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Star Wars: Knights of the Old Republic im Test

Ein unmoralisches Angebot: Wollt ihr Sith-Lords werden? Und coole Tricks wie den berühmten Darth-Vader-Würger lernen? Oder lieber den Jedi vertrauen und euch mithilfe der Hellen Seite der Macht durchs Universum kämpfen?

von André Horn,
07.08.2006 15:16 Uhr

In Bayern warben die Grünen für die Landtagswahl mit dem Slogan »Wir zeigen’s der schwarzen Macht«. Da sich aber Edmund Stoiber wegen Frisur und Dialekt nicht so recht als fieser Dunkel-Jedi eignen will, sind Leute, die es der schwarzen Macht mal so richtig zeigen wollen, bei Knights of the Old Republic besser aufgehoben als beim Stimmzettel. Und gewählt werden darf auch: Wer schon immer eher mit dem Imperator als mit Luke Skywalker sympathisiert hat, kann sich mit den Sith verbünden und Jedis vermöbeln.

Von Baldurs Tor nach Dantooine

Knights of the Old Republic ist ein Rollenspiel, bei dem ihr einen Nachwuchs-Jedi durch eine umfangreiche Welt lenkt. Die Entwickler von Bioware haben sich im PC-Lager mit 2D-Rollenspielen wie Baldur’s Gate oder Icewind Dale einen Namen gemacht und bewiesen, dass sie gute Geschichten erzählen können. Baldur’s Gate 2 war ihr bisheriger Höhepunkt; PC-Spieler lobten vor allem die Interaktion mit den vielen anheuerbaren Charakteren, das gute Kampfsystem und die Möglichkeit, fast alle Situationen im Spiel auf mehrere Arten angehen zu können. Knights of the Old Republic übernimmt diese Stärken, baut sie weiter aus und überträgt das Ganze in eine schöne 3D-Umgebung. Und das auch noch im beliebten Star-Wars-Universum!

Die Charakterfrage

Wie im PC-Spiel Baldur’s Gate 2 steht zu Beginn des Spiels das Erschaffen des Charakters nach den D&D-Regeln an. Ihr wählt aus drei Klassen (Gauner, Soldat, Scout) einen männlichen oder weiblichen Vertreter aus und tunt ein bisschen am Aussehen. Dann verteilt ihr Punkte auf die sechs Attribute Stärke, Geschick, Intelligenz, Weisheit, Verfassung und Charisma, wobei jeder Wert auf bestimmte Fähigkeiten Boni gibt: Stärke ist gut für Lichtschwert-Schwinger, Verfassung sorgt für Hitpoints, Weisheit verbessert die Beherrschung der Macht. Als nächstes wollen die Fertigkeiten festgelegt werden, da entscheidet ihr euch für Schwerpunkte bei Dingen wie Computer-Bedienung, Schleichen oder Heilen. Dann folgen noch Talente (etwa »Kritischer Schlag« oder »Mit zwei Waffen kämpfen«) und ein möglichst eindrucksvoller Name, schon ist der Charakter fertig und bereit, die Welt zu erobern. Jedi-Tricks lernt der Jungrecke erst später, zu Beginn weiß er nichts über die in ihm schlummernden Kräfte.

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