Als dieses Brettspiel unter den Nominierten zum Kennerspiel des Jahres 2026 auftauchte, war ich erst einmal baff. Denn ich hatte im Vorfeld, so wie die meisten anderen, nicht damit gerechnet, dass es dieses eher ungewöhnliche Brettspiel unter die drei Nominierten schafft.
Aber Moon Colony Bloodbath hat es trotz oder vielleicht gerade wegen seines Settings und dem satirischen Unterton geschafft, die Jury zu beeindrucken. Auf Amazon ist kurz nach der Verkündung der Nominierten ein Rabatt für das Spiel aufgetaucht.
Schlagt direkt auf Amazon zuStrategie trifft auf Sci-Fi-Setting
Im neuesten Spiel von Brettspiel-Legende Donald X. Vaccarino errichtet ihr die perfekte Mondkolonie. Am Anfang läuft auch alles glatt: Ihr baut Essen an, schürft nach Rohstoffen und baut eure Basis zu einer richtigen Stadt für eure Kolonisten aus.
Doch nach und nach werden dem Ablaufstapel negative Ereignisse hinzugefügt. So werden euch im späteren Spielverlauf etwa die Mittel gekürzt, eure Energieversorgung fällt aus und die einst so friedlichen Roboter drehen plötzlich durch und metzeln eure Bewohner ab.
In diesem Chaos müsst ihr versuchen, die Kontrolle zu behalten und möglichst viele Menschen vor dem Ableben zu bewahren. Das Spiel endet, wenn eine Kolonie komplett entvölkert wurde oder der Ablaufstapel aufgebraucht wurde. Dann gewinnt die Person, in deren Kolonie noch die meisten Menschen übrig sind.
Auf Amazon ist das Spiel jetzt günstigBrutal, aber mit Augenzwinkern
Die Satire trieft dem Brettspiel aus jeder Pore. Auf vielen Karten sind Zitate abgebildet, die eine ordentliche Portion Ironie mit sich bringen. Beispiel gefällig?
Die einzig nennenswerte Katastrophe bisher war, als die erste amerikanische Mondbasis auf das metrische System umstellte. Es gab keine Überlebenden
Auch darüber hinaus macht Moon Colony Bloodbath vieles anders, als andere Brettspiele. Zunächst ist es ein klassischer Engine Builder, bei dem man möglichst viele Ressourcen erhalten muss, um seine Basis weiter auszubauen und sich dann verschiedene Vorteile unter den Nagel zu reißen.
Aber hier traut sich das Spiel tatsächlich, uns die mühsam aufgebaute Engine wieder einzureißen. So wandelt sich die Spielidee von größtmöglicher Expansion zu Schadensbegrenzung um. Es zählt nicht, wer wirtschaftlich am erfolgreichsten war, sondern wer trotz der Umstände das meiste aus der Situation herausholen konnte.
Wie gut stehen die Chancen beim Kennerspiel des Jahres?
Moon Colony Bloodbath hat starke Konkurrenz, denn neben ihm sind mit Boss Fighters QR und Rebirth zwei weitere Spiele nominiert, die absolute Bestnoten abräumen konnten. Das Brettspiel geht also ganz klar als Außenseiter ins Rennen.
Erfahrungsgemäß schaffen es solche Spiele sehr selten die begehrte Trophäe abzuräumen. Aber selbst als Nominierter kann sich Moon Colony Bloodbath definitiv als eins der besten Brettspiele 2026 bezeichnen.
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