GameStar Plus Logo
Weiter mit GameStar Plus

Wenn dir gute Spiele wichtig sind.

Besondere Reportagen, Analysen und Hintergründe für Rollenspiel-Helden, Hobbygeneräle und Singleplayer-Fans – von Experten, die wissen, was gespielt wird. Deine Vorteile:

Alle Artikel, Videos & Podcasts von GameStar
Frei von Banner- und Video-Werbung
Einfach online kündbar

Seite 2: Assassin's Creed: Alle Charaktere im Ranking - Welcher ist der beste?

9. Jacob Frye

Nachdem immer wieder Spekulationen bezüglich Jacobs Sexualität aufkamen, wurde offiziell bestätigt, dass Jacob bisexuell ist. Nachdem immer wieder Spekulationen bezüglich Jacobs Sexualität aufkamen, wurde offiziell bestätigt, dass Jacob bisexuell ist.

Assassin's Creed Syndicate: In diesem AC-Teil gibt es zwei spielbare Charaktere; die Frye Geschwister. Beide könnten unterschiedlicher kaum sein. Evie ist planvoll & gemäßigt, Jacob ein Angeber, der sich auf seine körperliche Stärke verlässt. Er löst Probleme lieber mit Waffengewalt & Muskeln als mit Köpfchen & Diplomatie. Sein unorthodoxer Ansatz ist zweifellos effektiv und macht manchen mehr Spaß als Evies methodischere Taktik. Seine Charaktergestaltung ist dafür aber auch wesentlich flacher als Evies. Der Witzbold nimmt Dinge nicht ernst und streitet sich gerne mit seiner Schwester. Seine unbeschwerte, lebenslustige Art trägt dennoch viel zur absurden Geschichte von AC: Syndicate bei.

8. Evie Frye

Evie sollte ursprünglich genauso viel Spielzeit wie Jacob erhalten, was aber von Ubisofts Leitung abgelehnt wurde. Ubisoft Montréal kämpfte lange Zeit, um Evie überhaupt ins Spiel integrieren zu dürfen. Evie sollte ursprünglich genauso viel Spielzeit wie Jacob erhalten, was aber von Ubisofts Leitung abgelehnt wurde. Ubisoft Montréal kämpfte lange Zeit, um Evie überhaupt ins Spiel integrieren zu dürfen.

Assassin's Creed Syndicate: Jacobs Schwester stellt in jeder Hinsicht das Gegenteil des Bruders dar. Sie zeigt sich als kluge, konzentrierte Strategin, wohingegen Jacob aufbrausend & unüberlegt agiert. Diese klischeehaften Eigenschaften schränken beide Charaktere ein und machen sie vorhersehbar. Dennoch hat insbesondere Evie auch ihre Vorzüge. Sie ist engagiert & professionell. Ihr Gameplay ist eher auf Stealth ausgerichtet, was sie zur überzeugenderen Assassinin macht. Ihre Art erlaubt es uns, ähnlich vorausschauend, aber auch weniger impulsiv zu spielen.

Ihre enge Verbindung zum Orden und ihre romantische Beziehung zu Henry Green machen sie zugänglich. Gleichzeitig ist sie aber auch unheimlich langweilig. Lediglich in den hitzigen Debatten mit Jacob zeigt sie einen Hauch von Witz und Schlagfertigkeit. Wäre mehr Fokus darauf gelegt worden, diese Seite zu betonen, hätte mehr aus ihr werden können.

7. Shay Patrick Cormac

"Die Assassinen waren meine Brüder. Jetzt jage ich sie bis ans Ende der Welt. Und ich schwöre: Ich werde nicht scheitern." -Shay Patrick Cormac "Die Assassinen waren meine Brüder. Jetzt jage ich sie bis ans Ende der Welt. Und ich schwöre: Ich werde nicht scheitern." -Shay Patrick Cormac

Assassin's Creed Rogue: Obwohl Shay sich nicht durch eine ausgereifte Persönlichkeit auszeichnet, schafft er es, Aufmerksamkeit zu erregen. Aufgrund seiner einzigartigen Geschichte vom Verrat und mit einem Hauch von Bosheit, wird Shay von einigen Fans sehr geschätzt. Seine Bekehrung vom Assassinen zum Templer ist überaus überzeugend. Zunächst hinterfragt er, dann kommen Zweifel und schließlich Ablehnung.

