Fun Fact: Zwar habe ich in Cyberpunk 2077 seit dem verkorksten Launch auf den Last Gen-Konsolen laut den Timern von Sony, Microsoft und Nintendo bereits knapp 80 Stunden verbracht. Mehr als die ersten drei Missionen habe ich von dem Sci-Fi-Meisterwerk aber noch nicht gesehen.
An der hohen Spielzeit haben die häufigen Grafik-Upgrades und Portierungen Schuld, dass ich noch nicht weiter gespielt habe, hingegen ein mögliches PS5 Pro-Update. Ich wollte mir das Spiel nämlich für die bestmögliche Optik aufsparen.
Nun ist der Pro-Patch da und ich denke, es wird wirklich Zeit für den Playthrough. Denn hübscher wird Cyberpunk bis zur PS6 oder Helix-Xbox in einigen Jahren wohl nicht mehr auf einer Konsole.
Der Ray-Tracing-Pro-Modus ist eine absolute Realismus-Granate
CD Projekt RED hat den Grafikoptionen der PS5-Version per Pro-Patch ein ordentliches Upgrade verpasst und dabei unter anderem einen neuen Modus hinzugefügt: Ray-Tracing Pro.
Und der hat die Besonderheit, dass er sämtliche Ray-Tracing-Features der Ultra-Einstellung aus der PC-Version auf die Konsole bringt.
Die aufwendige Technik zur Berechnung von Lichtstrahlen wird eingesetzt für:
- Globale Schatten:
Ohne Ray-Tracing sind die von der Sonne geworfenen Schatten sehr grob und fehlen beispielsweise unter dem Dach des kleinen Geschäfts.
- Lokale Schatten:
Ray-Tracing zeichnet Schatten von Charakteren, Autos und Co. auf mittlerer Distanz weiterhin schön scharf, während sie im Standard-RT-Modus zu groben Blobs werden.
- Licht abstrahlende "Materialien":
In Night City regiert nicht nur die Gewalt, sondern auch grelles Neon-Licht. Und nur im Pro-Modus erhellt es vollständig Umgebung.
- Umgebungsverdeckung:
Im RT Pro-Modus werfen kleine Details wie hier die Kartons und der Schutt realistische Schatten, während sie im Standard-RT-Modus sehr einfach und blass gehalten sind beziehungsweise gänzlich fehlen.
- Schatten von Oberlichtern:
Unter Gebäuden und Brücken werden mit RT Pro auch Bereiche schattiert, die nicht der direkten Sonne ausgesetzt sind. Im Standard-RT-Modus fehlen die Schatten und auch der Lichteinfall fällt simpler aus. Das ist bei den zwei Pfeilern ganz hinten gut sichtbar.
- Reflexionen:
Halbwegs stilles Gewässer sorgt im Pro-Modus für sehr genaue Spiegelungen, die auch viel von der Spielwelt zeigen.
Wobei bei den Spiegelungen erwähnt sein muss, dass lediglich glasklare Reflexionen – beispielsweise auf Pfützen, Klarlack oder Autoscheiben – per Ray-Tracing dargestellt werden. Diffuse Spiegelungen, wie jene, die von nassem Stein, Holz oder mattem Lack erzeugt werden, stellt das Spiel weiterhin mit einer Mischung vorberechneter und eher grobschlächtiger Texturen sowie sogenannten Screen Space Reflections dar.
Screen Space Reflections spiegeln die Objekte im sichtbaren Bildausschnitt, reißen aber auch unschön ab, sobald diese aus der Kamera verschwinden:
Der Rechenaufwand diffuser Reflexionen wäre aufgrund der größeren Streuung der Lichtstrahlen deutlich höher, weshalb ein Verzicht darauf aus Performance-Sicht Sinn ergibt. Immerhin läuft der Modus bereits bei 30 fps auf 60 Hertz-Displays beziehungsweise 40 fps auf 120 Hertz Displays.
Mit der 40 fps-Ausgabe ist er für mich aber dennoch das Sahnestück des Pro-Patches: Eigentlich giere ich bei Spielen nach mehr Frames und ein flüssigeres Spielgefühl, der 40 fps-Kompromiss von Cyberpunk ist für mich aber sehr gut spielbar, auch wenn sich hier und da mal ein paar Ruckler in aufwendigen Szenen einschleichen.
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Cyberpunk 2077 Phantom Liberty - Der finale Trailer vor dem Release ist da
Dem Frame-Verlust steht eine weitaus realistischere Beleuchtung gegenüber, die mich tief in die dystopische Welt von Cyberpunk 2077 eintauchen lässt. Schatten sind authentisch gesetzt, Innenareale großartig beleuchtet und die abertausenden Neon-Schilder von Night City überstrahlen mit ihrem kunterbunten Licht endlich auch ihre Umgebung.
Damit ist der Ray-Tracing-Pro-Modus ganz klar meine erste Wahl.
Klar – auf 60 Hertz-Displays sind die (sehr stabilen) 30 fps weniger angenehm als eine 60 fps-Ausgabe, allerdings gehe ich davon aus, dass ihr die 900 Euro-Konsole auch neben einem entsprechenden TV mit 120 Hertz geparkt habt. Ansonsten verpasst ihr viel vom Funktionsumfang des Geräts.
Auf Seite 2 geht es weiter mit den zwei anderen Grafikmodi und PSSR.

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