Virtual Reality - Franchises, für die wir uns VR-Spiele wünschen

Virtual Reality ist hier und befindet sich dank PlayStation VR mittlerweile auch in erstaunlich vielen Wohn- und Spielzimmern. Grund genug für uns, eine kleine Wunschliste zu schreiben und euch zu verraten, zu welchen Franchises wir uns gerne VR-Spiele wünschen würden.

von Dom Schott,
26.10.2016 10:00 Uhr

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Spätestens mit PlayStation VR ist die virtuelle Realität bei uns angekommen und hat so einige Launch-Titel im Gepäck. Die vielzitierte Killer-App fehlt allerdings noch. Möglicherweise könnte dieser Titel aus einer der Spiele-Reihe hervorgehen, die wir bereits von klassischen Nicht-VR-Spielen kennen? Höchste Zeit also, den Wunschzettel auf den Tisch zu knallen und euch die Franchises zu nennen, von denen wir gerne VR-Spiele haben würden.

Tim und The Elder Scrolls:
Seit Jahren verlasse ich mich bei Bethesda-Spielen darauf, dass sich die Fallout- und Elder Scrolls-Macher an ein ungeschriebenes Gesetz halten: Sie erzählen einen im besten Fall zweckmäßigen Plot und ich genieße dafür die wundervoll gestaltete Welt - suche etwa Dungeons auf Details ab, bis ich mir aus Items, Notizen und Co. zig kleine Geschichten zusammenreime. In Kombination mit der ohnehin allgegenwärtigen Ego-Perspektive bietet zum Beispiel Skyrim damit schon die perfekte Grundlage für einen VR-Ableger, in dem ich Dwemer-Ruinen erforsche und dabei Hinweise auf längst vergessene Helden entdecke.

Hannes und Metal Gear:
Ich stehe mit dem Stealth-Genre schon seit Jahren auf Kriegsfuß. Eigentlich möchte ich ja wirklich lautlos durch die Level schleichen und ungesehen durch die Schatten hüpfen, doch irgendwie fehlt mir letzten Endes immer die Motivation, den Icognito-Modus durchzuhalten. Das Verstecken ist einfach nicht spaßig genug, als dass ich wirklich stundenlang hinter irgendwelchen Mauern verbringen möchte.

Aber wie aufregend muss es sein, sich mit der VR-Brille auf dem Kopf ständig umschauen zu müssen, wo meine Feinde sind? Bewege ich mich zu weit aus der Deckung, werde ich entdeckt und fühle mich sofort ertappt. Durch die virtuelle Realität würden Franchises wie Metal Gear, Dishonored oder Thief an Heimlichkeit gewinnen und die Befriedigung, der Wache im Wäschekorb aufzulauern, ist erst dann vollkommen, wenn ich den Weichspüler förmlich riechen kann.

Dom und Crazy Taxi:
Na, wer erinnert sich hier noch an Crazy Taxi? Dieses quietschbunte Spiel ließ uns 1999 mit Hochgeschwindigkeit Fahrgäste einladen und mit möglichst vielen Stunts am Wunschort wieder abliefern. Eine VR-Neuauflage dieses Spiels würde mich extrem freuen - allerdings mit einigen Anpassungen.

Ja, ich würde gerne weiterhin als überdrehter Taxifahrer durch die Vorstadt schnellen und meine Gäste von A nach B befördern, doch als Zugeständnis an die Möglichkeiten der Virtual Reality wünsche ich mir ein weiteres Feature: Meine Mitfahrer sollen während der Fahrt irgendwelche prozedural generierten Nonsense-Geschichten erzählen. Je länger ich dabei nach hinten und meinen Gästen in die Augen blicke, während sie vor sich hin monologisieren, desto größer wird mein Trinkgeld-Bonus am Ende der Fahrt. Vernachlässige ich meinen unfreiwilligen Gesprächspartner zu sehr, so verliere ich mehr und mehr vom so wertvollen Bonus in Münzform. Der Reiz dieser Idee besteht also darin, genau abzuschätzen, wann ich die Straße für ein paar Sekunden aus den Augen lassen kann, um meinen Mitfahrer die so begehrte Aufmerksamkeit zu schenken. Ich würde das spielen! Ihr doch sicher auch?

Mirco und Telltale-Adventures:
Von allen PlayStation VR-Spielen, die ich bisher ausprobiert habe, gefallen mir die am besten, in denen ich mit virtuellen Händen (und den Move-Controllern) alles anfassen kann - Stichwort Interaktion mit der Umgebung. Und wie cool wäre es, in einem Adventure Schubladen zu öffnen, Aktenordner zu wälzen und Gegenstände miteinander zu kombinieren?

So ramme ich in Telltales The Walking Dead: Season 3 einem Zombie mit einer Armbewegung ein virtuelles Messer in den Leib, schütte in Life is Strange Chemikalien in ein Reagenzglas oder wühle in der Müllhalde von Deponia. Statt wie bislang gewohnt lediglich aufs Knöpfchen zu drücken, führe ich diese Aktionen mit echten Bewegungen aus.

Durch diese Immersion bieten Adventures wie die oben genannten meiner Meinung nach mit die besten VR-Erfahrungen, zumal hier auch die typische Teleport-Steuerung gut funktioniert, wie sie in VR-Spielen aufgrund von Motion-Sickness-Gefahr üblich ist. Loading Human ist ein sehr gutes Beispiel, das zeigt, welches Potenzial in Virtual-Reality-Adventures schlummert. Dieses Potenzial sollte vor allem Telltale bei seinen Franchises nutzen.

Chris und No Man's Sky:
Seitdem ich EVE Valkyrie auf der PlayStation VR ausprobiert habe, faszinieren mich Weltraumspiele ungemein. Der Drang, durch die virtuellen Weiten des Alls zu streifen, hat mich derart gepackt, dass ich momentan sogar in Erwägung ziehe, mir eigens für Elite: Dangerous eine VR-Brille zu kaufen.

Meine neu entdeckte Begeisterung für den Kosmos würde ich liebend gern auch in einer VR-Version von No Man's Sky ausleben. Während es beim Release aufgrund vermeintlich mangelnder Features vielerorts abgestraft wurde, begebe ich mich auch heute noch in unregelmäßigen Abständen auf Stippvisiten ins prozedural generierte Universum.

Als ebenso kurzweiliges wie gemächliches Spiel kann ich mir gut vorstellen, dass das Konzept von No Man's Sky auch in VR funktionieren würde. Die ausgefallene Ästhetik käme außerdem der reduzierten Auflösung zugute, da realistische Texturen hier gar nicht das Ziel sind. Einzig am elenden Crafting müsste man feilen, denn selbst in VR muss ich nicht erleben, wie mir bunte Plutoniumkristalle beim Beschuss mit dem Multitool das abertausendste Mal ins Gesicht spritzen. Ich will doch bloß zu fernen Sternen reisen, um dort irgendwelche verblüffend hässlichen Tiere zu füttern. Mehr verlange ich doch gar nicht.

Nun wollen wir natürlich auch von euren Wünschen hören! Verratet sie uns in den Kommentaren!

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