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Mario Kart 8 Streckenpass-DLC im Test: Noch mehr vom Besten

Einer der besten Fun-Racer aller Zeiten bekommt bis Ende 2023 fast 50 neue Strecken spendiert. Wir sind die Pisten der ersten Welle gefahren und verraten euch, ob sich der DLC lohnt.

von Tobias Veltin,
21.03.2022 16:00 Uhr

Der Streckenpass-DLC für Mario Kart 8 Deluxe im Test. Der Streckenpass-DLC für Mario Kart 8 Deluxe im Test.

Obwohl Mario Kart 8 Deluxe bereits im Jahr 2017 erschienen ist, gehört der Titel noch immer zu den mit Abstand beliebtesten und bestverkauften Spielen auf der Nintendo Switch überhaupt. Wirklich verwunderlich ist es also nicht, dass Nintendo noch einmal Inhalte für den Fun-Racer nachschießt.

Und das gleich richtig: Mit dem kostenpflichtigen Booster-Streckenpass wird das Rennspiel bis Ende 2023 um satte 48 Kurse erweitert. In diesem Test-Artikel nehmen wir jede Release-Welle unter die Lupe und sagen euch, was die Kurse auf dem Kasten haben.

Warum keine Wertung?
Der Booster-Streckenpass lässt sich noch nicht abschließend bewerten, weil bislang nur ein Teil erhältlich ist. Dementsprechend gehen wir in diesem Test auf spielerische und technische Auffälligkeiten ein. Ende 2023 – wenn die letzte Streckenwelle veröffentlicht wurde – werden wir eine Wertung für den kompletten DLC nachreichen. 

Mario Kart 8-DLC: Erste Welle vom 18. März 2022

Das erste Streckenpaket von Mitte März 2022 enthält folgende zwei Cups mit insgesamt acht Kursen. In Klammern findet ihr jeweils das Spiel, aus dem der Kurs ursprünglich stammt, für Mario Kart 8 Deluxe neu aufgelegt wurde. übrigens auch bei den noch kommenden Wellen – nicht dabei, es handelt sich also ausschließlich um überarbeitete Kurse aus älteren Serienteilen.

Goldener Turbo-Cup

  • Paris-Parcours (Mario Kart Tour)
  • Toads Piste (Mario Kart 7)
  • Schoko-Sumpf (Mario Kart 64)
  • Kokos-Promenade (Mario Kart Wii)

Paris-Parcours Der Kurs durch die französische Hauptstadt führt unter anderem unter dem Eiffelturm entlang.

Toads Piste Diese Strecke erschien zuerst in Mario Kart 7 und führt durch ein Stadion.

Schoko-Sumpf Ein echter Klassiker vom N64, auf dem ihr unter anderem dicken Schokobrocken ausweichen müsst.

Kokos-Promenade Ein kunterbuntes Einkaufszentrum mit unterschiedlichen Etagen und Rolltreppen.

Glückskatzen-Cup

  • Tokio-Tempotour (Mario Kart Tour)
  • Pilz-Pass (Mario Kart DS)
  • Wolkenpiste (Mario Kart: Super Circuit)
  • Ninja-Dojo (Mario Kart Tour)

Tokio-Tempotour Auch auf der Tempotour verändert sich wie auf der Paris-Strecke der Kursverlauf.

Pilz-Pass Hier müsst ihr vor allem die Fahrzeuge im Blick behalten, die als mobile Hindernisse fungieren.

Wolkenpiste In luftigen Höhen befindet sich dieser Kurs, der zuerst für den DS-Teil Super Circuit erschien.

Ninja-Dojo Ebenfalls aus Mario Kart Tour entstammt diese Strecke, auf der ihr unter anderem Luftwirbel nutzen könnt.

Sämtliche DLC-Kurse sind in allen Modi verfügbar, also sowohl in Off- als auch Online-Rennen. Unter bestimmten Voraussetzungen müsst ihr den DLC sogar nicht einmal gekauft haben, um die neuen Strecken spielen zu können. Um zu den neuen Kursen zu gelangen, drückt ihr in der Cup-Übersicht einfach auf "L" oder "R".

