Das Böseste, was wir je getan haben - unabhängig vom Spiel selbst

Manchmal müssen wir in Spielen Böses tun. Und manchmal wollen wir es einfach nur aus Spaß an der Freude. Was genau, beichtet euch GamePro heute.

von Redaktion GamePro,
27.11.2021 15:00 Uhr

Böse Wege einschlagen, obwohl wir auch lieb und nett sein könnten, kommt bei uns schonmal vor. Böse Wege einschlagen, obwohl wir auch lieb und nett sein könnten, kommt bei uns schonmal vor.

Während einige Spiele nur so vor Entspannung und guter Moral triefen, verlangen andere von uns eigentlich fragwürdige oder gar schreckliche Taten, die wir so im echten Leben niemals gutheißen würden. Manchmal bleibt uns sogar gar nichts anderes übrig, als böse zu handeln, da wir sonst im Spiel nicht voranzukommen.

Abseits davon gibt es aber noch die bösen Taten, die wir aus freiem Willen beim Spielen begehen. Und das, obwohl sie so gar nicht notwendig oder vom Spiel angedacht sind. Im Folgenden wollen wir daher Buße tun und euch erzählen, was für böse Schandtaten die GamePro-Redaktion sich schon beim Spielen erlaubt hat.

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Tobi provozierte gleich mehrere schwere Katastrophen in Rollercoaster Tycoon

Tobias Veltin: Das allererste Rollercoaster Tycoon wird für mich vermutlich immer DAS beste Park-Aufbauspiel aller Zeiten sein. Ich verbrachte damals zig Stunden damit, möglichst coole, ausgefallene und adrenalinfördernde Achterbahnen zu erdenken - was ziemlich viel Spaß machte - und dann tatsächlich auch zu bauen - was mir oft zu langwierig und frickelig war. Wohl auch deswegen kam ich dann oft an einen Punkt, wo mir das alles zu lange dauerte und offenbar in dunkle Gedanken umschlug. 

Anders ist es jedenfalls nicht zu erklären, dass in vielen meiner Achterbahnen plötzlich die Strecke direkt an einer Felswand mündete oder Teile der Bahn gleich komplett fehlten. Zu beobachten, wie eigentlich gut gelaunte Parkbesucher dann jubelnd in ihren virtuellen Tod fuhren, war dann natürlich ebenfalls Teil dieses Vergnügens - und ja, ein bisschen mies habe ich mich dabei auch gefühlt. Allerdings nur so wenig, dass es immer wieder vorkam - und ich auch diese bösen Taten bis heute mit Rollercoaster Tycoon verbinde.

Eleen lässt ihre Freunde gerne in Fallen laufen

Eleen Reinke: Ich bin mir fast sicher, dass ich schon weitaus fiesere Dinge in Spielen getan habe - aber das erste, was mir in den Sinn kam, ist eher ein kleiner Streich. Vielleicht, weil ich einfach so viele diebische Freude dabei hatte. Meine Freundin hat sich nämlich vor kurzem endlich eine Switch samt Animal Crossing geholt. Für mich natürlich die perfekte Gelegenheit, ihr einen kleinen Startboost zu geben und ihr all die doppelten Rezepte, die ich für genau diesen Fall bei mir eingelagert hatte, auf ihrer Insel zu übergeben. Unter der Bedingung, dass sie meine Beste Freunde-Anfrage annahm, schüttete ich sie also mit Bastelanleitungen zu. Damit war mein Setup perfekt.

Während sie dann freudig eine Anleitung nach der anderen erlernte, zückte ich meine Schaufel und begann, überall auf ihrer Insel an versteckten Stellen Fallen zu vergraben. Und dann musste ich nur noch warten. Es dauerte nicht lange, bis ich mit dem ersten Fluchen belohnt wurde, als ihr Charakter plötzlich für mehrere Sekunden im Boden feststeckte. Die Rache ließ nicht lange auf sich warten und schon bald war die gesamte Insel ein Minenfeld. Auch Tage später noch wurde ich mit ausdrucksstarken Nachrichten belohnt, wenn sie mal wieder in eine Falle getreten war, die wir beide schon längst vergessen hatten.

Fallen in Animal Crossing: New Horizons können wie hier für Minispiele genutzt werden, oder aber um Freunde in den Wahnsinn zu treiben (via YouTube - Minimoli). Fallen in Animal Crossing: New Horizons können wie hier für Minispiele genutzt werden, oder aber um Freunde in den Wahnsinn zu treiben (via YouTube - Minimoli).

Dennis tötet am Spiel-Ende alle, die ihm lieb waren

Dennis Michel: Ich musste bei meinem Eintrag für diesen Artikel wirklich lange überlegen, da ich in Videospielen eigentlich immer in die Rolle des Guten schlüpfe. Fragt ein NPC nach Hilfe, dann wird geholfen. Bettelt ein Bösewicht um Gnade, bekommt er eine zweite Chance. Eine Sache ist mir dann aber doch eingefallen, die mir auch stets aufs Neue Leid tut.

Ich zähle nämlich zu der Sorte Spielern, die am Ende eines Demon's- oder Dark Souls-Durchgangs alle NPCs tötet, um deren schicke Rüstungen und wertvolle Waffen zu mopsen. Schließlich müssen stylische Klamotten für das New Game Plus her. Fashion Souls! Daher ein großes Sorry an Solaire, den Zwiebelritter, Schmied Andre und Co. - ihr werdet gewiss am nächsten Leuchtfeuer wiedergeboren … hoffe ich!

Linda ist die Schlimmste von allen

Linda Sprenger: Okay: Das ist vielleicht etwas übertrieben. Im echten Leben bin ich sowieso ganz nett (ich schwöre!). Wenn’s um Videospiele geht, bin ich meistens jedoch das komplette Gegenteil: abgrundtief böse. Das beste Beispiel? Ich habe vor einiger Zeit einen kompletten Artikel darüber geschrieben, dass ich meine Inseltierchen in Animal Crossing: New Horizons wie Dreck behandle. Ich grüße sie nicht, schenke ihnen nichts, schlage ihnen mit dem Kescher auf den Kopf, nur, damit sie endlich Leine ziehen. Zur Strafe haben die werten Kolleg*innen meine komplette Insel mit Plüschbären ausgestattet, während ich im Urlaub war. Ich hab’s wohl nicht anders verdient. 

Viele RPGs wie Fallout 3 spiele ich ebenfalls so böse, wie es nur geht. Natürlich habe ich Megaton hochgejagt, so macht’s mir eben viel mehr Spaß, und spektakulär sah es sowieso aus. Und ansonsten? Sims im Pool ertränkt? Check! Feindlichen Späher in Age of Empires 2 eingemauert? Check! Mein süßes Pummeluff in “Pupsmonster” umbenannt, dann an meinen Kumpel vertauscht und mich darüber kaputtgelacht, dass er diesen wunderbaren Spitznamen nicht mehr ändern kann? Check! Muhahahaha, ich könnte noch ewig so weitermachen.

Wie sieht’s bei euch aus? Welche bösen Taten beim Spielen gehen auf euer Konto?

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