The Witcher - Buchautor erhält mehr Geld von CD Projekt, aber weniger als gefordert

Andrzej Sapkowski hatte die Witcher-Rechte zu billig verkauft und Nachzahlungen gefordert. Jetzt hat er sich mit CD Projekt Red geeinigt.

von Maurice Weber,
05.02.2019 16:00 Uhr

Andrzej Sapkowski ist mit CD Projekt Red zu einer Übereinkunft gekommen.Andrzej Sapkowski ist mit CD Projekt Red zu einer Übereinkunft gekommen.

Für gerade mal 8.000 Euro hatte Andrzej Sapkowski die Spielerechte an seinen Witcher-Büchern ursprünglich verschachert - im Nachhinein erschienen ihm 14 Millionen deutlich angemessener.

Nun soll er laut der polnischen Nachrichtenseite Puls Biznesu tatsächlich eine weitere Zahlung von CD Projekt Red erhalten, allerdings keine 14 Millionen. Er habe sich mit den Entwicklern einvernehmlich geeinigt und werde nun mehr Geld als Anerkennung für sein Werk bekommen. Die genaue Summe oder die Details der Vereinbarung sind aber noch nicht bekannt.

Die verzwickte Geschichte der Witcher-Rechte

Sapkowski hatte im Oktober 2018 Nachzahlungen von CD Projekt gefordert. Er berief sich unter anderem auf eine Besonderheit des polnischen Urheberrechts. Demnach kann ein Urheber selbst bei einem eigentlich gültigen Vertrag nachträglich mehr Geld erhalten, wenn sich ein zu großer Unterschied zwischen dem ursprünglichen Verkaufspreis und dem Nutzen des Käufers herausstellt.

8.000 Euro sind neben dem riesigen Erfolg der Witcher-Spiele eine geradezu läppische Kleinigkeit. Es bleibt aber offen, ob ein Gericht das tatsächlich anerkannt hätte. Nachdem sich beide Seiten nun geeinigt haben, wird es dazu nun wohl sowieso nicht mehr kommen.

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Als er die Witcher-Rechte damals verkaufte, glaubte Sapkowski nicht an den Erfolg der Spiele. CD Projekt hatte ihm sogar eine prozentuale Gewinnbeteiligung angeboten, aber er wollte lieber eine feste Summe sofort ausbezahlt kriegen. Heute bereut er das: "Es war dumm", erklärte er 2017 in einem Interview mit Eurogamer. "Aber wer hätte diesen Erfolg schon vorhersehen können. Ich nicht."

Inzwischen weiß er's vermutlich besser, für die Rechte der Netflix-Serie hat er höchstwahrscheinlich um einiges mehr bekommen. Daran ist er auch als Ratgeber beteiligt: "Ich stelle sicher, dass Ed Sheeran nirgends singt".

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