Sony gibt Statement zur DRM-Kontroverse ab und bestätigt: Ihr müsst einmalig online gehen

Das Chaos rund um den neuen PlayStation-Kopierschutz für digitale Games scheint ein Ende zu haben. Sony erklärt in einem Statement, dass der Online-Checkin eigentlich nur einmal nötig sein sollte.

Wer mit seiner PS5 ausschließlich offline spielen will oder muss, bekommt wohl Probleme. Wer mit seiner PS5 ausschließlich offline spielen will oder muss, bekommt wohl Probleme.

Digital gekaufte Spiele bieten viele Vorteile, aber auch einige Nachteile: Ihr besitzt in der Regel lediglich die Lizenz für die Titel und mit der kann es Probleme geben. Zum Beispiel, wenn Sony neue DRM-Maßnahmen einführt, die euch zwingen, online zu gehen. Jetzt gibt es aber endlich etwas mehr Klarheit.

Sony gibt Entwarnung: Ja, ihr müsst online sein, aber nur einmal

Falls ihr überhaupt nicht mitbekommen habt, was eigentlich los ist, bringen wir euch kurz auf den neusten Stand. Sony hat für PS5 und PS4 eine neue DRM (Digital Rights Management)-Kontrolle eingeführt, die es zuerst so aussehen lassen hat, als müssten wir uns alle 30 Tage online anmelden, um die Titel weiterspielen zu können.

Video starten 17:30 15 Spiele, auf die ihr 2026 nicht mehr hoffen dürft

Zugriff auf die eigene, kostspielige Spiele-Bibliothek zu verlieren, ist natürlich keine schöne Aussicht und hat dementsprechend bei sehr vielen Menschen für große Aufregung und Befürchtungen gesorgt. Aber jetzt gibt es endlich ein offizielles Statement von Sony – das nicht nur von einem KI-Bot des Supports stammt (via GameSpot):

"Spieler können weiterhin wie gewohnt auf ihre gekauften Spiele zugreifen und diese spielen. Zur Bestätigung der Spielelizenz ist eine einmalige Online-Überprüfung erforderlich. Danach sind keine weiteren Überprüfungen mehr nötig."

Das heißt: Nein, ihr müsst euch nicht alle 30 Tage einmal online anmelden, um nicht den Zugriff auf eure Games zu verlieren.

Aber ja, ihr müsst durchaus erst einmal online einchecken, um kürzlich online gekaufte Spiele ohne Disc überhaupt zocken zu können. Danach soll das aber eben nicht mehr nötig sein.

Das klingt nach einem Problem, das in der Regel keins sein sollte: Wer sich Spiele als digitale Downloads kauft, muss sie ja sowieso zwangsläufig erst einmal herunterladen und ist dabei online. Wird dann das Spiel gestartet und einmal online gegengecheckt, ob alles passt, sollte ja alles laufen – danach dann auch offline.

Aber es kann wahrscheinlich immer noch zu Komplikationen kommen, wenn ihr ein Spiel beispielsweise extra neu heruntergeladen, aber nie gestartet habt. Beispielsweise, um euch auf den Urlaub in einer einsamen Berghütte vorzubereiten oder so, wo es kein Internet gibt. Also müsst ihr zukünftig wohl noch besser planen.

Weil sich Sony vor 13 Jahren massiv über den DRM-Fauxpas der Xbox-Konkurrenz lustig gemacht hat und jetzt selbst in ein entsprechendes Fettnäpfchen tritt, hagelt es natürlich Spott und Häme. Unter anderem hat sich zum Beispiel schon GameStop über das Chaos amüsiert und damit geworben, dass das Spielen bei GameStop (dank Games auf Discs) wirklich keine Grenzen habe.

Wieso das Ganze?

Das bleibt leider nach wie vor etwas unklar. Aber es wird davon ausgegangen, dass es sich bei der neuen DRM-Regelung um eine Maßnahme handeln könnte, die sich gegen Refund-Scams und ähnliches richten soll. Offenbar ist einfach etwas mit der Implementierung schiefgelaufen.

Wie geht ihr damit um, wie fühlt ihr euch dabei? Was haltet ihr davon, die Lizenz online überprüfen lassen zu müssen?


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