Pokémon GO - Rechtsstreit um Pokéstops geht zu Ende: Das ändert sich

Für Pokémon Go-Entwickler Niantic ist ein Rechtsstreit beendet. Das Ergebnis wird sich auf die Verteilung von PokéStops auswirken.

von Maximilian Franke,
09.09.2019 13:42 Uhr

Pokéstops werden in den USA zukünftig nach anderen Regeln verteilt. Pokéstops werden in den USA zukünftig nach anderen Regeln verteilt.

Für Pokémon Go-Spieler ist die Welt vor ihnen gepflastert mit Pokéstops. Seit dem das Mobile-Spiel 2016 erschienen ist, haben die allerdings hin und wieder für rechtliche Probleme gesorgt. Es kann nämlich passieren, dass die Stationen auf Privatgelände landen und Spieler dazu verleitet werden, Privatsphären anderer Menschen zu verletzen (via Pokémon GO Hub).

Genau deswegen wurde 2016 bereits kurz nach dem Release des Spiels eine Sammelklage von 12 Privatpersonen gegen Entwickler Niantic eingereicht, die fordert, dass das Unternehmen dagegen vorgehen soll. Immerhin möchte niemand, dass eine Gruppe Fremder durch den eigenen Vorgarten pilgert.

Pokéstops bekommen neue Regeln

Anfang des Jahres wurden die Verhandlungen beendet. Die Entwickler werden nun das Beschwerdesystem erweitern. Auch jetzt ist es bereits möglich, bestimmte Pokéstops zu melden, falls sie an einem ungeeigneten Ort liegen. Unter Umständen wird die Station daraufhin gelöscht.

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Besondere Orte auf der Map führen manchmal auch auf Privatgelände. Besondere Orte auf der Map führen manchmal auch auf Privatgelände.

Zukünftig verspricht Niantic, dass 95 aller Beschwerden in nur 15 Tagen bearbeitet werden sollen. Außerdem werden kommende Pokéstops nicht mehr in der Nähe von Einfamilienhäusern platziert. Dafür sorgt der neue Mindestabstand von 40 Metern.

Außerdem erhalten Park-Betreiber die Möglichkeit, Pokéstops zu bestimmten Zeiten zu deaktivieren. So können die Punkte beispielsweise nur dann aktiv sein, wenn der Park für Besucher geöffnet hat. Vor dem Start von Raids, die in größeren Gruppen absolviert werden, wird zudem ein Hinweis erscheinen, der die Spieler ermahnt sich rücksichtsvoll zu verhalten.

Zu guter Letzt kostet Niantic der beigelegte Rechtsstreit 4 Millionen US-Dollar. Davon werden allerdings fast ausschließlich die Gerichtskosten bezahlt. Die Kläger erhalten jeweils 1000 US-Dollar.

Gilt das auch für Deutschland?

Für den Moment gilt das Gerichtsurteil nur in den USA. Es ist allerdings durchaus möglich, dass Niantic die genannten Anpassungen an Pokéstops auch auf andere Länder, oder gar weltweit ausweitet. Damit könnte weiteren Klagen vorgebeugt werden. Bestätigt ist das allerdings noch nicht.

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