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Seite 2: Halo: The Master Chief Collection im Test - Die Religion hat ihre Bibel

Was beliebt, ist auch erlaubt

Auch der Mehrspielermodus profitiert enorm vom Universalmenü. Spiel-, Map- und Optionsänderungen sind ruckzuck durchgeführt, die Party bleibt dabei immer beieinander. Wer keinen Bock auf die Standardmodi hat, baut sich einfach selbst welche zusammen und ändert beispielsweise Punktezahlen oder die auf den Karten verfügbaren Waffen. Die Möglichkeiten sind nahezu endlos.

Dazu kommt noch der umfangreiche Level-Editor Forge ab Teil 3 sowie ein Theater-Modus, in dem wir uns Multiplayer-Partien aus allen möglichen Perspektiven anschauen dürfen. Und erneut Meckern auf hohem Niveau: Das Theater wäre sicherlich auch für die Kampagne (egal ob solo oder kooperativ) eine coole Ergänzung gewesen.

Im Karteneditor Forge bauen wir uns eigene Karten zusammen. Im Karteneditor Forge bauen wir uns eigene Karten zusammen.

Das heimliche Highlight der Master Chief Collection sind die Anniversary-Karten. 343 Industries hat sechs beliebte Halo-2-Maps in einer Xbox-One-Engine nachgebaut und mit dem gebührenden Respekt optimiert. Besonders die neuen dynamischen Elemente bringen Pfiff in die Kämpfe. Auf der Karte Shrine aktivieren wir beispielsweise einen Wasserfall, der Gegnern die Sicht nimmt; auf Lockdown dagegen schießen wir riesige Eisklumpen von der Decke. Genial: Im Map-Editor können wir die Karten auch verändern und dank rudimentärer Verknüpfungen selbst dynamische Ereignisse einbauen.

Mit Schaltern lassen wir so Brücken verschwinden oder Fahrzeuge erscheinen, aktivieren Bomben oder öffnen und schließen Tore. Wir sind sicher, dass die Community in den ersten Wochen enorm viele Varianten zusammenbastelt, von denen die Master Chief Collection auf lange Sicht noch stark profitieren wird.

So geht Remastered!

Technisch hat sich 343 vorwiegend um den zweiten Teil gekümmert. Anlässlich seines zehnten Geburtstages im November bekam Halo 2 eine grafische Generalüberholung spendiert. Sämtliche Gegnermodelle, Umgebungen und Effekte wurden überarbeitet und sehen nun deutlich schicker und detaillierter aus. Cool: Auf Knopfdruck wechseln wir wie schon in Halo: Anniversary (das ebenfalls in der Collection enthalten ist) zwischen alter und neuer Grafik hin und her und schwelgen somit wahlweise in Erinnerungen.

Halo 1 Anniversary - Grafikvergleich: Classic- / HD-Mode (Xbox 360) 4:33 Halo 1 Anniversary - Grafikvergleich: Classic- / HD-Mode (Xbox 360)

Doch nicht nur die Grafik wurde ordentlich poliert, auch für den Sound begab sich 343 noch einmal ins Studio - und auf die Schießbahn. Und das hört man: Vor allem die Waffeneffekte wummern nun viel druckvoller und realistischer aus den Boxen, überhaupt wirkt der Halo-2-Anniversary-Sound voluminöser und räumlicher als das Original.

Halo 2 - Ingame-Grafikvergleich: Original gegen Anniversary 7:45 Halo 2 - Ingame-Grafikvergleich: Original gegen Anniversary

Und die neuen Render-Zwischensequenzen der Spezialisten von Blur sorgen dank nahezu fotorealistischer Qualität ein ums andere Mal für offene Münder. Generell laufen alle Spiele mit 1080p und mit 60 Bildern, gerade Halo 3 und Halo 4 profitieren enorm von der gesteigerten Framezahl und der höheren Auflösung. Perfekt sind die Anpassungen aber nicht: Halo 2: Anniversary läuft in einer etwas niedrigeren Auflösung (1328x1080), und insbesondere in Halo 1: Anniversary und Halo 4 geht die Framerate teils merklich in die Knie, was sich aber nicht negativ auf die Spielbarkeit auswirkt.

Halo 3 - Grafikvergleich: Original gegen Remastered 5:22 Halo 3 - Grafikvergleich: Original gegen Remastered

Wir hoffen trotzdem, dass 343 eine Option nachpatcht, die die Bildrate auf konstante 30 Bilder festsetzt. Die höhere Auflösung hat zudem ihre Schattenseiten und entlarvt an einigen Stellen gnadenlos Texturmatsch oder detailarme Objekte - die Spiele haben eben schon ein paar Jährchen auf dem Buckel. Die fantastischen Soundtracks sind dagegen über jeden Zweifel erhaben und sorgen speziell im Hauptmenü immer wieder für wohlige Gänsehaut. Die holprige deutsche Synchronisation tut das in Teil 1 bis 3 ebenso - allerdings im negativen Sinne. Glücklicherweise befindet sich erstmals in der Halo-Geschichte auch die englische Sprachfassung mit auf der Disk - lobenswert!

Halo 4 - Grafikvergleich: Original gegen Remastered 5:52 Halo 4 - Grafikvergleich: Original gegen Remastered

Ein Muss für alle One-Besitzer

Die Master Chief Collection ist umfangstechnisch und spielerisch ein absolutes Monstrum, das dank seiner zig Level, Maps, Modi und Optionen für viele Monate unterhält. Sowohl für Kenner der Originalspiele als auch absolute Halo-Neulinge ist dieses fette Paket eine echte Offenbarung, auch wenn Halo 1 bis 4 natürlich in ihrem Kern gleich geblieben sind. Die technischen Überarbeitungen, die vielen neuen Details und nicht zuletzt das komfortable Universalmenü rechtfertigen die Investition aber durchaus und machen die Collection zum unangefochtenen Preis-Leistungs-Sieger.

Neben den leichten Performance-Problemen muss man weitere Kritikpunkte mit der Lupe suchen. Gefunden haben wir sie natürlich trotzdem: Etwas nervig ist zum Beispiel, dass wir für Videos immer umständlich in die neue Halo-Channel-App umgeleitet werden oder in der Lobby nicht mehr wie früher über die Schultertasten schnell die Teamfarbe wechseln können.

Und ja, uns nervt auch, dass der Multiplayer-Modus erst mit einem 15-GB-Mega-Patch ins Spiel geladen werden muss. Vor allem für Spieler ohne Internetanbindung eine absolute Frechheit. Aber: Das beeinflusst die Spielqualität in keinster Weise. Halo: The Master Chief Collection ist auch mit dem nervigen Patch die beste und durchdachteste Spielesammlung, die man derzeit für Geld kaufen kann.

Halo 2: Anniversary Edition - Grafivergleich mit dem Xbox-Original 3:23 Halo 2: Anniversary Edition - Grafivergleich mit dem Xbox-Original

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