Modern Warfare - Entwickler kürzten die beste Mission und das war gut so

Ursprünglich sollte eine der spannendsten Missionen des Spiels deutlich größer ausfallen. Doch die Entwickler entschieden sich aus bestimmten Gründen dagegen.

von Tobias Veltin,
20.02.2020 12:40 Uhr

Auch die Nachtsicht-Optik macht Clean House so spannend. Auch die Nachtsicht-Optik macht Clean House so spannend.

Die "Clean House" (dt. Stadthaus)-Mission gehört zu den absoluten Highlights von Call of Duty: Modern Warfare. Für viele ist sie gar die beste Mission der Kampagne. Und das aus mehreren Gründen.

Denn einerseits spielt sich die Mission angenehm anders, als man das normalerweise von Call of Duty gewohnt ist. In dem düsteren Stadthaus gibt es nur wenige Gegner, kaum Bewegungsfreiheit durch die eingeengten Korridore, keine fetten Explosionen und vor allem: bedächtiges Vorgehen.

Was andererseits zu einer enormen Spannung führt. Hinter jeder Tür kann ein Gegner lauern, Feinde, die sich vermeintlich ergeben haben, greifen nach einer Waffe, es gibt Unschuldige, darunter ein kleines Baby und weitere Elemente, die für eine dauerhafte Anspannung beim Spieler sorgen. Das alles quetscht Modern Warfare in eine zwar kurze aber unheimlich intensive Mission, die vielen im Gedächtnis geblieben ist.

Doch offenbar war Clean House ursprünglich in einer ganz anderen Version geplant. Das hat Gameplay Director Zeid Reike von Entwickler Infinity Ward in einem Interview mit Game Brain verraten.

So war "Clean House" ursprünglich geplant

Laut Reike war die komplette Mission deutlich länger. Man startete zunächst auf der Straße in einem Mannschaftstransportwagen, arbeitete sich durch eine Garage zu einem Aussichtspunkt vor, seilte sich dann zum Hinterhof des Hauses ab und auch das Haus selbst sollte deutlich größer sein.

Wer jetzt denkt: "Na ist doch super, wäre nur mehr von der intensiven Atmosphäre gewesen", sei aber gewarnt. Denn auch die Gegnermenge im Spiel war in der ursprünglichen Version drastisch höher, nämlich um ungefähr das dreifache.

Das Resultat: Clean House fühlte sich laut Campaign Design Director Jacob Minkoff mit den vielen Gegnern, die Deckung suchen, wie ein "normales" Call of Duty-Level an. Zudem war das Team mit den Fortschritten unzufrieden und bekam es nicht hin, dass das Level ordentlich funktionierte.

Also entschied man sich letztendlich, den Großteil der Mission einzukürzen und das Stadthaus deutlich kompakter zu gestalten und durch komplexeres Scripting und variantenreichere Missionen für Spannung zu sorgen.

Richtige Entscheidung

Und die Intuition war genau die richtige, wie die Beliebtheit der Mission deutlich unterstreicht. Wir zumindest wünschen uns zukünftig mehr CoD-Missionen im Stil von "Clean House".

Unseren Test zur Kampagne von Call of Duty: Modern Warfare könnt ihr hier lesen.

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