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Es hätte so schön sein können ... - Fortsetzungen, auf die wir lieber verzichtet hätten

Fortsetzungen sind eine tolle Sache - meistens. Diese Sequels würden wir allerdings lieber aus unserem Gedächtnis streichen.

von Redaktion GamePro,
22.04.2018 12:00 Uhr

Warum?!Warum?!

Wir alle kennen das Gefühl, wenn eine Fortsetzung zu einem unserer absoluten Lieblingsspiele angekündigt wird. Die Hoffnung und Freude, dass wir endlich mehr von etwas bekommen, was wir geliebt haben.

Wir alle kennen aber auch das Gefühl, wenn das, was folgt, unsere Erwartungen nicht erfüllen konnte. Wenn die Enttäuschung siegt und wir desillusioniert, traurig oder gar wütend zurückbleiben und uns fragen, wie alles nur so furchtbar schief gehen konnte.

Letzte Woche haben wir über unsere Fortsetzungs-Wünsche gesprochen. Diese Woche sprechen wir darüber, auf welche Fortsetzungen wir lieber verzichtet hätten.

Rae wollte ein anderes Batman: Arkham Knight

Batman: Arkham Knight - Launch-Trailer: Batmans letzter Tanz 1:51 Batman: Arkham Knight - Launch-Trailer: Batmans letzter Tanz

Zu sagen, ich wäre großer Fan von Batman oder den Arkham-Spielen, wäre eine gigantische Untertreibung. Zu sagen, ich wäre nicht enttäuscht von Batman: Arkham Knight, wäre ebenfalls eine gigantische Untertreibung. Es gibt wenige Spiele, auf die ich mich in meinem Leben so sehr gefreut habe und es gibt ebensowenige, die mich so enttäuscht haben. Und Schuld trägt vor allem eine Sache: das Batmobil.

Schon bei der Ankündigung des Batmobils hatte ich ein schlechtes Gefühl, denn Rocksteady schob das Feature so sehr in den Vordergrund, dass ich das Gefühl hatte, alles andere würde dadurch in den Hintergrund gerückt. Letztlich war es für mich genau so. Anstatt wie in Batman: Arkham Asylum, Arkham City oder sogar Arkham Origins gegen jede Menge Bat-Villains zu kämpfen, Nebenquests zu erfüllen und Riddler-Trophäen zu sammeln, drehten sich fast alle Herausforderungen in Arkham Knight um Batmans erstmals spielbares Gefährt.

Ebenso schlimm fand ich, dass mit dem Batmobil die goldene Regel des Dunklen Ritters umgangen wurde: Batman benutzt keine Schusswaffen. Ja, ja, ich weiß: Das Batmobil verschießt nur "Gummiprojektile". So wie die Mechanik allerdings in Arkham Knight integriert war und Gegner und Drohnen fielen wie die Fliegen, fühlte es sich trotzdem nach einer "normalen" Waffe an.

Und lasst mich gar nicht erst vom Ende anfangen. Darüber kann ich mich sogar noch länger aufregen. Batman: Arkham Knight hat für mich alles falsch gemacht, was seine Vorgänger richtig gemacht haben. Mein Bat-Herz blutet noch immer.

Hannes wollte niemals Final Fantasy 10 haben

Hannes wollte weeder Final Fantasy 10, noch sein HD Remaster.Hannes wollte weeder Final Fantasy 10, noch sein HD Remaster.

Ich weiß, eigentlich sollte ich eher auf Teil 13 und die Lightning-Sequels zu sprechen kommen, wenn es um Final Fantasy-Sequels geht, auf die ich hätte verzichten können. Aber aus irgendeinem Grund mag ich Final Fantasy 10 noch einmal weniger als den (zurecht) gescholtenen Ableger aus dem Jahr 2009. Mit Final Fantasy 10 beginnt für mich persönlich der qualitative Abstieg der beliebten JRPG-Reihe, die sich danach vor allem durch Design-Entscheidungen auszeichnet, die selten fokussiert wirken.

