Halo Infinite: Microsoft spielte vor Verschiebung mit ungewöhnlicher Idee

Wie Xbox-Chef Phil Spencer verraten hat, überlegte Microsoft, Halo Infinite in mehreren Teilen zu veröffentlichen, entschied sich dann aber dagegen.

von Tobias Veltin,
13.08.2020 18:05 Uhr

Halo Infinite: Microsoft überlegte wohl eine ungewöhnliche Veröffentlichungsstrategie. Halo Infinite: Microsoft überlegte wohl eine ungewöhnliche Veröffentlichungsstrategie.

Der Release von Halo Infinite wurde kürzlich auf das Jahr 2021 verschoben, die Xbox Series X verliert damit ihren wohl wichtigsten Launch-Titel. Wie es scheint, kämpfte Microsoft wohl bis zuletzt um eine pünktliche Veröffentlichung. Und hatte dafür eine ungewöhnliche Idee.

Denn wie Xbox-Chef Phil Spencer in der Animal Crossing Talk-Show verriet, wurde intern überlegt, Halo Infinite gestückelt zu veröffentlichen. Einzelne Teile des Spiels hätten also zu unterschiedlichen Terminen released werden sollen. Details dazu nannte Spencer nicht. (via stevivor)

Aber auch so lässt sich ausmalen, was damit gemeint sein dürfte. Beispielsweise hätte 343 zuerst die Kampagne und den Multiplayer erst später veröffentlichen können. Oder noch schlimmer: Die Kampagne wäre nur stückchenweise veröffentlicht worden. Insbesondere an der Grafik des Solo-Modus hatte es nach der Gameplay-Demo auf dem Xbox Games Showcase viel Kritik gegeben.

Spencer erklärte, dass es sich letztendlich für Microsoft nicht wie der Halo-Release angefühlt habe, den man gewollt hätte. Dementsprechend habe man sich schweren Herzens für eine Verschiebung entschieden. Und damit auf lange Sicht die wohl beste Entscheidung getroffen.

Halo Infinite hätte sich unfertig angefühlt

Wir meinen: Microsoft und 343 haben sich hier definitiv für die beste Lösung erschienen. Fehlende elementare Inhalte zum Start wären sowohl bei Kritikern als auch der Community überhaupt nicht gut angekommen und hätten den Eindruck eines unfertigen Spiels nur verstärkt.

Denn schon die Information, dass Ray-Tracing erst zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht werden sollte, hatte für Irritationen gesorgt. Wie hätte man dann erst einen später erscheinenden Multiplayer/Kampagnenteile erklären wollen? Gottseidank bleibt uns diese Salamitaktik erspart.

Und 343 Industries bleibt nun hoffentlich genügend Zeit, ein optimiertes - und hoffentlich auch komplettes - Halo Infinite abzuliefern. Wer aus der Verschiebung übrigens als Verlierer, und wer als Gewinner hervorgeht, drösele ich in meiner aktuellen Halo-Kolumne auf.

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