LEGO Pokémon funktioniert viel besser als ich gedacht hätte - sogar ohne Smart Brick

Basti hatte die Chance, sich die neue LEGO Smart Brick-Welle zu Pokémon anzuschauen und wurde am Ende mehr überrascht, als er anfangs gedacht hätte.

LEGO veröffentlicht im August neue Pokémon-Sets mitsamt Smart Brick, der aber nicht so nötig ist, wie es zunächst scheint. LEGO veröffentlicht im August neue Pokémon-Sets mitsamt Smart Brick, der aber nicht so nötig ist, wie es zunächst scheint.

Da ist sie also: Die zweite LEGO-Produktreihe, die mit Smart Bricks kompatibel ist. Nach Star Wars sind jetzt Pokémon in Form von Spiel-Sets für Kinder dran. Ich habe auf einem Event mit der gesamten Reihe spielen können und bin mir sicher: So elementar notwendig, wie es zu Beginn den Anschein hat, ist der Smart Brick für die Modelle gar nicht.

Das ist der Smart Brick:
Im März 2026 hat LEGO einen neuen Stein auf den Markt gebracht. Mit dem sogenannten Smart Brick werden vor allem Spiel-Sets für Kinder ausgestattet, um Modelle mit Sounds und Funktionen “zum Leben” zu erwecken.

Wie der Smart Brick genau funktioniert, was er alles kann, und was es noch daran zu bemängeln gibt, lest ihr in unserem großen Test zur Star Wars-Welle:

Das sind die neuen LEGO-Pokémon

Die Spiel-Sets zu Pokémon richten sich, wie eingangs erwähnt, vor allem an Kinder. Und sie kommen, wie lange vermutet, mit dem Smart Brick – zumindest bei zwei der insgesamt zwölf Launch-Sets. Denn nur die sogenannten All-in-One-Pakete enthalten einen Smart Brick und die entsprechende Ladestation.

Wenn ihr alle Sets einmal kauft, ist es also innerhalb der Pokémon-Reihe nur möglich, an drei smarte Steine zu kommen, da in einem der Sets zwei drin stecken.

Video starten 1:41 LEGO Pokémon: So laufen die Kämpfe zwischen den Baustein-Monstern mit Smart Brick ab

Da die Pokémon-Sets aber sowieso nur maximal Eins gegen Eins-Kämpfe unterstützen, ist es nicht so schlimm, wenn ihr nur zwei Smart Bricks besitzt. Nerviger wird es hingegen schon, wenn ihr nicht wirklich viel mit Glurak und Blitza anfangen könnt, dann könnt ihr nur auf das kleinere Pikachu-Set zurückgreifen und damit einen einzigen Smart Brick erhalten. 

Für diese Fälle wäre es super, wenn es bald die Möglichkeit geben würde, den Smart Brick auch einzeln zu kaufen oder LEGO wirklich jedem kompatiblen Spiel-Set den neuen Stein beilegt. Auf Nachfrage wurde uns bestätigt, dass die Kritik vom Klemmbausteinhersteller gehört wird, aber es gibt aktuell noch keine Ankündigungen diesbezüglich.

Ich möchte mich im Artikel aber auch gar nicht darauf versteifen, was der clevere Stein letztendlich mit den Sets macht. Denn die blockigen Pokémon haben mich tatsächlich mit einer ganz anderen Qualität überzeugt. 

Auch ohne Smart Brick gibt’s richtig viel zum Spielen

Im Gegensatz zu Smart Brick-Star Wars, bei dem die Modelle bereits als deutlich detailverliebtere Raumschiffe umgesetzt wurden, sehen die meisten der kantigen Taschenmonster doch mehr so aus, wie ich es erwarten würde.

Die größte Überraschung ist aber, dass hier als Spielkonzept etwas ähnliches angewendet wird, wie ich es schon bei Super Mario bewundert habe. Es gibt zwar das digitale Element, aber viele der Spielfunktionen sind weiterhin physisch und werden meist durch abwechslungsreiche Technic-Elemente umgesetzt.

