Mass Effect Interview: Das wünscht sich Shepard für die Zukunft der Reihe

Passend zum N7-Tag haben Mark Meer und Jennifer Hale im Interview mit GamePro über ihre Lieblingsszenen der Trilogie gesprochen und was sie sich für die Zukunft von Mass Effect wünschen.

Jennifer Hale und Mark Meer haben mit GamePro über ihre Erfahrungen mit Mass Effect gesprochen. Jennifer Hale und Mark Meer haben mit GamePro über ihre Erfahrungen mit Mass Effect gesprochen.

Der N7-Day, der jedes Jahr am 7. November stattfindet, ist offizieller Mass Effect-Tag. Passende zum Anlass haben Jennifer Hale und Mark Meer, die englischen Originalstimmen von Commander Shepard, mit GamePro über die Bedeutung der Spiele, ihre liebsten Momente der Reihe und ihre Wünsche für die Zukunft von Mass Effect (Spoiler: Ein Musical ist involviert!) gesprochen.

Die Stimmen von Shepard sprechen über die Bedeutung von Mass Effect

Während die beiden Synchronsprecher*innen uns zwar nichts über die Zukunft der Mass Effect-Reihe (und ob sie als Shepard vielleicht sogar wieder involviert sind) verraten durften, konnten sie uns ein wenig über ihre Erfahrungen aus der Vergangenheit erzählen.

Auf die Frage hin, was Shepard als Charakter besonders macht, erklärten die beiden, dass es besonders der Einfluss von Shepard und der Mass Effect-Reihe ist, der ihnen im Gedächtnis geblieben sind. Für Jennifer ist vor allem die queere Repräsentation durch Shepard und die Reihe außergewöhnlich:

Für mich war es das Taboo um gleichgeschlecthliche Beziehungen zu brechen. Inzwischen ist es kein Taboo mehr, was großartig ist und ich liebe es. Ich glaube das Spiel [Mass Effect] hat seinen Teil dazu beigetragen in unserem Teil der Welt. Ich fühle mich geehrt ein kleiner Teil davon zu sein.

2007, als das erste Mass Effect erschien, war das ein riskanter Zug, der nicht von allen positiv aufgefasst wurde. Mark nannte die kontroverse Berichterstattung von Fox News als Beispiel, ergänzte aber, dass er sich ebenfalls darüber freue, dass es in Mass Effect 3 endlich möglich war, die gleichgeschlechtliche Beziehung zwischen einem männlichen Shepard und Kaidan zu zeigen. Für ihn ist besonders wichtig, was Shepard für viele Fans bedeutet:

Über die Trilogie haben Fans hunderte Stunden mit shepard verbracht und ihn oder sie verkörpert und da haben sie deine [Marks und Jennifers] Stimme als ihre Stimme gehört und dadurch haben sie sich unglaublich mit Shepard identifiziert. Ich weiß nicht ob es so eine Immersion mit einem Charakter vorher schon mal gab, besonders in einem RPG. Das gilt auch für die NSC-Charaktere, denn diese Beziehungen bedeuten Leuten viel.

Die beiden sprachen darüber, dass sie auch heute noch von Fans hören, wie viel ihnen Shepard bedeutet, oder dass die Trilogie ihnen durch eine schwere Zeit geholfen hätte.

Die Mass Effect-Trilogie steckt voller emotionaler Momente, die nicht nur den Fans viel bedeuten. Die Mass Effect-Trilogie steckt voller emotionaler Momente, die nicht nur den Fans viel bedeuten.

Auf die Frage, welche Szenen ihnen am meisten Spaß gemacht hätte, sprachen beide (Achtung, kleiner Spoiler für das Ende von Mass Effect 3) über eine Todesszene, wenn auch nicht ihre eigene. Für Mark war es der von Michael Sheen gesprochene Illusive Man:

Wir konnten zuschauen, wie er seine Todesszene als Illusive Man aufnahm. Wir waren auf der anderen Seite des Glases [der Aufnahmekabine] und er hat eine Apocalypse Now-Referenz mitten in seiner Rede gemacht. Er hat uns angeschaut und seine Hand ans Glas gelegt und gesagt "Der Horror...der Horror." Das war überhaupt nicht sein Satz, der ist aus Apocalypse Now, aber ich wusste es sehr zu schätzen.

Für Jennifer hingegen war es die Todeszene von Anderson. Normalerweise waren die Stimmen von Shepard die ersten bei der Aufnahme. In diesem speziellen Fall hatte Keith David (die Stimme von Admiral Anderson) seine Szene aber bereits eingesprochen, sodass Jennifer und Mark seine eingesprochenen Texte bei der Aufnahme ihrer Sätze hören konnten:

Für mich mit dem arbeiten zu können, was Keith schon geliefert hatte war außergewöhnlich und ich habe es absolut geliebt.

Die Zukunft der Mass Effect-Reihe?

Natürlich kamen wir trotzdem nicht umher, die beiden zu fragen, was sie sich für die Zukunft von Mass Effect wünschen, auch wenn es nichts mit den tatsächlichen Plänen von Bioware für die Reihe zu tun hat. Für Jennifer Hale bedeutete das groß zu träumen:

Ich will das Mass Effect-Musical wo Mark und ich siamesische Zwillinge sind und wir tauchen immer zusammen auf und singen lustige Songs und haben Spaß!

Mark hingegen will einfach mehr vom riesigen Mass Effect-Universum sehen und wünscht sich kleinere Stories:

Ich will einfach nur, dass diese welt fortgeführt wird, denn es ist so ein umfassendes Universum und es ist so viel Liebe in die Erschaffung und Vorgeschichte geflossen. Ich will möglichst viele Stories. Und ich hätte gern mehr Actionfiguren. Ich habe alle Mass Effect-Figuren und ich brauche mehr.

Als Vergleich nennt er The Mandalorian, was zwar im Star Wars-Universum spielt, aber sich auf kleinere Geschichten abseits der Jedis und Weltraumschlachten fokussiert

Ob so oder so ähnlich die Zukunft der Mass Effect-Reihe aussehen könnte, bleibt natürlich der Spekulation überlassen. Der nächste Teil der Reihe lässt uns in jedem Fall noch ein Weilchen warten, die Produktion könnte sogar erst 2023 beginnen. Der erste Teaser von 2020 gibt uns zumindest schon mal einen Hinweis auf das Schicksal von Shepard und einen Hinweis darauf, dass auch die Geschichte aus der Andromeda-Galaxie weitergeführt werden könnte.

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