Zwar habe ich mich damals gut 40 Stunden mit dem PS2-Original beschäftigt, konnte aber nie mit den Charakteren des Ablegers warm werden. Egal ob Tidus, Yuna, Rikku oder gleich die ganze Welt von Spira - ich hatte oft mit Fremdscham zu kämpfen oder ganz einfach mit Langeweile. Vermutlich liegt es wirklich an mir, immerhin ist die Fangemeinde um den 10. Teil nicht zu verachten. Aber ich bezweifele, dass ich meine Meinung in naher Zukunft ändern werde.

Linda denkt mit Horror an Final Fantasy 13-2 & Lightning Returns zurück

Lightning Returns: Final Fantasy 13 - Launch-Trailer zum Trilogie-Finale 1:44 Lightning Returns: Final Fantasy 13 - Launch-Trailer zum Trilogie-Finale

Wenn Hannes schon nicht über Final Fantasy 13 und seine beiden Sequels sprechen möchte, dann beiße ich eben in den sauren Apfel. Final Fantasy 13 finde ich besser als seinen Ruf, der direkte Nachfolger, Final Fantasy 13-2, gehört für mich aber ins Fegefeuer.

Mit Lightning hat der erste Teil eine ziemlich coole Hauptfigur. Mensch, habe ich mich darüber gefreut, dass sie im direkten Nachfolger durch ihre nervige kleine Schwester Serah ersetzt wird und als nicht spielbarer Charakter in den Hintergrund verschwindet. Mit Noel bekommt Serah dann noch einen austauschbaren Standard-JRPG-Sidekick an die Seite gestellt, der so langweilig ist, dass ich beim bloßen Anblick seiner Wuschelfrisur schon einpenne. Zu Noels Verteidigung: Kein Charakter aus dem Final Fantasy 13-Cast ist wirklich spannend geschrieben, der zeitreisende Jüngling könnte meiner Meinung nach aber auch durch einen Stein ersetzt werden. Für die Story des Sequels wäre es egal. Die ist nämlich so wirr erzählt, dass mich das Schicksal ihrer Hauptfiguren ohnehin kalt lässt.

Final Fantasy 13: Lightning Returns rückt zwar wieder die Heldin des ersten Teils in den Mittelpunkt, kann die Geschichte der Trilogie aber auch nicht retten. Stattdessen fährt Lightning Returns die übergreifende Story am Ende sogar komplett gegen die Wand. Auch lange nachdem ich den Abspann gesehen hatte, wachte ich manchmal nachts kopfschüttelnd auf und ärgerte mich über die letzten Minuten des Spiels. Die Macher hätten es einfach beim ersten Teil belassen sollen.

Nasti wurde desillusioniert von Resident Evil 5

Resident Evil 5 - PC und HD-Port auf PS4 und Xbox One im Grafik-Vergleich 4:13 Resident Evil 5 - PC und HD-Port auf PS4 und Xbox One im Grafik-Vergleich

Die Resident Evil-Reihe stand lange Zeit für nervenaufreibenden Survival-Horror. Das hat sich über die Jahre geändert. Spätestens mit Resident Evil 5 war klar: Gruselfaktor und fordernde Rätsel sind reiner Action gewichen. Atmosphärisch entfernt sich der Titel so weit von den Vorgängern des Franchises, wie ich beim Anblick eines mit dem T-Virus infizierten Mutanten laufen würde. Statt durch ein düsteres Herrenhaus oder eine ungemütliche Kirche streifen wir im fünften Teil der Reihe durch das sonnige Afrika und prügeln dort unbeirrt auf die aggressiven Ansässigen ein.

Ich habe Resident Evil 5 im Koop gespielt und als losgelöste Erfahrung betrachtet war es ein unterhaltsames Action-Spiel. Im Kontext des Franchises wird der Ableger aber eindeutig von seinen Vorgängern in den Schatten gestellt. Es ist kein Geheimnis, dass eingeschworene Fans wegen demselben Kritikpunkt auch vom Nachfolger RE 6 enttäuscht waren. Ein Glück, dass sich zumindest der siebte Teil der Reihe auf seine Survival-Horror-Wurzeln zurückbesinnt hat.

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