Der Wandel vom Assassinen zum Templer wird dezidiert geschildert, was für ein gewisses Verständnis sorgt. Er fühlt sich betrogen, sucht Rache und hat dennoch einen moralischen Kompass. Es liegt ihm fern, Unschuldige zu verletzen und ist bemüht, das Richtige zu tun.

Shay ist nicht unbedingt beliebt. Shay ist nicht unbedingt beliebt.

Wie sehr Shay von der Templer-Ideologie überzeugt ist, lässt sich schlecht beurteilen. Als er sich den Templern anschließt, sieht er diese schlichtweg als Mittel zum Zweck: Beide haben einen gemeinsamen Feind. Mit der Zeit taucht er tiefer in das Selbstverständnis der Templer ein und stellt fest, dass er mit vielen Aussagen übereinstimmt. Shay ist ein greifbarer Protagonist. Auf bestimmter Ebene können sich einige Spieler*innen sicher mit ihm identifizieren. Eine etwas ausgeprägtere Psychologie hätte ihn vielleicht zu einem unvergesslichen Antihelden gemacht.

6. Ezio Auditore da Firenze

Laut Ezio erlangte er seine Französischkenntnisse im heimischen Bordell. Laut Ezio erlangte er seine Französischkenntnisse im heimischen Bordell.

Assassin's Creed II: Waaas? Ezio ist nicht einmal unter den Top 5!? Wie kann das sein? Ezios massive Popularität kann auf eine Reihe von Faktoren zurückgeführt werden. Seine Trilogie gilt immer noch als Klassiker, auch wenn die Serie seitdem einige drastische Änderungen in Gameplay & Story vorgenommen hat. Die Tatsache, dass Ezio drei Spiele gewidmet wurden, während die meisten ProtagonistInnen nur eines bekommen haben, ist Hauptgrund für seine enorme Beliebtheit. Das macht ihn zu dem Einen, an dem sich alle andern messen müssen - was absolut unfair ist.

Assassins Creed: Alle Teile + Spiele im Ranking - Was ist das beste?   53     1

Mehr zum Thema

Assassin's Creed: Alle Teile & Spiele im Ranking - Was ist das beste?

Wir kontrollieren Ezio vom Moment seiner Geburt bis zu den letzten Jahren seines Lebens und schaffen so eine starke Bindung zwischen ihm und uns selbst. Hinzu kommt die häufig als ansprechend empfundene Persönlichkeit des schelmischen Frauenhelds mit moralischem Kompass. Ezio wandelt sich von einem sorglosen Jugendlichen zu einem hartgesottenen Anführer. Dadurch, dass Ezio die AC-Spieler*innen über viele Lebensjahre hinweg begleitet hat, muss er ihnen also vertrauter sein, als alle anderen spielbaren Figuren der Reihe. Ohne dies sind Ezios Geschichte und sein Charakterbogen nicht signifikant besser als der anderer Hauptcharaktere. Daher landet Ezio in dieser Liste "nur" auf dem sechsten Platz.

5. Altaïr Ibn-La'Ahad

Ubisoft hat Altaïrs Bewegungen einem Adler nachempfunden. Viele Attentate erinnern stark an den Sturzflug des Raubvogels. Ubisoft hat Altaïrs Bewegungen einem Adler nachempfunden. Viele Attentate erinnern stark an den Sturzflug des Raubvogels.

Assassin's Creed: Als erster Protagonist hat Altaïr einen Präzedenzfall für das geschaffen, was Spieler*innen von einem Assassinen erwarten. Seine Legende wird gewürdigt, indem ihm in fast allen Spielen ein Skin gewidmet wurde. Als gnadenloser Killer, der in den Orden der Assassinen hineingeboren wurde, stellt er die absolute Verkörperung der Assassinen dar. Somit legt er die Messlatte für zukünftige Assassin*innen hoch. Jedoch führt dies auch dazu, dass der Protagonist eher ein Spielball ist, der in die Lore einführen soll.

Altaïr Ibn-La'Ahad: Der geborene Assassine. Altaïr Ibn-La'Ahad: Der geborene Assassine.

