Mafia 3 - Take-Two-Boss spricht über die durchwachsenen Reviews

Der Vorsitzende von Take-Two, Strauss Zelnick, sprach erneut über die mittelmäßigen Wertungen von Mafia 3.

von Christopher Krizsak,
18.11.2016 11:15 Uhr

Glaubt man den Durchschnittswertungen zu Mafia 3, hat das Gangster-Epos nicht so ganz ins Schwarze getroffen. Glaubt man den Durchschnittswertungen zu Mafia 3, hat das Gangster-Epos nicht so ganz ins Schwarze getroffen.

Die Reviews zu Mafia 3 fielen nicht gerade einstimmig aus. Während in einigen Tests die Atmosphäre, der hervorragende Soundtrack und der unkonventionelle Erzählstil gelobt wurden, monieren andere das repetitive Gameplay, die übertriebene Gewaltdarstellung sowie die unterbelichtete KI. Auch Kollege Tim kommt in seinem Test zu einem zwiespältigen Fazit und beschreibt Mafia 3 als »ambitionierten Rache-Thriller, den Open-World-Monotonie und technische Fehler immer wieder ausbremsen.«

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Nachdem Publisher Take-Two bereits vor einiger Zeit die negativen Wertungen kritisierte, sprach nun CEO Strauss Zelnick erneut über die eher mittelprächtigen Review-Ergebnisse von Mafia 3 (via DualShockers). Dabei ging er näher darauf ein, was er mit »Anomalien in den Bewertungssystemen« meinte:

"Um es klarzustellen, ich mäkele nicht herum. Wir nehmen sie so, wie sie sind. Aber ich beobachte, dass es ungewöhnlich ist, großartige Reviews von IGN und Forbes zu bekommen und dann ein paar schlechte Reviews, die die Wertung runterdrücken."

Auch Zelnick ist aufgefallen, dass die Spieler weniger den Schauplatz und die Atmosphäre von Mafia 3 bemängeln, das monotone Gameplay aber durchaus für einige Irritationen sorgt. Trotzdem sei man bei Take-Two stolz auf das gelungene Marketing, das schließlich zu mehr als acht Millionen verkauften Exemplaren geführt habe. Finanziell betrachtet sei das Gangster-Epos also durchaus ein beachtlicher Erfolg.

Dann sprach Zelnick noch über den Einfluss von Review-Aggregatoren. Auf Metacritic beispielsweise hält die PS4-Version von Mafia 3 momentan eine Durchschnittswertung von 69 Punkten bei 58 Kritikern, während die User mit einem Durchschnitt von 5,1 Punkten sogar noch härter mit dem Titel ins Gericht gehen. Auf Opencritic schneidet das Spiel mit aktuell 66 Punkten vergleichbar mittelmäßig ab. Solche Wertungsspiegel spielten zwar immer noch eine große Rolle für den Erfolg eines Spiels, jedoch schwinde ihre Bedeutung:

"Offen gesagt, wenn sie weniger zählen würden, wäre das gut für uns. Dann wäre es umso notwendiger, dass wir selbst die Geschichte erzählen und mehr Wert auf unser Marketing legen. Aber wir können daran nichts ändern, denn je mehr die Metacritic-Wertungen nicht dem entsprechen, was unsere Kunden tatsächlich empfinden, desto irrelevanter werden sie."

Innerhalb der Spieleindustrie verhielte es sich mit Wertungs-Aggregatoren ähnlich wie beim Theater, sagte Zelnick. Während sie im Filmbusiness nur manchmal eine Rolle spielen und in der Musikbranche gar keine, seien sie sowohl im Theater als auch bei Videospielen enorm wichtig. Trotzdem sollte man sie nicht immer für bare Münze nehmen:

"Wenn du Rezensenten auf Metacritic hast, die dich für alles angehen, was dir nicht ganz gelungen ist... dann reflektiert das nicht, was die Kunden beim Spielen fühlen und somit sind sie nicht hilfreich."

Und jetzt seid ihr gefragt: Wie hat euch Mafia 3 gefallen? Könnt ihr die mäßigen Wertungen nachvollziehen?

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