Seitdem Asha Sharma den Posten von Phil Spencer als Xbox-CEO übernommen hat, tut sich so einiges im Microsoft-Kosmos. Der Game Pass Ultimate ist eine ganze Nummer günstiger geworden und die nächste Konsolengeneration wurde unter dem Projektnamen Helix angeteast. Kürzlich gab Sharma dann in einem Interview bekannt, dass die Exklusivitätsstrategie bei Xbox-Spielen "geprüft" wird.
Und auch die Rolle von KI wurde wohl reevaluiert: Die CEO gab nämlich bekannt, dass Microsofts umstrittener KI-Assistent Copilot nicht mehr den Weg auf die Xbox-Konsolen finden wird.
Sharma verkündet Ende vom Konsolen-Copilot
Die Befürchtungen vieler Spieler*innen war sicherlich groß, dass mit Asha Sharma – die zuvor als Vizepräsidentin der CoreAI-Sparte bei Microsoft tätig war – auch die Xbox-Konsolen einen stärkeren KI-Fokus erhalten werden.
Dem scheint aber offenbar nicht so zu sein, denn laut einem Posting auf X wurde der Copilot-KI-Assistent für den Gaming-Bereich kurzerhand eingestampft, da er nicht mehr mit den Zielen der Marke vereinbar seie:
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Zur Erinnerung: Copilot sollte auf den Xbox-Konsolen als eine Art Companion dienen, der den Spieler*innen Hilfestellungen gibt. Seit vielen Monaten befindet sich der KI-Assistent in der Beta-Phase und zog in der Zeit viel Kritik auf sich.
Etliche Hilfestellungen oder Antworten auf generelle Fragen stellten sich nämlich als falsch heraus, da sie offensichtlich nicht auf einer korrekten Datengrundlage basierten oder falsch interpretiert wurden. Zudem wurde nie in Gänze aufgeklärt, woher genau die Trainingsdaten des KI-Modells bezogen wurden, sie könnten also auch von Wikis oder Fan-Seiten ohne deren Zustimmung bezogen worden sein.
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Gruselig oder Genial? Wir haben mit Ubisofts Spiele-KI gesprochen | FYNG Talk
Zudem gibt es Bedenken im Hinblick auf die Privatsphäre, da Copilot optional den Bildschirm für einen besseren Kontext der Spielsituation abgreifen kann. Das und auch der bereits erwähnte, halluzinierte "Slop" sorgten für eine Reibung zwischen dem Unternehmen und den eigenen Fans, die mit der Einstellung des Gaming-Copilot offenkundig wieder abgebaut werden soll.
Das klappt offenbar auch. Unter ihrem Post erfährt Asha Sharma viel Zuspruch, wie etwa von dem User SynthPotato:
„Wir sind von wöchentlich schlechten Xbox-News zu wöchentlich GROßARTIGEN Xbox-News gekommen, und das ohne Rückschritte. Dass du CEO geworden bist, ist das beste, das der Marke seit 2020 passiert ist. Weiter so👏"
Das Verschwinden von Copilot bedeutet nicht das generelle Aus für KI auf der Xbox
Spieler*innen sind zwar Copilot losgeworden, bevor das Feature überhaupt so richtig angekommen ist, aber dennoch dürfte KI eine große Rolle in der Xbox-Zukunft spielen. Bei Project Helix sollen KI-Modelle ähnlich wie bei der PS5 Pro beispielsweise als Upscaler für mehr Bildschärfe eingesetzt werden. Das wurde während einer Präsentation bereits angekündigt:
Zudem wird KI bei Helix genutzt für:
- Frame Generation (KI-generierte Zwischenbilder, die die Framerate scheinbar erhöhen)
- Ray-Regeneration (für detailliertere Ray-Tracing-Effekte)
- Texturkomprimierung (um Speicher zu sparen)
- Neural Rendering (um den Detailgrad von Spielen zu erhöhen)
Und auch bei der Programmierung der Spiele wird KI wohl eine zentralere Rolle einnehmen, immerhin hat Microsoft Milliarden in den Bereich investiert und gab bereits an, dass bis zu 30 Prozent des Programm-Codes der eigenen Software von KI-Agenten stamme (via CNBC).
KI wird also nicht einfach so verschwinden, aber dürfte effektiver eingesetzt werden, als bei einem unpopulären Companion, der nicht wirklich Vertrauen bei den Spieler*innen wecken konnte. Und wer weiß, vielleicht wird ja noch einmal ein Versuch gestartet, wenn die Technologie wirklich ausgereift ist.
Wie denkt ihr über KI bei den Xbox-Konsolen? Seht ihr über grafische Verbesserungen hinaus einen Ansatz?
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