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Seite 2: Firewatch im Test - Atmosphärisches Grafikwunder

Spaziergang mit Hindernissen

Wer hingegen schnelles Gameplay sucht, wird enttäuscht: Eigentlich sind wir über die komplette Spielzeit (etwa sechs Stunden) nur mit Erkunden beschäftigt - Firewatch ähnelt in dieser Hinsicht einem »Walking Simulator«. Zwar können wir beinahe alle herumliegenden Gegenstände hochheben und näher begutachten, allerdings erfüllt das im klassischen Sinn keinen spielerischen Nutzen. Stattdessen erzählt jedes Kleinod eine eigene Geschichte - in der Summe ergibt sich ein atmosphärisches Mosaik.

Während wir die Wildnis durchstreifen, müssen wir klettern und uns mit verschiedenen Hilfsmitteln eindecken, die wir nach und nach in der Spielwelt finden. So helfen uns Seile, Hänge zu überwinden, während wir Bäume mit unserer Axt zu Brücken machen. Wirklich oft passiert das aber nicht, der Fokus liegt ganz klar auf dem Erforschen der liebevoll gestalteten Umgebung.

Firewatch - Teaser-Trailer »June Fire« 0:45 Firewatch - Teaser-Trailer »June Fire«

Hier finden Unmengen von tollen Details am Wegesrand. Beispielsweise eine Schildkröte, die wir als Haustier adoptieren können oder Vorratskisten mit Briefen von anderen Rangern. Optionale Rätsel gibt es aber nicht zu entdecken, als Belohnung für Entdecker bleibt meistens nur ein zusätzlicher Dialog.

Firewatch lebt von seinen Details - und das auf eine Art und Weise, die herausragend ist. Die größte Stärke des Spiels ist eine fesselnde Atmosphäre, die wir in dieser Form selten erlebt haben. Wir verlieren uns in dieser Welt aus kleinen Geschichten, Entdeckungen und Mysterien. Der Nationalpark erwacht dadurch so zum Leben, das man gar nicht aufhören kann mit dem Erkunden. Es ist ein einzigartiges Spielgefühl, das man erlebt haben muss.

Schöne raue Wildnis

Und es gibt noch einen weiteren Grund, warum das Erkunden Belohnung in sich ist: Firewatch sieht fantastisch aus! Der Comic-Stil ist eine echte Augenweide. Außerdem können wir das Tal zu verschiedenen Tageszeiten besuchen. Nachts glitzert über uns also ein wunderschöner Sternenhimmel, morgens ziehen Nebelschwaden vorbei und abends leuchtet uns eine große, feuerrote Sonne entgegen. Nicht selten hat man das Gefühl, ein Gemälde zu durchwandern.

Hinzu kommt, dass Entwickler Campo Santo vollständig auf ein Interface verzichtet. Wir finden uns im Spiel lediglich mit Karte und Kompass zurecht, die wir beide bei Bedarf aufrufen können. Das wirkt nicht nur stimmig, sondern sorgt auch tatsächlich dafür, dass wir uns schnell im schönen Tal auskennen und die Landschaft genießen können, statt nur stumpf auf eine Mini-Map zu starren. Firewatch bietet also vor allem eines: Atmosphäre.

Wen das über die Schwächen im Gameplay und unaufgeregt inszenierte Geschichte hinwegtrösten kann, der bekommt eine andächtige, fesselnde Reise in eine malerische Welt. Man sollte nur keine Beschäftigungstherapie erwarten.

Firewatch - Teaser-Trailer zeigt Locations 0:42 Firewatch - Teaser-Trailer zeigt Locations

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