GameStop-CEO wurde jetzt angeblich von eBay gesperrt - nachdem er dort unter anderem Socken verkaufen wollte, um "eBay zu kaufen"

Totgesagte leben länger: GameStop steht permanent vor dem Aus, aber der CEO Ryan Cohen will jetzt als letztes Himmelfahrtskommando einfach mal eBay kaufen. Die Frage nach der Finanzierung beantwortet er auf kuriose Weise.

Unter anderem solche Schilder könnt ihr bei der Aktion ersteigern. Unter anderem solche Schilder könnt ihr bei der Aktion ersteigern.

GameStop sucht seit Jahren nach Möglichkeiten, den sprichwörtlichen Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Der CEO hat sich jetzt in den Kopf gesetzt, einfach eBay zu kaufen und zu einem echten Amazon-Konkurrenten umzubauen. Nur wie das bezahlt werden soll, kann er nicht so richtig erklären. Aber er verkauft jetzt zum Spaß diversen Tand auf eBay, um die Finanzierung damit zu sichern – was ihm allerdings erst einmal einen Bann eingehandelt haben soll.

GameStop-CEO will eBay kaufen und wird dort angeblich gesperrt

In Deutschland gibt es schon längst keine GameStop-Filialen mehr und wenn die aktuelle Entwicklung weitergeht, wird das wohl bald auch in den USA der Fall sein.

Es sei denn, die neueste Finanzierungs-Idee wird ein Erfolg (im Gegensatz zu den bisherigen, die sich beispielsweise um NFTs gedreht haben): Der CEO Ryan Cohen glaubt, eBay übernehmen zu können.

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Weil eBay aber ein sehr viel wertvolleres Unternehmen als GameStop ist und GameStop in den letzten Jahren permanent in der Krise steckt, stellt sich natürlich die Frage danach, wie so eine Übernahme überhaupt möglich sein soll. Eine Frage, die auch Ryan Cohen gestellt wurde und die er in einem wirklich bizarren Interview selbst nicht richtig beantworten konnte.

Aber um dieses PR-Desaster vielleicht doch noch irgendwie in etwas Positives wenden zu können, versucht es Cohen mit einem mäßig witzigen Scherz- und Meme-Verkauf. Er will jetzt auf eBay irgendwelche Sachen verkaufen, um durch die Erlöse eBay kaufen zu können.

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Den Anfang machte ein Paar getragene Socken, für das irgendwer wohl tatsächlich 14.000 US-Dollar geboten hatte – bevor das Angebot wieder offline genommen wurde. Zu einem Verkauf scheint es laut der Account-Historie jedenfalls nicht gekommen zu sein.

Dafür hat der CEO von GameStop aber jetzt wohl Probleme mit der Plattform, die er eigentlich gern übernehmen will. Ihm soll zuerst zu schaffen gemacht haben, dass er nicht noch mehr Artikel einstellen konnte, weil er das Limit von 50.000 US-Dollar pro Monat erreicht hatte. Dann wäre sein Konto angeblich komplett gesperrt worden:

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Aber aktuell lässt sich der Account und der dort gelistete Kram ohne Probleme aufrufen.

Ihr könnt zum Beispiel GameStop-Tassen, -Schilder, -Mauspads oder -Mützen ersteigern, wenn ihr bereit seid, dafür absurde Mondpreise zu bezahlen. Es gibt auch einige Spiele, Statuen oder Baseballkarten zu ergattern, die allesamt aber für wirklich horrende Summen angeboten werden. Bisher scheint jedenfalls noch nichts weggegangen zu sein.

Wieso das Ganze?

Im Januar hat Ryan Cohen dem Wall Street Journal erklärt, er wolle einen großen Deal abschließen, der "entweder genial oder total dumm sein wird". Dabei geht es ihm wohl vor allem darum, den Marktwert von GameStop auf über 100 Milliarden US-Dollar anzuheben, weil er selbst dann bis zu 35 Milliarden US-Dollar in Aktien als Prämie erhalten könnte (via IGN).

Der Investor Michael Burry soll Anfang des Jahres über den GameStop-CEO geschrieben haben, er leite ein schlecht laufendes Geschäft und wolle es einfach nur so gut "melken", wie es eben geht. Dafür nutze er das Meme-Aktien-Phänomen aus, das GameStop umgibt, um Geld zu akquirieren und das dann für eine Gelegenheit zu nutzen, sich ein echtes, wachsendes Cash Cow-Business einzuverleiben, mit dem dann auch wirklich Geld verdient werden könnte.

Auf einer Skala von "etwas peinlich" bis "komplett bodenlos", wie beknackt findet ihr die eBay-Aktion des GameStop CEOs?


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