Zelda: Ocarina of Time markiert den Sprung der altehrwürdigen 2D-Spielereihe in die dritte Dimension und stellt eines der auch nach 20 Jahren immer noch am meisten gefeierten Videospiele überhaupt dar. Aber es ist auch eines der Spiele, das sich am meisten und auf besonders krasse Weise manipulieren lässt.
Zelda: Ocarina of Time ist ein echtes Mekka für Glitch-Hunter und Speedrun-Fans
Speedrunner sind ein lustiges Völkchen: Sie spielen ihre Lieblings-Titel so viel und so lange, dass sie sie nicht nur besonders schnell beenden können, sondern natürlich auch wie ihre Westentasche kennen. Dabei werden häufig die abgefahrensten Tricks und Glitches entdeckt, wie zum Beispiel das sogenannte "Wrong Warping".
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Dieses falsche Warpen wurde durch puren Zufall entdeckt, und zwar schon vor ein paar Jahren. Zunächst wurde es genutzt, um die Weltrekord-Zeit für Zelda: Ocarina of Time-Speedruns auf um die 46 Minuten zu drücken. Die Spieler*innen hatten eine Möglichkeit entdeckt, sich aus dem Feuertempel ans Ende des Spiels zu katapultieren.
Etwas später wurde dann herausgefunden, dass sich das Ganze noch viel mehr auf die Spitze treiben lässt. Mit Hilfe eines elaborierten und ziemlich komplizierten Verfahrens wurde es möglich, die Spielzeit auf unter 17 Minuten zu senken. Aktuell liegt der Weltrekord bei nur 3:47 Minuten, aber das verdanken wir noch einem anderen Trick.
Der Wrong Warp zeichnet sich zum Beispiel dafür verantwortlich, dass Link sich einfach vom Ende des allerersten Dungeons direkt ans Ende des gesamten Spiels beamen kann. Ihr müsst nur das Innere des Deku-Baums schaffen und könnt euch dann quasi direkt zum Abspann teleportieren.
Wie genau das alles funktioniert, wird ausführlich in dieser spannenden Videoreihe erläutert, die richtig ins Detail geht:
Link zum YouTube-Inhalt
Was genau da hinter den Kulissen passiert, ist so abgefahren, dass wir ehrlich gesagt nicht sicher sind, ob wir das wirklich verstanden haben. Fest steht: Irgendwie muss mit der Flasche herumhantiert werden und Rückwärtssaltos braucht es auch. Den zweiten Teil des YouTube-Videos findet ihr hier.
Last, but not least landet der Kinder-Link dann in Zwischensequenzen, die eigentlich nur für den erwachsenen, viel größeren Link gedacht sind. Die Kamera gleicht diesen Unterschied aber natürlich nicht aus. Was zur Folge hat, dass diese Cutscenes nochmal einen draufsetzen und teilweise richtig witzig wirken. Und, noch wilder: Dieser Glitch kreiert ein eigenes Zeit-Paradoxon.
Das Wrong Warping nimmt zwar eine wichtige Rolle in der Welt der Zelda OoT-Speedruns ein, ist aber mittlerweile eigentlich obsolet. Vor sieben Jahren wurde mit der Arbitrary Code Execution nämlich so etwas wie der heilige Gral der Ocarina of Time-Speedruns entdeckt. Damit könnt ihr dem Spiel mehr oder weniger sagen, dass es direkt zum Ende springen soll, oder euch selbst einfach beliebige Items beschaffen.
Kanntet ihr die beiden Ocarina of Time-Tricks schon? Oder spielt ihr das Spiel lieber einfach so durch?

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