"Wir haben Dinge verkackt": CoD Warzone-Entwickler gestehen Fehler ein

Das populäre Battle Royale-Spiel hat immer noch mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Im Rahmen der Ankündigung der nächsten CoDs äußerten sich die Entwickler und geloben Besserung.

von Tobias Veltin,
12.02.2022 10:15 Uhr

CoD Warzone bekam in den letzten Jahren Zuwachs der anfangs nicht einkalkuliert war. CoD Warzone bekam in den letzten Jahren Zuwachs der anfangs nicht einkalkuliert war.

Der Free2Play-Shooter Call of Duty: Warzone ist zwar nach wie vor ziemlich populär, hat allerdings besonders seit dem Launch der neuen Caldera-Map mit zahlreichen Bugs, Glitches und anderen nervigen Problemen zu kämpfen. Patches bringen teilweise keine Besserung, sodass viele Spieler*innen langsam aber sicher die Geduld verlieren.

Und den Entwicklern ist das durchaus bewusst. In einem Gespräch mit Influencern zeigte sich das Team hinter dem Battle Royale-Shooter, darunter etwa Infinity Ward Studio Head Pat Kelly, reumütig und nutzte dafür auch derbes Vokabular (via Kotaku).

Wir haben Dinge verkackt. Wir haben es kaputt gemacht. Wir sind nicht glücklich damit. Keine Entschuldigungen.

Pat Kelly, Infinite War Studio Head
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Warzone war zunächst anders geplant

Activision-Director Josh Bridge ergänzte, dass man mit dem aktuellen Status des Spiels nicht zufrieden sei und das man insbesondere durch die Hinzunahme der Assets der beiden vergangenen CoD-Teile die Grenzen der eigenen Technologie offenbar zu weit ausgelotet habe. Dadurch wirke Warzone mittlerweile zu aufgeblasen, was es wiederum schwer mache, einzelne Bugs zu finden und zu fixen.

Die Details aus dem Gespräch lassen darauf schließen, dass dem Team das technische Konstrukt hinter Warzone mit steigender Popularität schlicht über den Kopf gewachsen ist. Denn laut Pat Kelly war Warzone zunächst nur als Teil des 2019er Modern Warfare geplant.

Verhängnisvolle Entscheidung: Als der Shooter dann aber immer und immer beliebter wurde, entschloss man sich, auch kommende Teile in das Free2Play-Spiel zu integrieren und Warzone immer weiter auszubauen. Offenbar ein Fehler und eine Erklärung für den aktuellen Zustand des Spiels, den Pat Kelly als "Limbo-Status" beschreibt und ein weiteres alarmierendes Zitat liefert:

Es fühlte sich nicht mehr wie Modern Warfare an, aber auch nicht wie Black Ops.

Pat Kelly, Infinite War Studio Head

Nichtsdestotrotz will das Team die Köpfe nicht in den Sand stecken, stattdessen gelobte man im Gespräch Besserung und eine deutlichere Kommunikation mit den Spieler*innen. Man wolle das Spiel fixen, habe dafür aber nur begrenzt Zeit. Schließlich steht Season 2 vor der Tür, welche schon einmal verschoben wurde, um Warzone zunächst in einen stabilen Status zu bekommen.

Hier ist der aktuelle Cinematic-Trailer zur Season 2 von Warzone:

CoD Warzone läutet Season 2 mit einem fulminanten Cinematic-Trailer ein 2:35 CoD Warzone läutet Season 2 mit einem fulminanten Cinematic-Trailer ein

Bringt erst Warzone 2 wirklich Besserung?

Aufgrund des technischen Zustands von Warzone waren in den vergangenen Wochen bereits Spekulationen ins Kraut geschossen, dass die Probleme möglicherweise überhaupt nicht zu beheben seien und das Team mit einem "Warzone 2" auf neuer technischer Basis quasi einen Neustart versucht.

Und genau diese auf einer neuen Engine laufenden "neuen Warzone-Erfahrung" wurde jetzt angekündigt, zusammen mit dem nächsten "großen" Call of Duty-Teil, der ein direkter Nachfolger von Modern Warfare (2019) werden wird.

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Es wird spannend zu sehen sein, was bei Erscheinen des neuen Warzone mit dem alten passiert. Gehen die beiden ineinander über? Laufen beide parallel? Und ist es tatsächlich möglich, die aktuellen Probleme komplett zu beseitigen? Fragen, die vermutlich erst im Laufe des Jahres beantwortet werden. Die Entwickler werden sich jedenfalls an ihren Worten messen lassen müssen.

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