Xbox One - Das neue Dashboard

Microsoft spendiert dem lahmen Dashboard am 12. November 2015 eine Generalüberholung. Doch ist das neue Menü wirklich besser? Unser Ersteindruck.

von Tobias Veltin,
11.11.2015 15:00 Uhr

Knapp zwei Jahre ist die Xbox One auf dem Markt und mindestens ebenso lange gibt es Beschwerden über das schwerfällige Dashboard. Lange Reaktionszeiten, verschachtelte Menüs, und mangelnder Komfort machten das Navigieren im Hauptmenü teilweise zur Qual, auch wenn Microsoft mit diversen Updates für Updates für Linderung sorgte. Ab dem 12. November 2015 gibt es mit der »Xbox One Experience« endlich die erste Generalüberholung.

Der erste Eindruck
Die von vielen ungeliebten Kacheln sind immer noch da. Das dürfte nicht jedem gefallen, ist aber verständlich. Denn durch die großen Bilder bleibt weiterhin klar ersichtlich, wohin die einzelnen Menüpunkte führen. Die klare Einteilung in Home, Community, One Guide und Store ist übersichtlich, und auch, dass man jetzt vertikal scrollen kann um mehr Inhalte zu sehen, ist angenehm und intuitiv.

Die Geschwindigkeit
Eindeutig das Beste am neuen Dashboard. Eingaben werden nun deutlich schneller umgesetzt, alles fühlt sich knackiger und präziser an. Eine klare Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger!

Den neuen Guide erreicht man per simplen Tastendruck. Den neuen Guide erreicht man per simplen Tastendruck.

Der neue Guide
Gehört zu unseren Lieblings-Neuerungen. Im Home-Menü gelangt ihr jederzeit mit einem Klick nach links zum neuen Guide. Dort sind jede Menge wichtige Elemente zusammengefasst, beispielsweise die Freundesliste, Partyoptionen (dafür gibt es keine eigene App mehr) oder Konsoleneinstellungen. Alles ist in Sekundenschnelle erreicht und komfortabel einstellbar, ohne in etlichen Apps herumfuhrwerken zu müssen. Der Guide ist zudem jederzeit vom per Doppeltipp auf die Xbox-Taste erreichbar - auch während eines laufenden Spiels.

Spielehub
Wer seine Erfolge und Spiele gerne analysiert und mit Freunden vergleich, dürfte mit dem neuen Spielehub glücklich werden. Hier werden etliche Infos zu den Titeln zusammengefasst, bei Halo 5: Guardians sieht man zum Beispiel Spielzeit, Abschüsse oder Tode. Sehr interessant und informativ.

Schnell zu den Pins
Die angepinnten Apps, also die, die man am meisten benutzt, gibt es auch beim neuen Dashboard. Allerdings muss man ein bisschen länger scrollen als bisher. Dafür gibt's aber einen kleinen Trick. Ein Druck auf die R-Taste befördert euch sofort zu euren Pins. Zurück gelangt man mit dem linken Trigger.

Der One Guide ist übersichtlicher und zeigt mehr Inhalte an. Der One Guide ist übersichtlicher und zeigt mehr Inhalte an.

Abwärtskompatibilität
Mit dem Dashboard-Update hält auch die Abwärtskompatibilität zur Xbox 360 auf der Xbox One Einzug. Die Liste mit den 104 bisher kompatiblen Spielen umfasst bisher kaum »große« Titel, soll aber regelmäßig erweitert werden.

Was ist mit Kinect?
Das neue Dashboard unterstützt keine Kinect-Gesten, scrollen per Armbewegung funktioniert beispielsweise nicht mehr. Kein wirklicher genutzt, denn genutzt haben wir die Gesten auch vorher nicht. Und da sind wir anscheinend nicht allein, denn wie ein Sprecher von Microsoft, haben nur extrem wenige Xbox-Spieler die Gesten benutzt. In Spielen und Apps funktionieren das Kinect-Gehampel aber weiterhin.

Das gefällt uns
Geschwindigkeit und Komfort des neuen Dashboards sind hervorragend. Man navigiert deutlich schneller und hat dank des Guides die wichtigsten Funktionen in einem Menü zusammengefasst.

Das vertikale Scrollen ist anfangs ungewohnt, aber sehr intuitiv. Das vertikale Scrollen ist anfangs ungewohnt, aber sehr intuitiv.

Das muss noch besser werden
Nur Kleinigkeiten: Die modifizierbaren Hintergrundbilder kommen zum Beispiel auch beim neuen Dashboard nicht so richtig zur Geltung, sondern werden immer noch von Schrift und Kacheln verdeckt. Immerhin: Die Transparenz der Anzeigen lässt sich anpassen.

Und wenn mir das alte Dashboard besser gefällt?
Pech gehabt! Das neue Dashboard ist ein Pflicht-Update für alle Xbox One-Besitzer, das alte lässt sich also nicht mehr weiterverwenden.

Probleme mit dem neuen Update? Hier sind die Lösungen

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