Hier könnt ihr euch die Strecken der ersten DLC-Welle in Bewegung im Trailer anschauen:

Mario Kart 8 Deluxe: Launch-Trailer zum Streckenpass-DLC zeigt Pisten der ersten Welle 2:49 Mario Kart 8 Deluxe: Launch-Trailer zum Streckenpass-DLC zeigt Pisten der ersten Welle

Wie spielen sich die neuen Strecken?

Wir sind jede der neuen Strecken in diversen Cups und Zeitrennen gefahren und sind der Meinung, dass sich die neuen Kurse prima ins bisherige Kursangebot von Mario Kart 8 Deluxe einfügen. Spielerisch ändert sich natürlich im Vergleich zum Hauptspiel nichts, ihr müsst euch also nicht umstellen.

Trotzdem ist es sehr erfreulich, dass insbesondere die überarbeiteten Mario Kart Tour-Strecken einen Kniff ins Spiel bringen, den die Kurse des Hauptspiels so nicht zu bieten hatten. Wer den Mobile-Ableger noch nicht kannte, dürfte also überrascht werden.

Ein cooler Kniff: Denn in Tokio und Paris variiert der Streckenverlauf später im Rennen. Wo der Kurs in Paris zu Beginn des Rennens beispielsweise nach links abzweigt und direkt unter dem Eiffelturm herführt, geht es in der dritten Runde nach rechts und ausgedehnter zwischen Wohnhäusern entlang. Das kann dann sogar dazu führen, dass man anderen Fahrer*innen entgegen (!) kommt, wenn man einen gewissen Vorsprung hat.

Auf dem Paris-Kurs bekommt düst ihr nicht nur unter dem Eiffelturm her, sondern auch um den Arc de Triomphe herum. Auf dem Paris-Kurs bekommt düst ihr nicht nur unter dem Eiffelturm her, sondern auch um den Arc de Triomphe herum.

Auch der Pilz-Pass ist ein kleines Highlight der ersten DLC-Welle, denn hier gilt es zwischen fahrenden Autos den Überblick zu behalten und sich die ebenfalls bewegenden Item-Boxen zu schnappen. Das erinnert spielerisch etwas an die Toad-Autobahn, hier ist die Strecke aber etwas abwechslungsreicher angelegt und dementsprechend auch interessanter.

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Kokos-Promenade als absolutes Highlight

Den spielerisch besten Eindruck macht die Kokos-Promenade, die schon in Mario Kart Wii zu den beliebtesten Strecken zählte. Hier gibt es etliche Elemente, die zu spannenden Rennen führen können: Rollbänder mit wechselnden Laufrichtungen, unterschiedliche Ebenen und Abzweigungen, sowie viele Sprungmöglichkeiten machen die Kokos-Promenade auch in Mario Kart 8 Deluxe zu einem echten Streckenhit.

Welche Pisten weniger begeistern: Toads Piste aus Mario Kart 7 fällt dagegen in unserer Wahrnehmung etwas ab, denn der Streckenverlauf ist vergleichsweise kurz und langweilig, außerdem gibt es kaum optische Highlights oder nennenswerte Hindernisse. Und auch die Wolkenpiste mit ihren Schikanen in luftiger Höhe sieht zwar nett aus, mit der ähnlich klingenden Wolkenstraße gibt es im Hauptspiel aber eine deutlich attraktivere Alternative mit ähnlichem Setting.

Die Laufbänder in der Kokos-Promenade wechseln regelmäßig die Richtung. Die Laufbänder in der Kokos-Promenade wechseln regelmäßig die Richtung.

Apropos: Spielerisch handelt es tatsächlich um reine Portierungen, die Kurse wurden also nur optisch angepasst. Die Antigravitationsabschnitte wie auf den bisherigen Strecken sucht ihr im DLC also vergebens, was zwar schade, aber auch verschmerzbar ist, weil ihr diese Abschnitte in der Hitze der Rennen meist ohnehin nicht bemerkt.

Möglicherweise täuscht es, aber uns kam es in unseren Proberunden so vor, als würden auf den DLC-Strecken mehr stärkere Items getriggert. Als Führender schluckten wir in einem Rennen beispielsweise drei Stachi-Panzer und auch rote Panzer und Kettenhunde sahen wir gefühlt öfter als in den Rennen des Hauptspiels. Wie gesagt, das kann eine Täuschung sein, erwähnenswert finden wir es aber dennoch. 

