlich "Eikons") und vor allem Schwerter, Rüstungen, Magie und die Kristalle. In Verbindung mit der seriösen Dark Souls/Game of Thrones-Tonalität lässt der Trailer auf ein Spielgefühl hoffen, das vielleicht in der Tradition von Klassikern wie Final Fantasy 6 steht. Spannend sind die ersten Einblicke in die Story allemal.

Endlich wieder Hoffnung

Der Protagonist von Final Fantasy 16, den Namen kennen wir noch nicht, scheint ein "einfacher" Leibwächter von Kronprinz Joshua zu sein. Und sehr wahrscheinlich wird dessen Loyalität auf eine harte Probe gestellt, wenn sich nach und nach die politischen Intrigen und Machtspiele entfalten. Und zwischendurch geht es in Echtzeit-Kämpfen zur Sache, die nicht von ungefähr an Devil May Cry 5 erinnern.

Unser Final Fantasy 16-Abenteuer beginnt als Leibwächter - dabei wird es aber sicher nicht bleiben. Unser Final Fantasy 16-Abenteuer beginnt als Leibwächter - dabei wird es aber sicher nicht bleiben.

Gerüchteweise sitzt nämlich DMC 5-Designer Ryota Suzuki mit im Boot von Final Fantasy 16. Und deswegen mache ich mir auch Gameplay-technisch wieder große Hoffnungen.

Ja, vielleicht sollte ich vorsichtig sein. Vielleicht sollte ich meine Hoffnungen nicht zu sehr in Final Fantasy 16 legen. Doch die Zeichen stehen günstig, dass wir endlich wieder das Final Fantasy bekommen, das wir uns schon seit sehr langer Zeit zurückwünschen. Für den Moment gebe ich mich mit dieser Hoffnung jedenfalls zufrieden und warte gespannt auf 2021. Dann soll es nämlich wieder neue Infos zum Spiel geben.

Hand auf's Herz: Freut ihr euch auf Final Fantasy 16?

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