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Seite 2: The Legend of Zelda: Twilight Princess HD im Test - Wir abenteuern uns 'nen Wolf

Die Zelda-Formel

Doch die Sahnestücke eines jeden Zelda-Spiels sind natürlich die Dungeons. Wenn es eine Ubisoft-Formel für Open-World-Spiele gibt, dann gibt es auch eine Zelda-Formel: In jedem Dungeon erobert unser grün gewandeter Held eine besondere Waffe, die ihm beim Weiterkommen ungemein nützlich ist.

Die Steuerung ist schnell erlernt: Das Kampfsystem hat eine praktische Lock-on-Funktion. Die Steuerung ist schnell erlernt: Das Kampfsystem hat eine praktische Lock-on-Funktion.

Ein Beispiel: Im Lavatempel gibt es einen Bogen zu entdecken. Der ist nicht nur praktisch, wenn es darum geht, Gegner aus sicherer Entfernung aufs Korn zu nehmen, sondern hilft auch bei der Lösung von Rätseln. So kann Link von Weitem Schalter auslösen, um etwa Türen zu öffnen. Oder er schießt auf die Laserstrahl sprühenden Augen besonderer Steinblöcke, damit er sie gefahrlos ziehen oder schieben kann .

Nach und nach sammelt sich so ein beachtliches Arsenal an, das in späteren Dungeons geschickt kombiniert werden muss, um die teils richtig kniffligen Mechanismen zu knacken, die Link am Weiterkommen hindern sollen. Zudem wartet in jedem Labyrinth ein mächtiger Bossgegner, für dessen Erledigung die jeweils neu gefundene Waffe wie maßgeschneidert ist.

Schade, dass Twilight Princess gerade hier zu den weniger herausfordernden Zeldas zählt. Die Bosse sind meist im Handumdrehen besiegt, wenn man den Dreh einmal raus hat. Und nicht nur die: Auch normale Gegner stellen eher selten eine echte Gefahr dar.

Einmal per Tastendruck in den Fokus genommen, teilt Link mit Schwert oder Fernwaffe ordentlich aus oder tänzelt behände um sie herum, um ihren Schwachpunkt zu attackieren. Das funktioniert auch im Wolf-Modus, doch dann ist die Waffenauswahl logischerweise auf dessen Reißzähne reduziert. Im Gegensatz zum Original wird die Wiimote dabei nicht unterstützt.

Waffenschiebereien

Apropos Waffenauswahl: Um das wachsende Arsenal komfortabel zu managen, kommt der Bildschirm des GamePads ins Spiel. Statt jedes Mal ins Pausemenü schalten zu müssen, wenn ein Wechsel ansteht, lassen sich die drei verfügbaren Item-Tasten mit einem Fingerwisch bequem über den Touchscreen belegen.

Berittene Gegner: Auch von Eponas Rücken aus muss Link ordentlich die Klinge schwingen. Berittene Gegner: Auch von Eponas Rücken aus muss Link ordentlich die Klinge schwingen.

Das gilt nicht nur für die Waffen, sondern natürlich auch für die zahlreichen Gegenstände, die Link unterwegs erhält. Mit den Eisenstiefeln kann er beispielsweise unter Wasser laufen oder an magnetischen Flächen über die Decke spazieren. Auch diese Items müssen auf eine Taste gelegt werden, um sie einsetzen zu können.

Im Originalspiel kam es deshalb gerade im späteren Spielverlauf immer wieder zu wahren Wechselorgien aus Spiel - Pausebildschirm - Spiel. Da ist die Wii-U-Version eine wahre Wohltat, wenn man nicht gerade mit dem Pro-Controller spielt, was optional auch möglich ist. Damit ist zwar die Steuerung unseres Helden etwas angenehmer, doch entfällt eben der Komfort des zweiten Bildschirms. Gerade in Sprungpassagen ist der präzisere Pro-Controller allerdings die bessere Wahl, denn die leicht schwammige Steuerung des GamePads führt schnell mal zu Fehlhüpfern.

Kantige Märchenwelt

The Legend of Zelda: Twilight Princess war bei seinem Erscheinen für die Wii vor knapp neun Jahren ein wundervolles Erlebnis, und daran hat sich nichts geändert. Obwohl die Dungeons samt Bossgegnern ruhig etwas herausfordernder sein könnten, lässt einen das Spiel nach kurzer Eingewöhnung nicht mehr los.

Die Eisenstiefel ermöglichen es uns, auf magnetischen Flächen wortwörtlich an die Decke zu gehen. Die Eisenstiefel ermöglichen es uns, auf magnetischen Flächen wortwörtlich an die Decke zu gehen.

Es ist nicht die Geschichte und es sind auch nicht die Kämpfe, die vor den Fernseher fesseln, sondern die zeitlos gute Spielmechanik mit ihren Rätseln und den versteckten Bereichen. Das Erkunden der Dungeons zieht den Spieler dermaßen in das Spiel hinein, dass an einen Abbruch mitten in einem der Labyrinthe eigentlich nie zu denken ist - auch wenn der Abend schon weit fortgeschritten ist und man es eigentlich besser wissen müsste.

Doch wie schlägt sich das neun Jahre alte Spiel technisch? Gar nicht mal schlecht! Zwar wurde an der Geometrie der Polygone nichts geändert, was zu teilweise ziemlich eckigen Figuren und Umgebungsdetails führt, doch Nintendo gelingt es, diesen Makel durch die Texturen einigermaßen zu kompensieren.

Im direkten Vergleich mit dem GameCube- bzw. Wii-Original fällt auf, dass einstmals matschige Oberflächen nun richtig detailliert ausfallen. Hier wurde nicht nur die Auflösung von ehemals 480p auf 1080p erhöht, sondern die Polygontapeten wurden ähnlich wie bei Sonys Uncharted: The Nathan Drake Collection für die PS4 tatsächlich noch einmal ordentlich überarbeitet.

Schade, dass die eigentliche Spielwelt an manchen Stellen nicht ganz mit dem neuen Anstrich mithalten kann: Die weite Ebene von Hyrule ist zwar bestens geeignet, mit Pferd Epona darauf herum zu galoppieren, doch letztlich ist sie vor allem leblos. Es tauchen zwar immer wieder Gegner auf, doch ansonsten wird hier außer weiter Landschaft nichts geboten.

Da merkt man ganz deutlich das Alter des Spiels. Zelda-Fans, die Twilight Princess weder auf dem GameCube noch der Wii erlebt haben, sollten sich davon aber nicht abschrecken lassen. Trotz kleiner spielerischer Schatten gehört das Action-Adventure definitiv zu den Spielen, die man als Fan des Genres unbedingt kennen sollte.

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