Knapp 13 Jahre sind seit dem Release des Vorgängers schon vergangen, jetzt soll GTA 6 im November 2026 endlich erscheinen (wenn es keine weiteren Verschiebungen mehr gibt).
Manch einem ist das trotzdem nicht früh genug. So wohl auch dem 25-jährigen Ziwen Xu, der das Spiel mithilfe von KI-Agenten nachbauen und vor dem Release von GTA 6 fertigstellen will. Dabei legt das Projekt ein beeindruckendes Tempo vor – und geht wenig überraschend fast sofort schief.
"Ambitioniert, wahrscheinlich dumm, ich tu's trotzdem"
Ziwen Xu (Gründer des KI-Agenten-Startups Hyperecho) hat das Projekt am 10. Juni 2026 begonnen – kurz bevor Rockstar den Vorbesteller-Start für GTA 6 angekündigt hat. Um dieses eigentlich unmögliche Unterfangen zu bewerkstelligen, nutzt er den KI-Assistenten Claude, der zu großen Teilen selbstständig arbeiten soll.
10:27
Echtes Gameplay, Vorbestellung, dritte Spielfigur? GTA 6 Trailer 3 muss es krachen lassen!
Der Fortschritt des "GTA 6-Caliber"-Projektes geht dabei unglaublich flott voran. Wo das erste Material nur einen blauen Blob zeigt, der in einer leeren Sandbox umherwandert, ist an Tag 3 bereits das Grundgerüst einer Stadt zu sehen.
Inklusive Autos auf den Straßen, umherwandernden NPCs, Smartphones mit Instagram drauf und funktionierenden Schatten und Reflexionen:
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An Tag 7 ist der Entwickler dann von Godot auf die Unreal Engine gewechselt, weil er eine "echte Engine" für AAA-Spiele brauche. Der grafische Unterschied fällt auf jeden Fall auf:
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Und da macht die KI direkt Probleme
Möglich ist dieser rasante Fortschritt nur, weil hier KI-Agenten einen Großteil der Arbeit übernehmen. Sie kreieren nicht nur rund um die Uhr fröhlich Assets, sondern laufen auch als Schleife, planen, bauen und überprüfen ihre Arbeit also effektiv selbstständig.
Das mag recht entspannt für den "Entwickler" klingen, hat allerdings auch schnell zu wilden Problemen geführt.
Schon am zweiten Tag haben die KI-Agenten nämlich die komplett falsche Stadt gebaut, indem sie Los Angeles nachgeahmt haben – anstelle von Miami, das die eigentliche Vorlage für Vice City ist.
An Tag 8 ist der Mac des Entwicklers kaputt gegangen, weil jeder einzelne KI-Agent das Spiel gleichzeitig geöffnet habe, um einen Screenshot zu machen.
Das neueste Update kommt von Tag 12, wo die KI zwar NPCs in die Spielwelt gesetzt, aber die Animationen vergessen hat, sodass alle Figuren jetzt in T-Pose umherlaufen.
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Außerdem hat der Entwickler gemerkt, dass die KI weder Schießen noch Fahren programmieren kann und er das nun per Hand machen muss, wobei ihn inzwischen eine weitere Person unterstützt – immerhin sind das doch durchaus recht wichtige Teile des Gameplays in einem GTA.
Insgesamt ist es zwar durchaus interessant, den Fortschritt des Projektes zu beobachten, aber letztlich zeigt es doch deutlich, dass KI alleine aktuell schlicht nicht in der Lage ist, ein Spiel wie GTA 6 zu bauen – vom künstlerischen Aspekt ganz zu schweigen, der hier komplett abhanden kommt.
Sicher, optisch sieht das Ganze schon beeindruckend aus, aber inhaltlich fehlt vom Gameplay über die Charaktere bis zu den ausgefallenen Geschichten eben noch alles, was ein GTA so ausmacht. Und wo die Kreativität von Entwickler*innen eben auch den entscheidenden Unterschied macht.
Was haltet ihr vom Caliber-Projekt? Werdet ihr es bis zum Release von GTA 6 ein bisschen mitverfolgen?
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