"Wir dachten, The Witcher 3 wird eine Katastrophe" - CD Projekt über schlechte Stimmung vor Release

Noch kurz bevor der Rollenspiel-Gigant erschienen ist, war sich CD Projekt Red eigentlich sicher, dass The Witcher 3 ein Reinfall wird.

von Jonas Gössling,
19.03.2019 13:00 Uhr

Entwickler CD Projekt Red glaubte bis zuletzt nicht an den Erfolg von The Witcher 3, unmittelbar vor Release war die Stimmung im Studio sehr schlecht.Entwickler CD Projekt Red glaubte bis zuletzt nicht an den Erfolg von The Witcher 3, unmittelbar vor Release war die Stimmung im Studio sehr schlecht.

Bestwertungen, neue Standards im Dialogsystem - The Witcher 3 schlug zum Release ein wie eine Bombe. Natürlich ist das Spiel nicht perfekt, aber es schlägt hohe Wellen und macht CD Projekt Red endgültig zu einem der ganz großen Studios. Nur einer hat nicht wirklich damit gerechnet: der Entwickler selbst.

Wie Level-Designer Miles Tost im CD-Projekt-Podcast der Kollegen von der GameStar verrät, rechneten die Macher eher mit einer Katastrophe:

"Wir dachten, The Witcher 3 wird eine Katastrophe […] Bei kreativen Arbeiten wird man einfach nie fertig. […] Du siehst zwar, wie es besser wird. Aber du siehst halt auch immer alle Fehler."

Alle Welt liebt The Witcher 3, erst recht unsere Leser. Die haben es bei den GameStars-Awards nun schon zum vierten Mal hintereinander zu ihrem Community-Liebling gewählt.Alle Welt liebt The Witcher 3, erst recht unsere Leser. Die haben es bei den GameStars-Awards nun schon zum vierten Mal hintereinander zu ihrem Community-Liebling gewählt.

Grund für diese Annahme waren also die eigenen Ansprüche der Entwickler. Kleinigkeiten wie fehlende Blumen oder ein schlecht versteckter Schatz haben viele im Team zum Zweifeln gebracht - eben, weil die Welt auch einen so hohen Wert auf Glaubwürdigkeit legt. Letztendlich müsse man aber auch eine Grenze ziehen - allein aus Zeitgründen - und vielleicht auch mal auf ein paar Blumen verzichten.

Das klingt nach Kleinigkeiten, tatsächlich war die Stimmung im Studio laut Tost nicht besonders gut. Viele im Team waren sich nicht mehr sicher, ob alle Einzelteile gut zusammenpassen und hatten schon böse Vorahnungen über die ersten Tests zu The Witcher 3. Für Änderungen war es auch schon zu spät - zu viele Bugs hätten von einer Änderung provoziert werden können.

Es hat sich eine Art Tunnelblick auf die negativen Aspekte des Spiels entwickelt und genau in diesem Moment hat sich Tost auch noch einen Spaß erlaubt: Zum Embargo-Fall hat er seinen Kollegen statt einem Test zum neuesten Teil der Reihe einen zum ersten Witcher geschickt. Sagen wir mal so, die 78 Punkte-Wertung kam bei den Kollegen nicht unbedingt gut an.

Die Geschichte hat aber, wie wir wissen, fürs Studio ein märchenhaftes Ende genommen und die Erfolgsgeschichte geht aktuell weiter. CD Projekt Red werkelt an Cyberpunk 2077, das noch einmal deutlich ambitionierter als The Witcher 3 werden soll und wir aus der Ego-Perspektive erleben. Wann der Titel erscheint, ist noch unbekannt.

Wir wissen allerdings bereits, dass CD Projekt auf der E3 2019 vertreten sein wird und dort vermutlich mehr zu Cyberpunk 2077 zeigt.

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