Sifu ist ein Kung Fu-Rachefeldzug, bei dem jeder Tod zählt

Sloclap bietet mit Sifu nicht nur knallharte Kung Fu-Action, sondern auch die Singleplayer-Antwort auf ihren Vorgänger Absolver, die uns mit einem Alterungssystem anstachelt.

von Annika Bavendiek,
29.04.2021 10:00 Uhr

In Sifu starten wir als Kung Fu-Schüler, der mit jedem Tod altert. In Sifu starten wir als Kung Fu-Schüler, der mit jedem Tod altert.

Genre: Action Entwicklerteam: Sloclap Plattform: PS5, PS4, PC Release: 2021

Wer auf wuchtige und komplexe Nahkampf-Action steht, sollte jetzt aufpassen. Denn mit Sifu steht das nächste Kampfspiel von Sloclap auf dem Plan, in dem wir als Kung Fu-Kämpfer nicht nur die Fäuste fliegen lassen, um Rache an den Mördern unserer Familie zu nehmen. Damit uns das gelingt, ist es besonders wichtig, aus unseren Fehlern zu lernen. Wir erwachen nach einem Tod zwar wieder zum Leben, aber nicht ohne Folgen.

Was macht Sifu so besonders?

Alleine gegen alle

Im Fokus steht das anspruchsvolle Gameplay. Ähnlich wie im geistigen Vorgänger Absolver ist das Kampfsystem recht komplex. Wir müssen also bewusst kämpfen, da wildes Button-Mashing uns nicht weit bringen wird. Damit wird Sifu uns zwar auch Können abverlangen, sich aber auch umso befriedigender anfühlen, wenn wir die Techniken des aggressiven Pak Mei-Kung Fu meistern.

Die Feinde sind zwar in der Überzahl, wer die Techniken aber beherrscht, kämpft sich gekonnt durch den Korridor. Die Feinde sind zwar in der Überzahl, wer die Techniken aber beherrscht, kämpft sich gekonnt durch den Korridor.

Dabei greifen wir aber nicht nur auf unser Kung Fu-Können zurück, sondern nutzen auch die Umgebung zu unserem Vorteil. Kanten, Fenster und Objekte lassen sich zu improvisierten Waffen umfunktionieren. Darüber hinaus werden wir Fähigkeiten freischalten können, um so unseren Kämpfer weiter zu verbessern.

Das Ganze erleben wir dabei übrigens rein im Singleplayer. Hier unterscheidet sich Sifu gezielt von Absolver, das uns mit seinem Multiplayer-System (sofern nicht gezielt auf Offline gestellt) auch zufällig echte Gegner vor die Nase setzt.

Der Kampf gegen die Zeit

Unsere spielerische Entwicklung wird auch durch unseren Helden angedeutet, der als junger Kung Fu-Schüler startet und zum Meister (oder auch Sifu genannt) wird bzw. werden muss. Während wir uns mit jeder Menge Banditen und anderen Feinden prügeln müssen, sind wir gezwungen, aus unseren Fehlern zu lernen. Tun wir das nicht, halten wir nicht lange durch. Zum Glück erwachen wir aber dank eines magischen Anhängers nach einem Tod wieder zum Leben.

Das hat allerdings auch seinen Preis: Jeder Tod lässt uns altern, womit wir letztendlich Zeit verlieren, die wir für unseren Rachefeldzug brauchen. Wer ständig stirbt und nicht aus seinen Fehlern lernt, wird es womöglich nicht schaffen, die Familie zu rächen, bevor das Alter uns einen Strich durch die Rechnung macht.

Im Trailer bekommt ihr einen ersten Eindruck davon, wie sich Sifu mit dieser Mechanik spielt:

Sifu - Das Kung Fu-Spiel der Absolver-Macher ist ein Kampf gegen die Zeit 1:17 Sifu - Das Kung Fu-Spiel der Absolver-Macher ist ein Kampf gegen die Zeit

Für wen ist Sifu interessant?

Wenn Absolver und The Raid (2011) ein Kind hätten, würde es vermutlich Sifu heißen. Oder anders gesagt: Wenn ihr bereits mit dem letzten Sloclap-Titel etwas anfangen konnten bzw. euch mal wie in einem Martial Arts-Film fühlen wollt, dürftet ihr mit Sifu auf eure Kosten kommen.

Vorausgesetzt, es macht euch nichts aus, sich tief in die Kampfmechanik reinzufuchsen, um dem endgültigen Game Over zu entgehen. Ansonsten kann es vermutlich frustrierend werden, wenn ihr immer wieder komplett von vorne beginnen müsst.

GamePro-Einschätzung

Annika Bavendiek

Annika Bavendiek
@annika908

Nachdem bereits Absolver mit seinen authentischen Kämpfen begeistern konnte, stehen die Sterne gut, dass Sloclap uns auch bei Sifu nicht groß enttäuschen wird. Dafür liegt der Fokus einfach zu sehr auf dem Gameplay. Die Story scheint dagegen nur als roter Faden zu dienen, baut aber immerhin die interessante Alterungsmechanik durch den magischen Anhänger mit ein.

Wie groß der schmale Grad zwischen Kampf-Flow und Frustration aber sein wird, wird sich erst noch zeigen müssen. Aktuell gibt es dafür einfach zu wenige Informationen zum Spiel. Sicher ist aber, dass die Entwickler hier wieder eine spezielle Nische ansprechen wollen, für die der Titel voraussichtlich funktionieren wird.

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