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Fazit: Gran Turismo Sport im Test - Reduktion aufs (Un-) Wesentliche

Fazit der Redaktion

Tobias Veltin
@FrischerVeltin

Gran Turismo Sport ist meiner Meinung nach das mutigste, weil reduzierteste Gran Turismo und setzt ganz andere Schwerpunkte als seine Vorgänger. Weg von den mit Inhalten vollgepackten Karrieremodi und dem Auto-Grinden, hin (bzw. zurück) zum Kern des Motorsports und der Faszination daran, ein Mehrere-Hundert-PS-Monster in Bestzeit über eine Strecke zu zirkeln. Die Solo-Missionen sind deshalb eher ein Drill-Camp für den Multiplayer-Modus, lassen euch wieder und wieder dieselben Strecken fahren, zeigen euch Bremspunkte und Ideallinien. Wer wie ich daran Freude hat, eine Aufgabe nach dem Trial-und-Error-Prinzip dutzendfach für eine Goldtrophäe zu spielen, der dürfte auch alleine mit GT Sport eine Menge Spaß haben, zumal sich das eigentliche Fahren in einem Gran Turismo selten besser angefühlt hat. Trotzdem: Für alle, die hauptsächlich solo fahren und nicht ohne eine entsprechend umfangreiche Karriere leben können, ist dieses GT definitiv nichts.

Multiplayer-Rennspiel-Fans und Ideallinien-Fetischisten, die es lieben, einen Kurs bis zur Perfektion zu trainieren, kann ich GT Sport dagegen trotz des meiner Meinung nach extrem nervigem (weil sinnlosen) Online-Zwangs nahezu vorbehaltlos empfehlen. Das Matchmaking funktioniert recht schnell, die Performance ist klasse und die zukünftigen Turniere versprechen dauerhafte Motivation, regelmäßig zu GT Sport zurückzukehren. Optimierungsbedarf gibt es dennoch zur Genüge, beispielsweise muss noch am Sportsgeist-System geschraubt werden und auch über eine regelmäßigere Streckenrotation (täglich statt wöchentlich) sollte man nachdenken. Grundsätzlich hat Polyphony aber eine gute Anlaufstelle für alle Multiplayer-Racing-Fans geschaffen. An der (Fairness der) Community und dem (hoffentlich zahlreichen) Content-Nachschub wird sich zeigen, ob dieses Konzept auf Dauer Bestand haben und wachsen kann.

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