Anfangs ist er äußerst arrogant, bricht beiläufig Regeln und respektiert seine Bruderschaft nicht. Diese Hybris führt dazu, dass er eine entscheidende Mission nicht besteht und auf den Anfängerrang herabgestuft wird. Er ist gezwungen, sein Verhalten neu zu bewerten. Am Ende hat er sich zu einem klügeren und erfahreneren Mann entwickelt, der Demut nicht länger für eine Schwäche hält. Er steigt schließlich zum Mentor der Bruderschaft auf.

Altaïr zeigt viel Leidenschaft für das, was er tut und wer er ist. Seine unsterbliche Hingabe an die Bruderschaft und ihre Denkweise stehen im Widerspruch zu seiner Tendenz, zu hinterfragen, was ihm gesagt wird. Das macht ihn umso interessanter. Er hat einen gut geschriebenen Charakterbogen der nicht stagniert.

4. Bayek von Siwa

Ich schlafe nie. Ich warte nur. In den Schatten. Und ich werde euch alle töten. Jeden, der an diesem Tag dabei war in Siwa. -Bayek Ich schlafe nie. Ich warte nur. In den Schatten. Und ich werde euch alle töten. Jeden, der an diesem Tag dabei war in Siwa. -Bayek

Assassin's Creed: Origins: Bayek von ist einer der letzten Medjay; ein wilder Krieger & Verteidiger Ägyptens sowie des Pharaos. Außerdem zeichnet er sich als hingebungsvoller Vater & Ehemann aus und ist Mitbegründer des Ägyptischen Assassinenordens. Mit Ehefrau Aya zeugt Bayek einen Sohn: Khemu. Durch die Machenschaften des Ordens der Ältesten kommt Khemu ums Leben. Bayek schwört, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Bayek und Ayas Beziehung leidet im Verlauf der Ereignisse des Spiels. Bayek und Ayas Beziehung leidet im Verlauf der Ereignisse des Spiels.

Durch den Rachehintergrund fühlt sich Bayeks Story zutiefst persönlich an. Er verfolgt einen starren Ehrenkodex. Gleichzeitig ist Bayek emotional verwundbar. Geleitet von blinder Wut und unbändigem Schmerz verliert Bayek am Ende alles. Der Assassine beschließt, sein Dasein als Medjay zu beenden und von nun an aus den Schatten heraus zu agieren. Wo die Medjay in erster Linie den Pharaos dienten, sollen die "Verborgenen" dem Volk dienen. Bayeks Persönlichkeit ist abgerundet, auch wenn die Rachegeschichte nicht zu den kreativsten zählt.

3. Edward Kenway

"Seid Ihr auf Beute und Abenteuer aus, ist Käpten Edward Kenway Euer Mann." -Blackbeard über Edward "Seid Ihr auf Beute und Abenteuer aus, ist Käpten Edward Kenway Euer Mann." -Blackbeard über Edward

Assassin's Creed IV: Black Flag: Edward Kenway, Hippie-Pirat, Vater von Haytham & Großvater von Connor, landet auf unserem dritten Platz. Der schnodderige und pöbelige Protagonist aus Black Flag mag kein guter Mensch sein, ist in seiner Charakterzeichnung aber zugänglich und nachvollziehbar.

Edward ist bei weitem kein perfekter Mensch. Edward ist bei weitem kein perfekter Mensch.

Während des Goldenen Zeitalters der Piraterie erhebt sich der egoistische Freibeuter zum berüchtigten Piratenkapitän. Das Setting unter Palmen & auf hoher See macht im Zusammenspiel mit Edward viel aus. Edward zu steuern, bedeutet, sich fallen zu lassen, die Karibische Freiheit zu genießen, nicht an morgen zu denken. Bereits die ersten Spielszenen, in denen wir via Edward von Palme zu Palme springen, vermitteln dieses unbeschwerte Freiheitsgefühl.

Dieses Bild fängt alles ein, was Assassin's Creed: Black Flag ausmacht: der mörderische Edward, die Karibik und die Jackdaw. Dieses Bild fängt alles ein, was Assassin's Creed: Black Flag ausmacht: der mörderische Edward, die Karibik und die Jackdaw.

