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Seite 2: Red Dead Redemption im Test - Go west, young man!

Spielwelt und Städte

Immer wieder entdeckt ihr auf der Übersichtskarte von New Austin Fragezeichen, oft weit abseits der Straßen. Wer jetzt einen Wegpunkt darauf setzt und sich vom Cowboy-GPS (funktioniert 1:1 wie das Navigationssystem in GTA IV) hinführen lässt, stößt auf einen so genannten Fremden. Das sind Nebencharaktere, auf die John oft mehrmals im Spiel trifft und die ihn um Hilfe bitten. Da ist zum Beispiel der New Yorker Reporter, den Marston immer wieder aus brenzligen Situationen raus hauen muss.

Im Inventar von Red Dead Redemption sammelt John wichtige Dinge wie das Lagerfeuer-Zubehör, Questbelohnungen und Beutegegenstände. [360] Im Inventar von Red Dead Redemption sammelt John wichtige Dinge wie das Lagerfeuer-Zubehör, Questbelohnungen und Beutegegenstände. [360]

Oder das Freudenmädchen Eva, die ihrem brutalen Zuhälter entkommen will und dabei Hilfe braucht. Oder der russische Einwanderer Sam, der auf dem Weg nach Kalifornien in der Wüste von New Austin strandet. Das Gemeine: Viele dieser Mini-Geschichten enden trotz euerer Hilfe mit dem tragischen Tod der Nebenfiguren -- das Leben im Westen ist eben hart und Red Dead Redemption zeigt das ungeschminkt. Immerhin bekommt John für seine Hilfe nicht nur Geld, sondern auch Ruf- und Ehrenpunkte.

Geld braucht Marston, um in den zahlreichen Läden von New Austin einzukaufen. Im General Store gibt es etwa Patronengürtel (höhere Munitionskapazität), Karten der Umgebung oder Besitzurkunden für Pferde (dazu später mehr). Der Arzt dagegen führt Medizin für Mensch und Gaul. Und der Waffenschmied hat diverse Knarren in der Vitrine. Die sind allesamt authentisch und im Vergleich zu modernen Waffen eher unspektakulär, erfüllen aber ihren Zweck. Wie groß das Angebot in den Läden ist, hängt von Marstons Ruf ab -- berühmte Leute haben eben mehr Auswahl als Nobodys.

Während nahezu alle besonderen Taten mit Rufpunkten belohnt werden, gibt’s Ehre nur für gute Werke. Sie ist vor allem dann wichtig, wenn ihr aus Versehen (oder absichtlich) doch mal ein Verbrechen begeht und etwa einen Unschuldigen erschießt. Ehrenhaften Helden lässt man so etwas eher durchgehen und das Begnadigungs-Geld (zu bezahlen an den Telegrafenstationen) fällt deutlich geringer aus.

Blutige Jagd

Die Hintergrundgeschichte von Red Dead Redemption ist voller Spannung, Dramatik und ungeahnter Wendungen. Verrat, Gier, Eifersucht, Patriotismus -- nahezu jedes Thema des Westerngenres wird aufgegriffen, die Entwickler zitieren hemmungslos und gekonnt entsprechende Filme. Wer jedoch das Herz des Spiels erleben will lässt die Story erst mal links liegen und erkundet einfach die riesige Welt. Egal ob in New Austin, Nuevo Paraiso in Mexico oder im nördlich gelegenen West Elizabeth -- die Vielfalt der Umgebung ist unglaublich.

John reitet durch Wälder von Saguaro-Kakteen, durch tief eingeschnittene Canyons, Sumpfgebiete, verschneite Wälder und wieder durch staubige Geröllwüsten. Rockstar hat es geschafft, nahezu alle markanten Landschaften Nordamerikas mit typischer Vegetation einzubauen und so miteinander zu verknüpfen, dass die Welt eben nicht wie ein Flickenteppich wirkt. Dazu kommen Tag-Nacht-Wechsel sowie beeindruckende Wettereffekte.

Bei Duellen in Read Dead Redemption markiert ihr im Dead-Eye-Modus den Gegner, um dann blitzschnell zu schießen. [360] Bei Duellen in Read Dead Redemption markiert ihr im Dead-Eye-Modus den Gegner, um dann blitzschnell zu schießen. [360]

Der Clou ist aber die lebendige Tierwelt: Es gibt Hasen, Kojoten, Wölfe, Rehe, Hirsche, Bären, Stinktiere, Wildschweine, Pferde, Geier, Krähen, Schlangen und viele Tierarten mehr. Sie alle kann John jagen und in einer ziemlich blutigen Animation häuten, um die Einzelteile (Felle, Hufe, Zähne etc.) dann im Laden zu verkaufen. Außerdem absolviert Marston so quasi nebenbei die Jagd- und Scharfschützen-Herausforderungen, die ihm Ruhm und somit neue Gegenstände bescheren. Das Inventar (noch eine Neuerung gegenüber GTA IV) ist übrigens unendlich groß, lästige Gewichtsbeschränkungen gibt es nicht. Es lohnt sich durchaus, zu Beginn des Spiels einige Stunden in Jagd und Kräutersammeln (nötig auch für manche Nebenaufgaben) zu investieren und somit für den Rest des Abenteuers alle Geldsorgen los zu sein.

Nebenmissionen

Spleenige Charaktere wie der reisende Quacksalber Nigel West Dickens versorgen euch mit Aufträgen in Red Dead Redemption. [360] Spleenige Charaktere wie der reisende Quacksalber Nigel West Dickens versorgen euch mit Aufträgen in Red Dead Redemption. [360]

Die Prärie ist groß und dünn besiedelt, trotzdem ist immer etwas los. Denn das Spiel sorgt dafür, dass ihr euch nie langweilt. Während John etwa eine Straße entlang reitet (da sind Pferde schneller als querfeldein), ruft ihn plötzlich ein Mann am Straßenrand zu Hilfe, sein Gaul wurde geklaut. Oder ein Sheriff will, dass ihr entflohene Gefangene einfangt. Oder eine hübsche Frau hat eine Kutschenpanne. Oder, oder, oder… Es gibt unzählige solcher zufälligen Mini-Missionen die ihr lösen könnt, aber nicht müsst. Allerdings dauert kaum eine der Aufgaben länger als eine Minute und natürlich gibt es wieder Geld, Ruf und Ehre als Belohnung.

Mal sehen, wir haben in diesem Text bereits die Fremden-Missionen geschildert, die Jagd, die Herausforderungen, das Kräutersammeln und die Mini-Aufgaben. Dabei könnte die Aufzählung der Nebenaufgaben noch über mehrere Absätze weiter gehen. Da wären zum Beispiel noch Kopfgeldmissionen, Duelle (inklusive Dead-Eye-Modus), Helden-Outfits, Schatzkarten, Gangster-Verstecke-Ausheben, Pokern, Würfeln, Hufeisenwerfen, Mustangs Zureiten und vieles, vieles mehr. Manche dieser Aktivitäten sind sehr gut gelungen (Pokern), manche weniger (Würfeln), sie alle im Detail zu beschreiben würde aber den Rahmen des Tests sprengen und euch außerdem die Freude am Entdecken nehmen.

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