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Der erste Pokémon Schwert & Schild-DLC im Test: Viele Monster, wenig Inhalt

Der erste Pokémon Schwert und Schild-DLC Die Insel der Rüstungen ist da, bringt viele neue Taschenmonster, aber nur eine sehr kurze Story-Kampagne.

von Linda Sprenger,
19.06.2020 16:17 Uhr

Pokémon Schwert & Schild - Der Insel der Rüstungen-DLC im Test für Switch. Pokémon Schwert & Schild - Der Insel der Rüstungen-DLC im Test für Switch.

Mit die Insel der Rüstungen können wir uns ab sofort den ersten von insgesamt zwei DLCs zu Pokémon Schwert und Schild herunterladen. Wir haben und durchs neue Gebiet und durch die Story geschlagen und klären im Test, für welchen Trainer-Typen sich der Trip auf die Rüstungsinsel wirklich lohnt.

Alle neuen Inhalte des DLCs im Überblick

  • neues Gebiet "Insel der Rüstungen" und eine komplett neue Story-Kampagne samt Nebenaufgaben (Spiellänge circa 3 bis 4 Stunden)
  • neue Charaktere, unter anderem unser Mentor Mastrich und die Rivalen Sophora und Saverio
  • neues legendäres Pokémon Dakuma und dessen Entwicklung Wulaoso
  • über 100 wiederkehrende (alte) Pokémon, unter anderem Sichlor, Mewtu und mehr: Hier sind alle dazukommenden DLC-Pokémon in der Liste
  • neue Gigadynamax-Formen für die Starter
  • neue Outfits für unsere Trainerin/unseren Trainer
  • neue Anpassungsmöglichkeiten unseres Bikes

Was kostet der DLC? Die Insel der Rüstungen ist Teil des Erweiterungspass und kann nur zusammen mit dem zweiten Inhalt namens Schneelande der Krone erworben werden. Das Paket mit beiden Erweiterungen kostet derzeit im eShop der Nintendo Switch 29,99 Euro.

Wie starte ich den DLC? Wir können den DLC zu jeder Zeit starten, ganz egal wie weit wir in der Hauptstory vorangeschritten sind. Um zur Rüstungsinsel zu gelangen, müssen wir lediglich den Bahnhof in Brassbury aufsuchen und los geht das Abenteuer.

Vielseitige, aber matschige Open World

Nicht nur Graslandschaften bietet die Rüstungsinsel, sondern auch Höhlen! Nicht nur Graslandschaften bietet die Rüstungsinsel, sondern auch Höhlen!

Im Gegensatz zum Hauptspiel streifen wir im DLC nicht länger durch lineare Level-Schläuche, sondern stürzen uns in eine nahtlose Open World, in der wir die Kamera frei bewegen können. Die gesamte Rüstungsinsel ist jetzt im Grunde nämlich eine große Naturzone, die in Schwert und Schild ja lediglich aus einem begrenzten Areal bestand.

Damit lässt die Spielwelt des DLCs ein viel größeres Freiheitsgefühl aufkommen als zuvor. Anfangs denken wir gar nicht daran, sofort mit der neuen Story-Kampagne zu starten, sondern treten stattdessen erst einmal kräftig in die Pedalen unseres Rotom-Bikes, um die Insel ausgiebig zu erkunden.

Rein flächenmäßig fällt die Rüstungsinsel in etwa so groß wie die Naturzone des Hauptspiels aus, ist aber vielseitiger: Wir streifen durch weite Graslande und Strände, wagen uns in labyrinthische Höhlensysteme und schlagen uns durch eine riesige Wüste, in der Sandstürme toben und unsere Sicht einschränken.

So sieht die Map des DLCs aus. So sieht die Map des DLCs aus.

Schade nur, dass wir auf der Insel keine einzige neue Stadt auffinden. Wir besuchen lediglich das Dojo sowie die beiden Türme, in denen wir unseren neuen legendären Begleiter Dakuma entwickeln (dazu unten mehr).

Optisch ansprechend ist die Spielwelt ebenfalls nicht: Wie schon in der Naturzone von Schwert und Schild wirken die einzelnen Areale trotz frei herumlaufender Taschenmonster nur wenig lebendig, weil es an Details mangelt und Texturen zudem sehr matschig daher kommen. Das erkennen wir insbesondere an Felswänden, die eher wie braune Klumpen anmuten.

Der DLC besteht aus einer riesigen Naturzone, die trotz herumlaufender Pokemon aber eher leblos wirkt. Der DLC besteht aus einer riesigen Naturzone, die trotz herumlaufender Pokemon aber eher leblos wirkt.

Über 100 neue Pokémon

Immerhin sprechen uns die vielen Bewohner der Rüstungsinsel an: Überall treffen wir etliche altbekannte Pokémon, die mit dem DLC endlich zurückkehren und von uns geschnappt werden wollen. Pummeluff zum Beispiel, oder Sichlor, Tauros, Sterndu, Tangela und viele mehr.

Und ja: Bisasam und Schiggy haben es ebenfalls ins Spiel geschafft. Einen von den beiden Startern der ersten Generation bekommen wir im Laufe der Story geschenkt. Wir erinnern uns: Im Hauptspiel erhalten wir lediglich Glumanda, Fans der Schildkröte und des Knospen-Reptils wurden hingegen enttäuscht.

Schiggy oder Bisasam? Eines von den beiden dürfen wir uns im Laufe der Kampagne aussuchen. Schiggy oder Bisasam? Eines von den beiden dürfen wir uns im Laufe der Kampagne aussuchen.