Wir lernen Edward als unreifen Lebemann kennen, der vor jeder Form der Verantwortung flieht. Ausschließlich an Gold und Ruhm interessiert, freundet er sich mit berühmten historischen Piraten wie "Blackbeard" an und genießt das zügellose Freibeuter-Dasein. Er hat kein Interesse daran, sich auf den Krieg zwischen Assassinen und Templern einzulassen. Sein einziger Wunsch im Leben ist Reichtum. Dennoch mausert Edward sich vom durchtriebenen Lebemann zum Kämpfer für die Guten.

Edward zählt einige der größten Seeräuber aller Zeiten zu seinem Bekanntenkreis. Edward zählt einige der größten Seeräuber aller Zeiten zu seinem Bekanntenkreis.

Als Edwards nachlässige Natur und Gier sein Leben allmählich zu zerstören beginnt, verändert sich seine Perspektive. Er muss sich für eine Seite entscheiden & wählt die Assassinen. Dies symbolisiert, dass er endlich Verantwortung übernimmt und sich einer größeren Sache verpflichtet als sich selbst. Edwards Geschichte kommt den meisten vermutlich bekannt vor. Wir alle müssen irgendwann lernen, Verantwortung zu übernehmen, und wie Edward neigen viele von uns dazu, dies zu vermeiden. Das macht ihn für uns greifbar.

2. Kassandra/Alexios

"Also soll ich sie alle umbringen!?" "Also soll ich sie alle umbringen!?"

Assassin's Creed: Odyssey: Kassandra & Alexios - wir lieben sie! Kassandra ist ein resolutes Muskelpaket mit schrulliger Art. Dieser Kombination kann kaum jemand widerstehen. Obwohl sie und Alexios sich die Textzeilen teilen, gibt es dennoch ein paar Unterschiede zwischen den beiden. Neben Kassandra wirkt Alexios ab und an ein klein wenig dümmlich aber gutmütig, was auch ihn unheimlich sympathisch macht.

Die Aufeinandertreffen von Kassandra und Alexios sind immer spannend und mitreißend. Die Aufeinandertreffen von Kassandra und Alexios sind immer spannend und mitreißend.

Ab und an kommt es zu lustigen Szenen, die der Persönlichkeit von Kassandra & Alexios geschuldet sind. Beispielsweise sprechen wir mit einem NPC. Dieser erzählt, dass Räuber die Halskette gestohlen haben und wo wir die Unruhestifter finden können. Anstatt zu sagen: "In Ordnung, ich bringe dir deinen Schmuck zurück" sagt unsere/r Söldner/in aber unvermittelt harsch: "Also soll ich sie alle umbringen!?" Bei ähnlich banalen Bringen- und Abholquests verhält es sich ähnlich. Die "Kill-'Em-All"-Attitude von Kassandra/Alexios wurde unter ihren Fans zum Runnig Gag. Der hier gesteuerte Charakter ist Söldner/in durch und durch und definiert sich in erster Linie auch darüber. Weder Kassandra, noch Alexios interessieren sich für belanglose Details, solange sie bezahlt werden.

Es ist an euch, zwischen den Geschwistern zu vermitteln oder eine Versöhnung zu verhindern. Es ist an euch, zwischen den Geschwistern zu vermitteln oder eine Versöhnung zu verhindern.

Vollkommen anders verhält es sich bei der Mainstory: Die Geschichte von AC: Odyssey ist eine zutiefst familiäre. Im Kampf gegen den durch und durch bösen Kult des Kosmos versucht der gesteuerte Geschwisterteil Bruder/Schwester vor den manipulierenden Einflüssen der Sekte zu schützen und letztendlich vor sich selbst zu retten. Dabei stehen die Familienbande klar im Mittelpunkt.

So sieht ein Familen-Happy-End in Assassin's Creed: Odyssey aus. So sieht ein Familen-Happy-End in Assassin's Creed: Odyssey aus.

Wir lernen nicht nur die Geschwister als Hauptakteure kennen, sondern auch Mutter, Vater und Halbgeschwister. Je nach bevorzugtem Ende gilt es, die Familienidylle wiederherzustellen.

1. Eivor

In Assassin's Creed: Valhalla ist vollkommen irrelevant, ob wir Eivor als Frau oder als Mann spielen. In Assassin's Creed: Valhalla ist vollkommen irrelevant, ob wir Eivor als Frau oder als Mann spielen.

