Halo: Infinite - Slipspace-Engine ermöglicht "bislang unmögliche Dinge"

In einem Video sprechen die Halo-Entwickler über die Engine des Shooters und erklären, warum sie bestimmte Dinge deutlich vereinfacht.

von Tobias Veltin,
10.02.2020 17:00 Uhr

Halo: Infinite setzt auf eine komplett neue Engine. Halo: Infinite setzt auf eine komplett neue Engine.

Für den kommenden Shooter Halo: Infinite benutzt Entwickler 343 Industries eine komplett neue Engine, die den Namen "Slipspace" trägt. In einem Video haben sich die Entwickler nun zu der Engine geäußert und erklären, was sie unter anderem neu und praktisch macht.

Entwickelt für die Next-Gen

Laut Franchise Director Frank O' Connor wurde die Slipspace Engine speziell entwickelt, um das Arbeiten für die nächste Konsolengeneration zu vereinfachen. Sie musste dafür laut O' Connor einerseits stark genug sein, andererseits aber auch "flinker" (womit anpassungsfähiger gemeint sein dürfte). Dieses technische Grundgerüst sei "entscheidend, um die Plattform für die Zukunft von Halo zu bauen".

Engineering Director David Berger ergänzte, dass Slipspace Dinge ermöglichen würde, die vorher nicht möglich waren.

"Du musst Tools bauen, die dann wiederum Features ermöglichen, über die vorher nicht nachgedacht wurde. Du musst den Content-Entwicklern Raum geben, sich Dinge außerhalb davon vorzustellen."

Was das unter anderem bedeuten kann, reißt Multiplayer Director Tom French an. Laut ihm könnten Designer mit der Engine deutlich schneller Probleme angehen und Prototypen erstellen. Ein Vorgang, der vorher so offenbar nicht möglich war.

Was heißt das für das Spiel?

Die Entwickler sprechen hier vor allem Vorteile für die reinen Arbeits-Workflows an. Was die neue Engine für das eigentliche Spiel bedeuten kann, lässt sich daraus nur schwer ableiten bzw. erahnen.

Vermutet wird, dass die neue Engine deutlich detailliertere und größere Areale erlaubt weswegen Halo: Infinite das erste Open World-Halo werden könnte. Bestätigt ist das allerdings bislang noch nicht.

Problem für Xbox One?

Auf der anderen Seite stellt sich die Frage, was die Arbeit mit der neuen Engine für die Xbox One-Version von Halo: Infinite bedeuten kann. Reine Workflow-Verbesserungen kommen dieser Version natürlich genauso zugute, aber was ist mit eventuellen Features, die die Engine nur in Kombination mit der höheren Hardware-Power der Xbox Series X bietet? Werden diese Features dann möglicherweise nicht implementiert? Auch in Anbetracht der Tatsache, dass Halo: Infinite vor allem ein "Show-Off"-Titel für die Xbox Series X werden soll?

Um sich darüber ein Urteil zu bilden, ist es definitiv noch viel zu früh. Schließlich hat Microsoft bislang nur sehr wenig zu Halo: Infinite verraten, obwohl der Release für Series X und Xbox One bereits Ende des Jahres zum Launch der nächsten Xbox stattfinden soll.


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