Schon bei der Ankündigung des N-1 Starfighters war ich gleichermaßen neugierig wie skeptisch auf das neue LEGO-Set. Immerhin sah es schon auf den ersten Bildern ziemlich filigran aus. Inzwischen konnte ich das Modell selbst bauen und bin positiv überrascht: Es ist nämlich ein fantastisch designtes Set. Trotzdem habe ich beim Bau mehr geschwitzt als ich gedacht hätte.
Die Eckdaten zum LEGO N-1 Starfighter:
- Teile: 1809
- Maße: 21 cm x 67 cm
- Minifiguren: 2 (Mandalorianer und Grogu)
- Preis: 249,99 €
Und jetzt einmal mit Schmackes!
Letztes Jahr habe ich mich mit der LEGO Enterprise ins Klemmbaustein-Hobby gestürzt und bin mit dem 3600 Teile-Set direkt ins tiefe und kalte Wasser gesprungen. Der Bau selbst war damals zwar zeitaufwendig, aber eigentlich ziemlich einfach.
Der Starfighter war da im Vergleich fordernder, obwohl er nur halb so viele Teile wie die Enterprise hat. Die Anleitung war wie gewohnt gut verständlich, aber wäre das mein erstes Set gewesen, hätte ich mich mehr als einmal gefragt: "Muss das wirklich so?"
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Das liegt hauptsächlich daran, dass der Starfighter so einige verschiedene und teils unkonventionelle Bautechniken nutzt. Das fängt mit einer simplen Stange aus weichem Plastik an der Unterseite der Schwanzspitze an, die ich so festmache, dass sie dabei gebogen wird.
An der linken Seite des Korpus geht’s weiter mit einer freiliegenden Lüftungsöffnung, für die ein Teil (das aus Droidenarmen zusammengesetzt wird – richtig gut!) beim Bau nur lose reingelegt wird. Das wackelt erstmal ordentlich umher; sobald aber alle Teile drumherum in Position sind, hält alles fest.
An wieder anderer Stelle muss ich drei Kugelgelenke am Korpus anbringen. Das braucht ein bisschen Kraft und ich muss ordentlich aufpassen, dass der Winkel stimmt, damit alles einrasten kann und keine Teile aneinander schrammen.
Das fordert mir deutlich mehr Mut (und die bereits erwähnten Schweißtropfen) beim Bau ab als etwa die sehr einsteigerfreundliche Enterprise – macht aber gerade deswegen auch richtig viel Spaß. Durch die für mich abwechslungsreichen Techniken wird es definitiv nicht langweilig.
Selbst die "Backbord"- und "Steuerbord"-Seiten und die beiden Turbinen werden teilweise unterschiedlich zusammengesetzt, sodass ich nicht einfach stumpf dieselben Bauschritte wiederhole.
Etwas Kritik schmälert nicht das gelungene Design
Ein paar kleinere Kritikpunkte gibt’s bei diesem Set aber auch: Unter anderem scheinen an der Unterseite einige der bunten Steine durch, die im Inneren verbaut sind. Da es als Displayset aber standardmäßig auf dem mitgelieferten Ständer angebracht wird, ist das bei normaler Betrachtung nicht zu sehen.
Außerdem gibt es mal wieder Sticker statt Prints, das ist ziemlich nervig. Und zuletzt wäre da der Preis: Mit knapp 13,8 Cent pro Stein ist der selbst für LEGO-Modelle der Star-Wars-Reihe ziemlich gesalzen.
Diese Punkte schmälern für mich aber nicht, dass ich am Ende ein cooles Set habe, das nicht nur dank der schicken Vorderseite im Chrom-Look wirklich gut aussieht. Auch meine anfängliche Sorge ob der "Zerbrechlichkeit" des Sets war unbegründet.
Zwar ist es durchaus filigran und eindeutig ein Displaymodell. Die Stabilität der einzelnen Teile kommt dann aber durch den Zusammenbau. Danach wackelt dort nichts mehr (anders als bei der Enterprise!) und die "gefährdeten" Teile bestehen primär aus flexiblem Plastik.
Die Spitze des Hecks geht sogar von festem in weiches, bewegliches Material über. Eine gute Absicherung, falls das Set doch mal irgendwo anstößt. Der fertige Starfighter war die paar Schweißtropfen beim Bau also definitiv wert.
Aber was sagt ihr zum Look des Sets?
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