Auf dem Mond hört dich niemand schreien: Dieses Brettspiel wird vom Aufbau- zum Horror-Hit

Schon jetzt zählt dieses Brettspiel zu den besten des Jahres, denn es ist für den wichtigsten Brettspielpreis der Welt nominiert.

Die Ästhetik erinnert mich irgendwie an alte Werbetafeln aus den 80ern. Die Ästhetik erinnert mich irgendwie an alte Werbetafeln aus den 80ern.

Als dieses Brettspiel unter den Nominierten zum Kennerspiel des Jahres 2026 auftauchte, war ich erst einmal baff. Denn ich hatte im Vorfeld, so wie die meisten anderen, nicht damit gerechnet, dass es dieses eher ungewöhnliche Brettspiel unter die drei Nominierten schafft.

Aber Moon Colony Bloodbath hat es trotz oder vielleicht gerade wegen seines Settings und dem satirischen Unterton geschafft, die Jury zu beeindrucken. Auf Amazon ist kurz nach der Verkündung der Nominierten ein Rabatt für das Spiel aufgetaucht.

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Elias Mohr
Elias Mohr

Das Einzige, was Elias davon abhält, sich noch mehr Brettspiele zu kaufen, ist der fehlende Platz in seiner viel zu kleinen Wohnung. Das hält ihn trotzdem nicht davon ab, sich ständig mit den neuesten Brettspiel-Releases und den besten Angeboten der Szene zu beschäftigen. Die Verkündung der Nominierten zum Spiel des Jahres und zum Kennerspiel des Jahres hat er mit Spannung verfolgt und freut sich schon auf Verkündung der Preisträger, die zufälligerweise an seinem Geburtstag erfolgen wird.

Strategie trifft auf Sci-Fi-Setting

Im neuesten Spiel von Brettspiel-Legende Donald X. Vaccarino errichtet ihr die perfekte Mondkolonie. Am Anfang läuft auch alles glatt: Ihr baut Essen an, schürft nach Rohstoffen und baut eure Basis zu einer richtigen Stadt für eure Kolonisten aus.

Doch nach und nach werden dem Ablaufstapel negative Ereignisse hinzugefügt. So werden euch im späteren Spielverlauf etwa die Mittel gekürzt, eure Energieversorgung fällt aus und die einst so friedlichen Roboter drehen plötzlich durch und metzeln eure Bewohner ab.

Das Leben auf dem Mond wird in diesem Brettspiel schnell zum Alptraum. Das Leben auf dem Mond wird in diesem Brettspiel schnell zum Alptraum.

In diesem Chaos müsst ihr versuchen, die Kontrolle zu behalten und möglichst viele Menschen vor dem Ableben zu bewahren. Das Spiel endet, wenn eine Kolonie komplett entvölkert wurde oder der Ablaufstapel aufgebraucht wurde. Dann gewinnt die Person, in deren Kolonie noch die meisten Menschen übrig sind.

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Brutal, aber mit Augenzwinkern

Die Satire trieft dem Brettspiel aus jeder Pore. Auf vielen Karten sind Zitate abgebildet, die eine ordentliche Portion Ironie mit sich bringen. Beispiel gefällig?

Die einzig nennenswerte Katastrophe bisher war, als die erste amerikanische Mondbasis auf das metrische System umstellte. Es gab keine Überlebenden

Auch darüber hinaus macht Moon Colony Bloodbath vieles anders, als andere Brettspiele. Zunächst ist es ein klassischer Engine Builder, bei dem man möglichst viele Ressourcen erhalten muss, um seine Basis weiter auszubauen und sich dann verschiedene Vorteile unter den Nagel zu reißen.

Mit diesen Karten erweitert ihr eure Mondkolonie. Mit diesen Karten erweitert ihr eure Mondkolonie.

Aber hier traut sich das Spiel tatsächlich, uns die mühsam aufgebaute Engine wieder einzureißen. So wandelt sich die Spielidee von größtmöglicher Expansion zu Schadensbegrenzung um. Es zählt nicht, wer wirtschaftlich am erfolgreichsten war, sondern wer trotz der Umstände das meiste aus der Situation herausholen konnte.

Wie gut stehen die Chancen beim Kennerspiel des Jahres?

Moon Colony Bloodbath hat starke Konkurrenz, denn neben ihm sind mit Boss Fighters QR und Rebirth zwei weitere Spiele nominiert, die absolute Bestnoten abräumen konnten. Das Brettspiel geht also ganz klar als Außenseiter ins Rennen.

Erfahrungsgemäß schaffen es solche Spiele sehr selten die begehrte Trophäe abzuräumen. Aber selbst als Nominierter kann sich Moon Colony Bloodbath definitiv als eins der besten Brettspiele 2026 bezeichnen.

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