Fazit: Marathon im Test: Um diesen Shooter zu lieben, müsst ihr erst bereit sein, zu leiden

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Fazit der Redaktion

Tobias Veltin

Ihr merkt schon, Marathon und ich, wir mussten erstmal warm werden. Nach dem Server Slam hatte ich den Extraction-Shooter tatsächlich schon abgeschrieben. Doch je länger ich für den Test spielte, desto mehr Spaß machte es mir. 

Getragen wird das Spiel natürlich vor allem vom exquisiten Gunplay. Hier reiht sich Marathon nahtlos ins oberste Qualitätsregal ein, in dem schon die bisherigen Spiele von Bungie – Halo und Destiny – stehen. Kombiniert mit den coolen Fähigkeiten der einzelnen Runner-Klassen ergeben sich intensive und teilweise sehr spannende Runs, die meiner Meinung nach aber nur mit einem eingespielten Team wirklich glänzen können.

Bis dahin ist es aber ein steiniger Lernprozess. Marathon verbirgt seine Qualitäten hinter einem ziemlich mies designten Einstieg und einem abschreckenden User Interface und ich kann alle verstehen, die deswegen – und möglicherweise auch wegen des polarisierenden Grafikstils – das Weite suchen. 

Wer sich allerdings durchbeißt, kein Problem mit anfänglichen Frustmomenten und im besten Falle ein passendes Squad hat, wird mit einem enorm befriedigenden und intensiven Shooter belohnt, der zukünftig mit mehr Maps und Klassen zudem das Potenzial hat, noch besser zu werden. 

Maximilian Franke

Ich habe wirklich eine ganze Weile gebraucht, bis ich Marathon verstanden habe. Nachdem ich mich in den ersten Stunden noch über das verschachtelte Menü, zu starke Bots oder die rare Munition geärgert habe, hat es zum Glück irgendwann “Klick" gemacht.

Marathon ist kein Battle Royale-Shooter, in dem ich bei jedem Compound mit Waffen und nützlichen Items überflutet werde – und das will es auch gar nicht sein. Stattdessen musste ich umdenken. KI-Gegner sollten nur im Notfall bekämpft werden, ohne konkreten Plan sollte ich keinen Run starten und gute Vorbereitung ist das A und O.

Nach einiger Zeit ergab sich auf einmal ein stimmiges Bild: Ich habe mir jede Missionsbeschreibung genau angeschaut, kannte die Orte auf der Map ein wenig und kam sogar mit dem eigentlich wirklich gut durchdachten Menü wunderbar zurecht. 

Bungies spaßiges Gunplay, das mich schon in Destiny für tausende Stunden fesselte, tat sein Übriges.

Bis dahin war es allerdings ein langer Weg und ich kann total verstehen, wenn das viele Shooter-Fans abschreckt. Ich hoffe, dass genügend Leute dem Spiel eine Chance geben und die Einstiegshürden überwinden – für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt und ich werde Marathon nicht so schnell aus der Hand legen.

3 von 3



Kommentare(8)
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