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The Last of Us: Diese Momente gehen uns nicht mehr aus dem Kopf

Aktuell können PS Plus-Besitzer gratis auf The Last of Us Remastered zugreifen. Wir verraten euch, welche Momente des Spiels uns damals ganz besonders mitgenommen haben.

von Redaktion GamePro,
05.10.2019 12:00 Uhr

Ellie und Joel kehren zurück - und deswegen denken wir in diesem Artikel an ihre erstes, gemeinsames Abenteuer zurück. Ellie und Joel kehren zurück - und deswegen denken wir in diesem Artikel an ihre erstes, gemeinsames Abenteuer zurück.

Nach langer Durststrecke gab es jetzt jede Menge Neuigkeiten für Fans von The Last of Us. So haben wir nicht nur neues Gameplay zu The Last of Us: Part 2 gesehen, sondern durften endlich auch einen Blick auf Joel werfen, der in Teil zwei wieder zurückkehren wird.

Und dann gab es sogar noch die Ankündigung, dass The Last of Us Remastered als Gratis-Spiel für PS Plus-Abonnenten zu haben sein wird. Die perfekte Gelegenheit also, noch einmal in uns zu gehen, und über die Momente von Naughty Dogs Klassiker nachzudenken, die uns am meisten berührt haben.

Achtung! Natürlich werden hier auch Spoiler besprochen!

Das sind unsere liebsten Momente aus The Last of Us

Max denkt an die Hirschjagd mit Ellie

Nach einem schicksalhaften Ereignis endet ein spannendes Kapitel nicht nur mit einem Cliffhanger. Naughty Dog steckt uns nach einer Schwarzblende auch zum ersten Mal in die Rolle von Ellie, die sich im Winter allein mit dem Bogen auf die Jagd begibt. Von Joel fehlt jede Spur. Diese Sequenz ist gleich aus mehreren Gründen cool. Zum einen ist sie sehr ruhig. Nach den aufreibenden Minuten kurz vorher wirkt diese Stille umso stärker und senkt den Puls, was sich sehr angenehm anfühlt!

Zum anderen ist diese Ruhephase auch inhaltlich sinnvoll, denn sie gibt uns Zeit zum Nachdenken. Wo ist Joel? Was ist in der Zwischenzeit passiert, immerhin liegt Schnee und es müssten einige Monate vergangen sein? Noch dazu führt die Jagd am Ende auch einen neuen Charakter ein, der später sehr wichtig wird. Alles in allem ist mir die Szene sehr gut in Erinnerung geblieben, weil sie emotional und spielerisch perfekt gepasst hat

Dennis hat noch immer die Tode von Henry und Sam im Kopf

Was ist schwerer, als seinen eigenen kleinen Bruder zu töten, um ihn von seinen Qualen zu erlösen. Selbst heute, bei der bloßen Erinnerung an die Tode von Henry und Sam, steckt mir sofort ein dicker Kloß im Hals, so emotional war die Szene.

Hatten Ellie und Sam am Abend zuvor noch miteinander gesprochen, sie ihm das Spielzeug überreicht und wir als Spieler konnten eine engere Verbindung mit dem Jungen aufbauen, war sein Tod am Ende der Szene gewiss. Die Bisswunde am Bein konnte nur seinen baldigen Tod bedeuten. Dass dieser dann so dramatisch ausfällt und auch das Ende von Henry bedeutet, war mir zu dem Zeitpunkt aber nicht bewusst, der Schock umso heftiger.

Linda wird die Giraffen wohl niemals vergessen

The Last of Us entführt uns in eine düstere Welt, in der alles verloren scheint. Eine Welt, die sowohl die Helden Joel und Ellie als auch uns Spieler selbst von einer Horror-Situation in die nächste jagt.

Und doch gelingt es Naughty Dog während des Spiels immer wieder, derartige Momente der Angst und Anspannung aufzulockern. Durch Szenen, die uns kurz mal durchatmen lassen. Wenn auch nur für ein paar Minuten. Die Begegnung mit den Giraffen im Frühlings-Kapitel ist so eine Szene.

Joel und Ellie befinden sich fast am Ende ihrer Reise, als sie in Salt Lake City auf eine Herde lebender Giraffen treffen. Die Szene ist mir so sehr im Kopf geblieben, weil die Tiere in so einem starken Kontrast zur brutalen Endzeitwelt und den traumatischen Erlebnissen der beiden Hauptfiguren stehen.

