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Fazit: Dying Light 2 im Test: Es hätte so unfassbar gut werden können

Fazit der Redaktion

Dennis Michel
@DemiG0rgon

Wir haben Anfang Februar und ich habe auf der Liste der Enttäuschungen meinen ersten Eintrag. Doch versteht mich hier ja nicht falsch, Dying Light 2 ist keine Enttäuschung im Sinne von “ist ein schlechtes Spiel”. Ganz und gar nicht! Mögt ihr rasantes Parkouring gemischt mit wuchtigen Kämpfen, eine atmosphärische Open World und wollt teils richtig coole Charaktere und Nebenquests erleben, dann kommt ihr hier sicher auf eure Kosten. 

Dying Light 2 ist für mich eine Enttäuschung, da so unfassbar viel mehr möglich gewesen wäre. Und dieses ausgelassene, sich durch alle Elemente des Spiels ziehende Potenzial schreit mir förmlich ins Gesicht. Nach dem Prolog und den ersten gut zehn Spielstunden war ich der Überzeugung, der Titel könne ein echtes Meisterwerk werden. Eines der besten Open World-Actionspiele aller Zeiten. 

Doch der Eindruck hat sich mit zunehmender Spielzeit immer mehr verabschiedet. Dying Light 2 bietet in allen Bereichen zu wenig Abwechslung, ist mit teils haarsträubenden Spieldesign-Entscheidungen gespickt und verrennt sich in Sachen Story in Gefilden jenseits von Gut und Böse. Ich bin sehr gespannt, mit welchen Ideen Techland ihr Zombie-Epos künftig aufwerten wollen. Kommt ein cooler DLC mit einigen sinnvollen Neuerungen, würde ich nochmal einen Abstecher nach Villedor machen. Vorerst wartet auf mich noch eine hoffentlich spaßige Runde im Koop-Modus, der erst zum Release freigeschaltet wird. 

Stephan Zielke
@GamingUndKatzen

Selten hat sich während des Spielens meine Meinung über ein Videospiel so geändert, wie im Falle von Dying Light 2. Beim ersten Akt glaubte ich ehrlich, einen Kandidaten für eine 90er-Wertung zu haben. Worldbuilding, Charaktere, Entscheidungen, wuchtige Kämpfe und das Parkour-System hatten mich anfangs richtig überzeugt. 

Doch je länger sich die Spielzeit hinzog, desto mehr brach das Gerüst in sich zusammen. Aus Charakteren und Welt wird sehr wenig gemacht. Kämpfen fehlt einfach die Abwechslung, um über die lange Spielzeit zu begeistern, und Parkour wurde für mich (da ich alle Gebiete den Peacekeepern zugewiesen habe) eher anstrengend. 

Doch am schlimmsten ist die Story. Selten gab es einen so seelenlosen Protagonisten, der von einem langweiligen Ereignis ins nächste wortwörtlich ohnmächtig hineinstolpert. Für mich persönlich ist Dying Light 2 damit leider eine verpasste Chance. Denn hätte Techland auf dem guten Fundament von Akt 1 aufgebaut, hätten wir den ersten Hit des Jahres gehabt.

Samara Summer
@Auch_Im_Winter

Bei meinem Trip ins postapokalyptische Villedor habe ich in erster Linie spaßiges Parkouring und kurzweiliges Zombie-Geschnetzel gesucht – und genau das habe ich gefunden; motivierendes Skill- und Fraktionen-System inklusive. Die Kämpfe besitzen nicht viel Tiefgang, aber bei dieser Art von Spiel gebe ich mich gerne mit stumpfem Draufhauen zufrieden. Nur die Bosse hätten spektakulärer ausfallen dürfen.  

Mit der Story ist es etwas komplizierter: Ich bin begeistert vom Wiederspielwert, der sich durch das Treffen folgenschwerer Entscheidungen ergibt. Zudem habe ich durchaus starke Momente und spannende Charaktere entdeckt. Leider finden Letztere oft nicht so recht ihren Platz in der Geschichte – die sich außerdem zu häufig auf Nebenpfaden verläuft. Völlig austauschbar ist dabei Protagonist Ethan…, äh, sorry – Aiden. Resi lässt grüßen!

Unterm Strich ist Dying Light 2 für mich trotz des verschenkten Potenzials ein unterhaltsames Zombie-Spiel. Besonders genießen konnte ich die Endzeit-Atmosphäre beim Klettern und Springen über die Dächer der Stadt.   

Annika Bavendiek
@annika908

Bei Dying Light 2 habe ich mich vor allem auf eines gefreut: Flotte Parkoureinlagen über den Dächern, während ich Zombies gekonnt wegschnetzle. Und genau das habe ich bekommen - zumindest, wenn ich mich mit den Überlebenden gut stelle und richtig skille. Und auch die Nebenquests, die sowohl witzige als auch ernste Töne anschlagen, waren nach meinem Geschmack.

Allerdings gibt es einfach zu viele Haare in der Suppe, die verhindern, dass der Funke bei mir richtig überspringt: Die Hauptstory holt mich trotz Entscheidungsmöglichkeiten nicht ab, Aiden ist langweilig und der Loot könnte mir auch kaum egaler sein. Und das, obwohl ich jemand bin, die sonst in jede Sofaritze schaut, um auch ja alle Items mitzunehmen. So spare ich mir zwar wertvolle Zeit, das trübt aber auch das Bild der postapokalyptischen Welt.

Mein Verhältnis zu Dying Light 2 hat sich damit zu einem “nettes Zombie-Spiel für zwischendurch” eingependelt, das nicht meine volle Aufmerksamkeit bekommt, aber trotzdem für spaßige Spielstunden gut ist. Vor allem im Koop-Modus, der mit dem Release dann endlich verfügbar ist und nochmal Schwung in die Angelegenheit bringen dürfte.

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