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Seite 2: Days Gone im Test - Der nächste PS4-Hit ist da, aber nicht ohne Macken

Was uns in Haupt- und Nebenmissionen erwartet

Days Gone bietet nicht nur eine knapp 30 Stunden lange Hauptstory, sondern auch etliche Nebenmissionen. Hier müssen wir beispielsweise Freaker-Nester verbrennen.Days Gone bietet nicht nur eine knapp 30 Stunden lange Hauptstory, sondern auch etliche Nebenmissionen. Hier müssen wir beispielsweise Freaker-Nester verbrennen.

In Sachen Missionsdesign erwarten uns keine großen spielerischen Überraschungen. Die abwechslungsreichen Story-Aufträge halten uns aber dennoch bei Laune.

Wir durchkämmen ruinierte Häuser und Shops kleiner Städte, um spezielle Ressourcen einzusammeln. Wir durchstreifen die Gänge düsterer Minen und forschen nach den verschwundenen Mitgliedern einer Aufklärungseinheit. Wir geben Boozer aus der Ferne mit dem Scharfschützengewehr Rückendeckung, während er Sprengstoff an einem Staudamm platziert.

Die Qualität der Nebenmissionen schwankt indes. Lager von Plünderern befreien? Das haben wir in Assassin's Creed: Odyssey doch schon zur Genüge macht! Wesentlich mehr Spaß haben wir bei der Infiltration von Nero-Kontrollpunkten. Hier müssen wir stets in einen abgesperrten Container gelangen, indem wir zunächst kleine Puzzles lösen. Einer der ersten Kontrollpunkte stellt uns beispielsweise vor eine elektrisch verschlossene Tür, die sich nur öffnen lässt, wenn wir einen alten Generator wieder anwerfen.

Alle Nebenmissionen auf einen Blick

NERO-Kontrollpunkt: Hier müssen wir in einen abgesperrten Stützpunkt gelangen, wo wertvolle Belohnungen auf uns warten, mit denen wir Deacons Gesundheit, Ausdauer oder Konzentration verbessern können.

Plünderer-Camps: Töten wir alle Plünderer in einem Lager, schalten wir jedes Mal ein neues Crafting-Rezept frei.

Camp-Jobs: Zu diesen Aufträgen gehören beispielsweise Kopfgeldjagden, bei denen wir eine bestimmte Person töten oder lebendig einfangen müssen.

Optionale Horden: Nicht nur im Laufe der Story müssen wir es mit Horden aufnehmen. In der Spielwelt verstecken sich etliche optionale Ekel-Kollektive, die wir ausschalten können.

Nester: Freaker ziehen sich in Nester zurück, die an mehreren Stellen der Spielwelt verteilt sind. Verbrennen wir sie, schalten wir Schnellreisestationen frei.

Aber ganz egal, was wir in der Open World erledigen, jede Nebenaufgabe erfüllt einen bestimmten Zweck und fügt sich organisch in die Spielmechanik ein. Jedes Mal, wenn wir ein Lager befreien, erhalten wir ein neues Crafting-Rezept. Immer wenn wir einen Nero-Kontrollpunkt absolvieren, finden wir eine Nero-Injektion und verbessern damit entweder Deacons Ausdauer, Gesundheit oder Konzentrationsfähigkeit.

Gerade wer sich der größten Herausforderung des Spiels stellen will, der sollte sich zur Vorbereitung unbedingt auch abseits des Hauptpfades umsehen.

Massenhaft Spaß mit den Freaker-Horden

Im Kampf gegen die Horden dreht Days Gone erst so richtig auf. Im Kampf gegen die Horden dreht Days Gone erst so richtig auf.

So richtig spektakulär wird's nämlich, wenn wir es mit Horden aus bis zu 500 Infizierten gleichzeitig aufnehmen. Auf die Freakermassen treffen wir mehrmals im Verlauf der Story und in optionalen Open World-Aufgaben. Wir könnten uns sogar schon in den ersten Spielstunden in einen Hordenkampf stürzen, ernsthaft versuchen sollten wir es aber erst gegen Ende des Spiels.

Ohne die richtige Ausrüstung und ohne verbesserte Gesundheits- und Ausdauerwerte haben wir nämlich nicht den Hauch einer Chance. Auseinandersetzungen mit den Ekel-Kollektiven verlangen uns alles ab, fordern Blut, Schweiß und Geduld. Sie stellen die Abschlussprüfungen unseres Überlebenskampfes dar.

