PS Vita - Hardware, Modelle, Kosten

Zum Japan-Start der PlayStation Vita versorgen wir euch mit allen wichtigen Hardware-Fakten zu Sonys neuem Handheld. Lohnt sich der Import für Ungeduldige?

von Patrick Mittler,
19.12.2011 14:20 Uhr

Die gute Nachricht vorweg: Sowohl die PlayStation Vita als auch die Spiele haben kein »Regionlock«, ihr könnt euch also getrost eine japanische Konsole importieren und damit später auch hierzulande gekaufte Spiele zocken. Wie das allerdings mit Download-Inhalten aus dem PlayStation Network aussieht, muss sich erst im Detail noch zeigen. Klar ist bisher: Ihr könnt verschiedene PSN-Profile für die Regionen nutzen, jedes benötigt aber eine eigene Speicherkarte und beim Regionswechsel ist ein umständlicher Reset der Vita vonnöten. Was technisch in der PS Vita schlummert, wissen wir schon detaillierter. Also: Zahlen bitte!

Die PS Vita misst 182.0 x 18.6 x 83.5mm und wiegt 260 Gramm, ist also etwas größer und etwas leichter als die PSP. Das Button-Layout erinnert an die PSP, mit links einem D-Pad und rechts den üblichen PlayStation-Buttons. Die PS Vita verfügt aber über zwei Analogsticks, Ego-Shooter werden sich also besser steuern lassen. Besonders da sie etwas aus dem Gehäuse ragen so etwas griffiger wirken als etwa das Circle Pad des Nintendo 3DS. Ansonsten auf der Front: Start, Select, ein PS-Home-Button, zwei Stereo-Lautsprecher und ein integriertes Mikrofon.

PlayStation Vita - Hardware im Detail 16:39 PlayStation Vita - Hardware im Detail

Vorne und hinten gibt es jeweils eine Kamera – beide können Fotos machen und Videos mit 60 Bildern pro Sekunde und einer Auflösung von 640x480 Pixeln aufzeichnen. In der Mitte wird die PS Vita von einem fünf Zoll großen OLED-Touchscreen. Der hat eine Auflösung von 960 x 544 Bildpunkten und ist kapazitiv, ermöglicht also die Eingabe mit mehreren Fingern. An mehreren Stellen gleichzeitig dürft ihr auch am rückwärtigen Touchpad herumfingern. Beide Touch-Elemente werden ausgiebig von den Launch-Titeln genutzt ebenso wie die integrierte Sixaxis-Funktion (vergleichbar mit dem PS3 Sixaxis Controller). Am oberen Rand finden sich die obligatorischen Schulter-Trigger, der Power-Button und die Lautstärkeregelung.

Blick unter die Haube

In der PS Vita werkelt ein ARM Cortex-A9-Prozessor mit vier Kernen als CPU und ein SGX543MP4+-Prozessor mit ebenfalls vier Kernen als Grafikprozessor. Als Arbeitsspeicher gibt’s 512 MB RAM als Hauptspeicher und 128 MB VRAM als Nebenspeicher. Das ist viel Power für ein Handheld, beispielsweise hat die PS Vita deutlich mehr Arbeitsspeicher als die PlayStation 3, doch kommt die Leistung natürlich nicht an den großen Konsolenbruder ran. Der Nebenspeicher ist nämlich kleiner und auch die finale Taktung der Prozessoren ist noch nicht getestet.

PlayStation Vita - Unboxing-Video 7:07 PlayStation Vita - Unboxing-Video

Trotzdem zeigen Spiele wie Uncharted: Golden Abysseindrucksvoll, was optisch auf Sonys neuem Handheld möglich ist. Viel Rechenleistung schlägt nämlich auf die Laufzeit und die ist für Spieler sowieso schon an der Schmerzgrenze. Der Akku gibt drei bis fünf Stunden Spielzeit her oder fünf Stunden Video oder neun Stunden Musikhören (bei ausgeschaltetem Bildschirm), lässt sich aber zumindest wechseln. Zur kabellosen Anbindung an Internet und Peripheriegeräte schlummern in der PS Vita je nach Version WiFi (802.11 b/g/n), Bluetooth 2.1+DER und optional 3G. Die 3G-Variante kommt übrigens auch mit GPS, die WiFi-Variante ermöglicht die Navigation Wi-Fi-Location.

Reinstecken und Anschließen

Zwei Analogsticks, zwei Touch-Oberflächen: Die Vita bietet flexible Steuerung. Zwei Analogsticks, zwei Touch-Oberflächen: Die Vita bietet flexible Steuerung.

Die Spiele für die PS Vita werden auf speziellen Vita-Cards ausgeliefert, die ihr oben in das Gerät steckt, oder sind per Download erhältlich. An der Unterseite befindet sich ein Slot für Speicherkarten und die werdet ihr für viele Spiele oder Downloadgames brauchen. Der Knackpunkt der Memory-Cards ist der Preis. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich (4, 8, 6 und 32 GB) und Kosten je nachdem von umgerechnet 22 Euro für 4GB bis hin zu 90 Euro für 32GB.

Nicht gerade ein Schnäppchen im Vergleich mit anderen Memory-Sticks oder SD-Karten. Desweiteren finden sich an der PS Vita noch ein Steckplatz für eine SIM-Karte, einen Multifunktions-Anschluss (für USB-Datenkommunikation und das Ladegerät) und Audio-Anschlüsse für Kopfhörer und ein Mikrofon. Ein Video-Ausgang fehlt. Hierzulande wird die PS Vita am 22. Februar erscheinen und 249,99 Euro (WiFi-Variante) beziehungsweise 299,99 Euro (3G-Modell) kosten.

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