Hier gibt es Mario Kart-Spaß zu kaufen

Gibt es grafische Unterschiede?

Schon im Vorfeld der Veröffentlichung gab es Diskussionen über ein mögliches Grafik-Downgrade der DLC-Kurse. Diese würden nicht auf einem grafischen Niveau wie die Pisten des Hauptspiels sein und dementsprechend lieblos portiert sein.

Nach ausführlicher Ansicht der acht Kurse können wir die Lieblosigkeit gar nicht und einen sichtbaren Unterschied nur stellenweise bestätigen. Es gibt definitiv Kurse, die optisch hinter das Hauptspiel zurückfallen. Auf Toads Piste sind die Texturen beispielsweise merkbar undetaillierter und wirken weniger plastisch, was sich zum Beispiel bei den Grasflächen beobachten lässt. Das gibt dem Spiel dort einen deutlich comic-mäßigeren Look.

Vor allem auf Toads Piste fallen die deutlich weniger detaillierten Texturen abseits des Asphalts auf. Vor allem auf Toads Piste fallen die deutlich weniger detaillierten Texturen abseits des Asphalts auf.

Andere Kurse wie etwa der Paris-Parcours oder das Ninja-Dojo könnten so auch im Hauptspiel erschienen sein, die Anmutung dieser Strecken unterscheidet sich kaum von den bisherigen. Ein wenig schade ist dagegen, dass bei einigen Details nicht genau hingeschaut wurde. Bei den Rennen durch den Schoko-Sumpf werden die Reifen der Karts und Motorräder beispielsweise nicht schmutzig – anders als beim N64-Original.

Die Unterschiede sind zwar auch bei der normalen Fahrt durch die Level sichtbar, da es aber im Spiel keine Möglichkeit gibt, Strecken direkt nebeneinander zu vergleichen und man sich während des Rennens ohnehin aufs Driften, den Item-Einsatz oder die anderen Fahrer konzentriert, ist dieser Punkt unserer Meinung nach vernachlässigbar. Insgesamt machen die DLC-Strecken einen ordentlichen optischen Eindruck, ohne dabei besonders hervorzustechen.

Noch mehr Infos zum Mario Kart 8 Deluxe-DLC findet ihr in unserer Übersicht:

Mario Kart 8 Deluxe-DLC: Alle Infos zum Booster-Pass, 48 Strecken und Release   91     2

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Fehlt noch irgendwas?

Der DLC heißt natürlich "Booster-Streckenpass" und es war klar, was wir bekommen. Nichtsdestotrotz hätten wir uns auch noch eine Handvoll neue Untersätze oder gar neue Fahrer*innen gewünscht. Denn so lässt sich auf den Kursen zwar mit Items und Abkürzungen herumprobieren, neue Charaktere hätten diesen “Toll und Neu”-Faktor allerdings noch einmal deutlich erhöht und dem DLC das Sahnehäubchen aufgesetzt. 

Auch auf den DLC-Strecken müsst ihr mit dem bereits bekannten Fahrer-Roster Vorlieb nehmen. Auch auf den DLC-Strecken müsst ihr mit dem bereits bekannten Fahrer-Roster Vorlieb nehmen.

Für wen lohnt sich der Booster-Streckenpass bislang?

Eigentlich für alle, die regelmäßig Mario Kart 8 Deluxe spielen. Denn der Streckenpass ergänzt die ohnehin schon umfangreiche Kursauswahl noch einmal deutlich, die Qualität der bislang verfügbaren acht Strecken ist dabei durchgehend gut bis sehr gut.

Und für die investierten 25 Euro (für den Einzel-Download des Streckenpass) hat man die Garantie, dass zukünftig noch 40 weitere Strecken kommen, die qualitativ mutmaßlich ein ähnliches Level haben. Wer also mehr Content für einen der besten Fun-Racer überhaupt will, kann und sollte hier in jedem Fall zuschlagen.

Pro
  • tolle Kursauswahl mit einigen Highlights
  • insgesamt gelungene Portierungen der Original
  • gewohnt hervorragende Spielbarkeit
Contra
  • grafisch teilweise etwas abgespeckt

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