Die Giraffen symbolisieren Ruhe und Frieden, während Joel und Ellie ständig ums Überleben kämpfen. Und viel wichtiger noch: Die Tiere zeigen, dass es zwischen Tod und Verderben irgendwo noch Hoffnung gibt.

Hannes konnte die schwere Verletzung von Joel fast selbst spüren

The Last of Us hat viele Momente, bei denen man am liebsten gar nicht hinschauen würde. Und die Verletzung, die sich Joel im Spielverlauf zuzieht, gehört definitiv dazu. Aber diese Szene ist nicht nur deswegen so intensiv, weil es schlicht brutal ist, wie Joel von einer Stahlstange durchbohrt wird.

Denn mit dieser Verletzung ändert sich das komplette Spiel. War Joel vorher der selbsternannte Beschützer von Ellie, ist er nun selbst hilflos und für uns als Protagonist urplötzlich unbrauchbar. Wie aus dem Nichts müssen wir mit dieser neuen Situation jetzt umgehen, genau wie Ellie, die jetzt die Führung übernehmen muss. Zwar halten wir noch ein bisschen durch, aber spätestens als Joel vom Pferd fällt, wird The Last of Us auf den Kopf gestellt.

Wie unvorbereitet Ellie auf diese Situation ist, merken wir deutlich daran, wie sie den bewusstlos werdenden Joel ständig fragt, was sie nun machen soll. Doch diese Frage kann Ellie nicht mehr beantworten und das ist dann der Moment, der die Selbstständigkeit von Ellie begründet, auf der The Last of Us: Part 2 nun aufbauen wird.

Ann-Kathrin hat Bill ins Herz geschlossen

Relativ am Anfang des Spiels brauchen Joel und Ellie ein Auto und suchen deswegen Joeals alten Geschäftspartner Bill auf. Der ist der letzte Mensch in Lincoln und ist dementsprechend paranoid: Sein gesamtes Haus ist von Fallen, Stolperdrähten und Tretminen umgeben. Auf den ersten Blick ist Bill noch miesepetriger als Joel und dreimal so misstrauisch, außerdem scheint er grundlos die Einsamkeit gewählt zu haben.

Aber je mehr Zeit wir mit Bill verbringen, desto mehr wächst er uns ans Herz, unter anderem weil seine Streitereien mit Ellie wirklich lustig sind. Aber auch, weil wir seine Geschichte erfahren. Bill war nicht immer allein. Früher hatte er einen Partner, Frank, den er wirklich geliebt hat.

Bills Schauspieler ist übrigens W. Earl Brown, den ihr vielleicht schon in Deadwood, Preacher oder True Detective gesehen habt. Bills Schauspieler ist übrigens W. Earl Brown, den ihr vielleicht schon in Deadwood, Preacher oder True Detective gesehen habt.

Gemeinsam versuchten sie, nach dem Ausbruch der Infektion in Lincoln zu überleben, doch irgendwann verließ Frank ihn, ohne Grund und ohne eine Chance auf einen Abschied. Kein Wunder also, dass Bill niemandem mehr traut, wenn ihn sogar sein Partner mitten in der Apokalypse verlässt.

Später finden wir Frank: Er hatte sich infiziert und beschlossen, sich zu erhängen. Bill findet seine Leiche und einen Abschiedsbrief, in dem seine große Liebe ihm sagt, wie sehr er ihn gehasst hat. Alles in allem gehört Bill wohl zu den Menschen, denen das Leben keine andere Chance gelassen hat, als hart zu werden, weil es ihm einen Schicksalsschlag nach dem anderen direkt in die Magengrube verpasst.

Aber unter Bills Grummelei und Misanthropie stecken Verletzlichkeit und die Angst vorm Verlassen werden, die bisweilen so deutlich hervorblitzen, dass der alte Miesepeter auch nach Jahren noch im Gedächtnis bleibt.

Was waren für euch die stärksten Momente in The Last of Us?

The Last of Us: Part 2 - Anspielfazit: Wieso uns das PS4-Spiel so mitnimmt 6:00 The Last of Us: Part 2 - Anspielfazit: Wieso uns das PS4-Spiel so mitnimmt


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