Fazit: The Blood of Dawnwalker im Test: Der nächste Open World-RPG-Hit von ehemaligen Witcher-Entwicklern

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Fazit der Redaktion

Samara Summer

The Blood of Dawnwalker macht irgendwas mit mir. Das Autorenteam hat ein Talent dafür, die Essenz und Eigenheiten der Figuren in nur wenigen gemeinsamen Quests zu destillieren. Ich weiß jetzt schon, dass mir manche Szenen und Dialoge noch lange nachhängen werden.

Das liegt zum einen am cleveren Writing, aber auch an der gekonnten Inszenierung. Wenn sich in blutbesudelten, schummrigen Räumen hitzige Diskussionen entspinnen, hat mich das Wie oft noch mehr begeistert als das Was. 

Die Open World fühlt sich da im Vergleich dann aber eher “blutleer” an. Noch ein Bär, zehn weitere Wölfe und wieder Geister kloppen an einem Steinkreis für ein bisschen Loot. Da habe ich die Eigenständigkeit vermisst, die das Team in anderen Bereichen an den Tag legt.

Trotzdem: Nachdem ich mehrere Enden gesehen habe, will ich einerseits am liebsten direkt in den nächsten Teil starten, andererseits auch einfach noch etwas länger in den mittelalterlichen Karpaten verweilen.

Stephan Zielke
@gamingundkatzen

Nach dem doch eher enttäuschenden Vampire: The Masquerade – Bloodlines 2 letztes Jahr hatte ich etwas die Hoffnung aufgegeben, in nächster Zeit noch ein tolles Vampir-Spiel zu bekommen. Und dann kommt The Blood of Dawnwalker und wird zu einem meiner Highlights in diesem Jahr.

Dabei hatte ich große Bedenken. Zeitlimits sind für mich normalerweise ein echtes Ausschlusskriterium bei Games. Doch Dawnwalker ist nicht nur einer der seltenen Fälle, in denen der Zeitdruck für mich funktioniert, sondern nutzt ihn auch als interessante Spielmechanik. Quests erhalten dadurch ganz neue Dynamiken und Lösungsmöglichkeiten, ohne meine Lust am Erkunden einzuschränken.

Doch das Beste an Dawnwalker sind die Story und die fantastisch geschriebenen Charaktere. Ich bekam unerwartete Wendungen, gefühlvolle Momente und ein paar der besten Dialoge der letzten Jahre in einem Videospiel. Dawnwalker bekommt ein Kunststück hin, das viele andere Storys vermissen lassen: eine Geschichte, die aus den Motivationen ihrer Charaktere entsteht, statt die Charaktere einfach der Handlung unterzuordnen. Dadurch bekam ich eine unfassbar glaubhafte Welt, in der ich mich richtig verlieren konnte.

Leider kann nur die Open-World nicht ganz mithalten. Fehlende Gegnervielfalt oder sich wiederholende Nebenmissionen ziehen den Gesamteindruck etwas runter, so dass es nicht ganz zum Meisterwerk gereicht hat.

Was Rebel Wolves hier aber mit einem kleinen, neuen Team gebaut hat, kann sich wirklich sehen lassen. Und ich bin sehr gespannt, was wir von diesem Entwickler in den nächsten Jahren zu sehen bekommen.

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Kommentare(17)
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