Sebastian Zeitz
Sebastian Zeitz

Meine ersten Berührungspunkte mit Pokémon hatte ich bereits im sehr jungen Alter mit der blauen Edition auf dem Game Boy. Nachdem mich die knuffigen Monster dann aber gefühlt 15 Jahre lang nicht mehr interessiert haben, sind sie, spätestens seitdem ich bei GamePro angefangen habe, wieder ein täglicher Begleiter für mich geworden. Umso spannender war es für mich, zu sehen, wie nun LEGO das Thema angeht – und Klemmbausteine, ein anderes Hobby von mir, mit der Nintendo-Marke auf neue Weise vereint.

Eines der Sets, das in Sachen Spielwert am meisten heraussticht, ist Tragossos und Gengars Gruselduell. Denn neben den titelgebenden und sich raufenden Pokémon enthält das Modell noch zwei große Spielfunktionen:

So lässt sich ein Baum “umwerfen” und es gibt eine Plattform, auf der sich das große Gengar anbringen lässt, um einen Schatz zu bewachen. Um an die Truhe zu gelangen, gibt es links und rechts Zielscheiben, die weggedreht werden müssen. Daraufhin hebt sich die Plattform, schubst das Gengar herunter und die Truhe erscheint.

Zusammen mit Tragosso wird das Gengar bekämpft, indem es von der Plattform gestoßen wird. Zusammen mit Tragosso wird das Gengar bekämpft, indem es von der Plattform gestoßen wird.

Dieser Mechanismus kann von Kindern ganz unterschiedlich betätigt werden. Entweder schlagen sie mit einem der Pokémon dagegen, nutzen Tragossos Knochenhammer oder werfen den beigelegten Hyperball auf die Zielscheiben. Es bleibt den Kids komplett selbst überlassen, was für eine Story und Methode sie sich ausdenken, um das Gengar zu besiegen.

Am Ende gibt es dann einen sehr rabiaten, aber richtig befriedigenden Plumps des Widersachers von der Plattform. Zumindest ausgehend davon, dass das Pokémon nicht von der Tischkante fällt und in mehrere Teile zerspringt.

Solche Interaktionen wie mit der Truhe finden sich zuhauf in den Spiel-Sets wieder. Sogar im Hinblick auf Spielereien, die es zuvor nicht in der Serie gab, etwa eine kleine Drohne, die mythische Pokémon wie Mew aufspüren soll. Überall gibt es kleine Details für den Nachwuchs zu entdecken, oder Elemente, die bewegt werden können. 

Das Beste: All das kann jede*r machen, auch wenn kein Smart Brick vorhanden ist. Dieser sorgt am Ende lediglich dafür, dass zum Beispiel an die Spiele angelehnte Musik abgespielt wird, während man versucht, Gengar von der Plattform zu stoßen.

Der richtige Weg für die Zukunft – auch ohne Smart Brick

Nachdem ich Anfang des Jahres die Star Wars-Sets ausprobieren durfte, war ich noch etwas skeptisch, was die kommenden Smart Brick-Reihen betrifft. Obwohl sie mir in Leaks durch das Design zunächst nicht gefallen haben, bin ich nach der Präsentation doch von ihnen angetan. 

Das liegt an den teils wirklich süßen Pokémon-Modellen. Klar gibt es hier auch Ausnahmen, aber ist erst einmal alles zusammengebaut und steht vor einem, dann möchte man die blockigen Taschenmonster sofort in die Hand nehmen und mit ihnen spielen.

Und das macht dann sogar ohne Smart Brick richtig viel Laune! Kinder können einfach mit den Pokémon-Modellen spielen, auch ohne die ganzen Geräusche und Funktionen. Und ich als Erwachsener freue mich auf den Bau der Sets dank der Technic-Bautechniken. Ich hab immer die meiste Freude daran, wenn sich nach dem Bau irgendwas bewegen kann.

Zudem ist der Preis dieses Mal größtenteils etwas besser als bei der bisherigen Smart Brick-Reihe. Statt im Durchschnitt 12 bis 17 Cent pro Teil zu bezahlen, wie noch bei Star Wars, sind es jetzt bei Pokémon 9 bis 11 Cent pro Teil – einzig das Pummeluff ist eine Ausnahme mit 17 Cent pro Teil. Ich würde weiterhin nicht sagen, dass sie günstig sind, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Spricht euch die neue LEGO Pokémon-Reihe an oder lasst ihr den Kindern hier den Vortritt?


Kommentare(1)
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