Assassin's Creed: Valhalla: Natürlich ist es kein Zufall, dass es bei den ersten beiden Plätzen den Spielenden überlassen wird, ob sie einen Mann oder eine Frau steuern. Entscheidungsfreiheiten sind eine schöne Sache, insbesondere bei rollenspielartigen Games. Dies alleine ist aber nicht der Grund dafür, warum Eivor diese Liste anführt.

Interessant: Eivor ist in der realen Welt ein weiblicher Vorname aus Skandinavien.

Insbesondere der männliche Eivor strahlt eine angenehme Ruhe und Gelassenheit aus. Insbesondere der männliche Eivor strahlt eine angenehme Ruhe und Gelassenheit aus.

Obwohl sich Eivor als Frau und Eivor als Mann sämtliche Textzeilen teilen und das Zusammenspiel mit der Welt identisch sind, vermitteln beide zum Teil unterschiedliche Eindrücke. Als Mann wirkt Eivor eher wie ein großer Knuddelbär, wohingegen Frau Eivor eine derbe Bedrohlichkeit ausstrahlt. Dass Eivors Geschlecht jederzeit gewechselt werden kann, lädt dazu ein, mit dieser Dynamik zu spielen und Vergleiche anzustellen.

Der weiblichen Eivor kaufen wir aggressives Verhalten eher ab, als ihrem männlichen Pendant. Der weiblichen Eivor kaufen wir aggressives Verhalten eher ab, als ihrem männlichen Pendant.

Alexios & Kassandra existieren immer beide in der Welt, was auch absolut wichtig für die Rahmenhandlung von AC: Odyssey ist. Das macht sie aber auch weniger individuell und lässt sie weniger "für sich stehen", als es bei Eivor der Fall ist. Als spielbarer Charakter ist Eivor komplexer als viele andere Hauptfiguren. Der Nordmann/Die Nordfrau ist einerseits unnahbar, still-beobachtend und gleichzeitig warm und offen.

Egal ob männlich oder weiblich: Eivor ist ein wahrer Blickfang. Egal ob männlich oder weiblich: Eivor ist ein wahrer Blickfang.

Eivor ist sehr charismatisch und hebt sich in jeder Hinsicht ab. Anders als Kassandra/Alexios definiert sich unser*e Wikinger*in nicht darüber, was er/sie ist, sondern übers Menschsein selbst. Er/Sie nimmt sich für jeden NPC Zeit, hört zu, wägt ab, will nicht verletzen. Eivors Geschichte wird nicht über die biologische Familie geprägt, sondern über selbst ausgesuchte, ehrliche Bindungen. Dass Mutter und Vater bereits verstorben sind, spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle.

Eivor ist loyal, vertrauenswürdig, empathisch; eine moralische, aufrichtige & beständige Komponente in einer unehrlichen, korrupten und manchmal auch verrückten Welt. Besonders schön dabei: Eivor selbst empfindet sich überhaupt nicht als Mittelpunkt ebendieser Welt. Zu viel Aufmerksamkeit ist ihr/ihm beinahe unangenehm. So beispielsweise im Zusammenspiel mit der Seherin, die nicht müde wird, Eivors tragendes Schicksal zu betonen.

Obwohl Eivor ans Schicksal glaubt, setzt er/sie sich nur ungern mit dem eigenen auseinander. Obwohl Eivor ans Schicksal glaubt, setzt er/sie sich nur ungern mit dem eigenen auseinander.

Diese Introvertiertheit, die eigene Person betreffend, zeigt sich in zahlreichen Momenten des Spiels. Eivor muss nicht zu allem eine Meinung äußern und will nicht zwangsläufig anführen. Sie/Er ist um Lösungen bemüht und darum, das Wohlergehen Nahestehender zu gewährleisten. Auch wenn dies bedeutet, sich selbst zurückzustellen. Diese bescheidene, ruhige Stärke und Art gibt Eivor eine bislang ungeschlagene Tiefe.

Weitere GamePro-Rankings zu Assassin's Creed:

Jetzt ist eure Meinung gefragt: Wie sieht euer persönliches Assassin's Creed-Charakter-Ranking aus? Welche Figur aus dem Meuchelmörder-Universum ist eure liebste und warum? Schreibt es uns sehr gerne in die Kommentare.

2 von 2


zu den Kommentaren (39)

Kommentare(39)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.