Im Laufe der Geschichte kämpfen wir beispielsweise gegen eine Horde, die sich auf einer riesigen Highway-Raststätte breitmacht. Unserer erster Impuls? Einen Molotowcocktail mitten ins Getümmel werfen und im Weglaufen aus allen Rohren auf die anstürmende Masse feuern. Jedoch haben wir damit nicht einmal annähernd Erfolg. Wir werden schneller niedergemäht als wir nachladen können. Nur Anfänger schießen wild drauflos, beim zweiten Versuch gehen wir also überlegter vor.

Horden sollten wir nie planlos angehen. Wer offenbar chancenlos ist, sollte lieber fliehen und später wiederkommen.Horden sollten wir nie planlos angehen. Wer offenbar chancenlos ist, sollte lieber fliehen und später wiederkommen.

Diesmal platzieren wir zunächst Fernlenk-Bomben zwischen Tanklastern und explosiven roten Fässern. Anschließend scheuchen wir die Meute auf, locken sie durch unsere Falle und jagen sie per Knopfdruck in die Luft!

Lektion gelernt: Hier haben wir es nicht etwa mit hirnlosem, langsamen Kanonenfutter zu tun, sondern mit einer rohen Gewalt, die sich nur mit einer cleveren Taktik stoppen lässt.

Und das spielt sich wunderbar erfrischend und aufregend. Sogar so aufregend, dass wir nach der dritten Begegnung mit einer Horde noch Herzklopfen bekommen. Wenn 500 Infizierte kreischend auf uns zustürmen, übermannt uns ein Panikgefühl, das selbst den gewieftesten Plan plötzlich ganz stümperhaft erscheinen lässt.

So sorgt das Open World-Abenteuer für Momente, die uns noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Doof nur, dass Days Gone eine Geschichte erzählt, die uns nur mit den Schultern zucken lässt.

Zu viel gewollt, zu wenig erzählt

Bend versucht sich an einer emotionalen Geschichte, verzettelt sich dabei aber ordentlich.Bend versucht sich an einer emotionalen Geschichte, verzettelt sich dabei aber ordentlich.

Worum sich die Geschichte von Days Gone letztendlich dreht? Mal geht es um das Verhältnis zwischen Deacon und Boozer, mal um die Beziehung zwischen Deacon und Sarah. Manche Missionen drehen sich auch um die unheimliche Forschungsorganisation Nero, die mehr über die Freaker und die Pandemie wissen als jeder andere gottverdammte verbliebene Mensch auf der Welt.

Es geht um Freundschaft, Liebe, Hoffnung, Verzweiflung. Es geht um alles. Und letztendlich um nichts.

Das Problem dabei: Die Story hat keinen Fokus. Sie reißt etliche Handlungsstränge an, spinnt sie aber nur halbherzig fort und zieht uns so niemals wirklich in ihren Bann. Dabei können Open World-Spiele durchaus spannende Geschichten erzählen. The Witcher 3 und Sonys eigenes Horizon Zero Dawn zeigen, wie es geht! In Days Gone wird uns hingegen nie so richtig klar, was unser Ziel ist. Wofür wir kämpfen. Wofür wir (über)leben.

Aber nicht nur dramaturgisch, sondern auch inszenatorisch schwächelt die Geschichte.

Viele Zwischensequenzen oder Dialoge sollen Emotionen wecken, wirken aber eher peinlich und völlig fehl am Platz. Beispielsweise wenn Deacon und Sarah in einer Rückblick-Sequenz vor dem Traualtar stehen und sie ihm mit den Worten "ich will, dass du mich reitest wie dein Bike" den Ring ansteckt. Bend Studio setzt uns so in der Summe einen Story-Brei vor, dem es klar an Würze fehlt.

Nichtsdestotrotz: Langweilig ist die Zombie- pardon Freaker-Apokalypse ganz sicher nicht. Mit Days Gone erwartet uns ein vielschichtiges Survival-Action-Abenteuer, das ein vermeintlich tot getretenes Szenario unvergleichlich spannend macht. Zum perfekten Endzeittrip mangelt es zwar an einer fesselnden Geschichte und einfallsreichem Missionsdesign, dennoch entpuppt sich Bend Studios erster PS4-Blockbuster als Hit.

Days Gone - Neuer Trailer stellt Deacon vor eine schwere Entscheidung 0:30 Days Gone - Neuer Trailer stellt Deacon vor eine schwere Entscheidung

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