Mit seinem riesigen Pool an Poké-Rückkehrern spricht der DLC insbesondere Fans der ersten Generation an und weckt von Anfang an Sammelleidenschaft. Nach und nach den Pokédex mit allen Monstern zu füllen, die wir im Hauptspiel so schmerzlich vermisst haben, entpuppt sich tatsächlich sogar als spaßigste Aufgabe innerhalb der gesamten Erweiterung. Denn in Sachen Story hat Die Insel der Rüstungen nur wenig zu bieten.

Mini-Story mit ganz viel Grind

Anders als im Hauptspiel besuchen wir im DLC keine Arenen, sondern stolpern durch die Türen des Dojos von Meister Mastrich, der uns als neue Schülerin aufnimmt und im Laufe der Kampagne mit neuen Aufträgen versorgt.

So läuft die Story ab: Im Dojo müssen wir unsere Kampfkünste unter Beweis stellen und nehmen als Lehrling das legendäre Kampf-Pokémon Dakuma unsere Fittiche, das den Dreh- und Angelpunkt der Story darstellt. Das klingt allerdings nach mehr als es letztendlich ist. Nach drei bis vier Stunden ist das Abenteuer vorbei.

Im Dojo erledigen wir lediglich drei kurze Story-Aufgaben: Unter anderem müssen wir drei entlaufene Flegmon einfangen und einen Kampf gegen unsere Schwert-Rivalin Sophora gewinnen (Saverio in Pokémon Schild).

Dakuma erhalten wir im Laufe der Story ebenfalls geschenkt. Dakuma erhalten wir im Laufe der Story ebenfalls geschenkt.

Haben wir das erledigt, kümmern wir uns für den Rest der Story um unseren süßen neuen Kampf-Kumpanen Dakuma. Wobei "kümmern" hier eher "stumpfer Grind" und "künstliche Spielzeitstreckung" bedeutet: Zunächst verbringen wir im Auftrag von Meister Mastrich nämlich rund eine halbe Stunde damit, unseren Freundschaftslevel für Dakuma zu erhöhen, indem wir kämpfen und fleißig Curry während des Poké-Campings kochen.

Anschließend benötigen wir zwei weitere Stunden, um unser Dakuma, das wir auf Stufe 10 erhalten, bis auf Level 70 (!) trainieren. Erst dann können wir die allerletzte Prüfung des DLCs problemlos bestehen. Die besteht daraus, dass wir uns mit unserem legendären Begleiter entweder durch den Turm des Unlichts oder durch den Turm des Wassers kämpfen. Je nachdem auf welchen Turm unsere Wahl fällt, entwickeln wir Dakuma an der Spitze zu einem Waluosu mit dem Typen Unlicht oder Wasser weiter. Danach kommt das große Finale, wo wir Hop noch einmal wieder treffen und eine Handvoll Kämpfe bestreiten. Und das war's im Grunde in Sachen Kampagne.

Die Insel der Rüstungen bietet zwar viele neue (altbekannte) Pokémon, darüber hinaus aber eben nicht viel. Die Insel der Rüstungen bietet zwar viele neue (altbekannte) Pokémon, darüber hinaus aber eben nicht viel.

Die kurze Story wäre weniger enttäuschend, wenn sie uns wenigstens spielerisch fordern würde: Level-Scaling gibt es nämlich nicht. Wie in der Naturzone des Hauptspiels wird das Level gegnerischer Pokémon von der Anzahl unserer Arena-Orden bestimmt. Haben wir das Spiel beendet, befinden sich die meisten Pokémon lediglich auf Level 60. Auch dann, wenn wir unsere Monster auf Level 70 oder 100 trainiert haben.

Da das Hauptspiel bereits seit November 2019 erhältlich ist, besitzen die meisten Trainer ein Team aus recht starken Pokémon, weshalb die meisten Kämpfe im DLC für sie eher langweilig ausfallen dürften. Es sei denn Endgame-Spieler erhöhen den Schwierigkeitsgrad künstlich, indem sie mit einem Trupp aus schwächeren Monstern losziehen.

Dröge Digda-Suche

Neben der Kampagne bietet der DLC eine Handvoll Nebenaufgaben. Beispielsweise haben sich überall auf der Rüstungsinsel insgesamt 151 Alola-Digdas verlaufen (oder eher vergraben), die wir finden müssen.

Insgesamt 151 Digdas wollen gefunden werden. Großen Spaß macht die Suche allerdings nicht. Insgesamt 151 Digdas wollen gefunden werden. Großen Spaß macht die Suche allerdings nicht.

Das erinnert vom Prinzip her an die Krogsamen aus Zelda: Breath of the Wild. Anders als die Waldgeister sind die Digdas allerdings nicht wirklich kreativ versteckt. Links Abenteuer zwingt uns bei der Krog-Suche immerhin ein wenig zum Umdenken, beispielsweise müssen wir einen Apfel an richtiger Stelle platzieren oder verdächtige Steine aus dem Weg schaffen. In Pokémon müssen wir hingegen lediglich stets nach drei blonden Digda-Härchen im Boden Ausschau halten, und das macht schon nach dem dritten Mal keinen Spaß mehr.

Nur für Poké-Sammler geeignet

Wer mit Die Insel der Rüstungen eine umfangreiche Story-Kampagne mit vielen Herausforderungen erwartet, wird enttäuscht werden.

Der DLC ist hingegen lediglich für all diejenigen Trainer interessant, die ihrer Sammelleidenschaft frönen wollen und sich 99+ Hyperbälle in die Taschen stopfen, um ihren Pokédex mit den vielen zurückkehrenden Pokémon zu füllen.

Einen Vorgeschmack auf den DLC gibt euch der Trailer:

Pokémon Schwert & Schild - Trailer zeigt mehr zum ersten DLC "Die Insel der Rüstung" 3:09 Pokémon Schwert & Schild - Trailer zeigt mehr zum ersten DLC "Die Insel der Rüstung"

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