Jetzt mit Plus alles auf einer Seite lesen

Jahres-Abo
4,99€

pro Monat

12 Monate

NUR FÜR KURZE ZEIT 
3 MONATE GRATIS

beim Abschluss eines 12-Monats-Abos

Günstigster Preis
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Quartals-Abo
5,99€

pro Monat

3 Monate

20% gegenüber Flexi-Abo sparen
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's
Flexi-Abo
6,99€

pro Monat

1 Monat

Monatlich kündbar
Zugang zu allen exklusiven Artikeln, Videos & Podcast-Folgen
Werbefreiheit auf GameStar.de & GamePro.de
Auf geht's

God of War - Ein Comeback für die Götter

Am 20. April erscheint das großangelegte Wiedersehen mit Kratos. Ich habe dem Spartaner ein paar Stunden die Hände geschüttelt und mich dabei sehr darüber gefreut, was aus dem einstigen Wüterich geworden ist.

von Hannes Rossow,
19.03.2018 16:00 Uhr

Die Beziehung zwischen Kratos und Atreus nimmt in God of War viel Raum ein.Die Beziehung zwischen Kratos und Atreus nimmt in God of War viel Raum ein.

Kratos, der wütende Spartaner mit dem Hang zur aggressiven Konfliktlösung, gehörte auf PS2, PS3 und PS Vita zu den größten Stars, die das exklusive Sony-Lineup zu bieten hatte. Mit brachialer Action, expliziter Gewaltdarstellung und einem spannenden (wenn auch eigenwilligen) Einblick in die griechische Mythologie setzte die God of War-Reihe neue Maßstäbe. Doch nach vier Hauptablegern und zwei Spin-offs schien der blutige Rachefeldzug so langsam an Sogkraft zu verlieren.

Neue Götter braucht das Land

Anstatt die Reihe auf unbestimmte Zeit ruhen zu lassen, gab Sony mit God of War einen weiteren Ableger in Auftrag. Zwar wird offiziell nicht von einem Reboot gesprochen, doch der Titel des Spiels und das neue Setting sprechen eine deutliche Sprache. Kratos ist zurück, aber dieses Mal geht es nicht um Zeus, Ares & Co. sondern um die rauhen Gottheiten der Nordischen Mythologie. Achja, einen Sohn hat der ehemalige Gott des Krieges jetzt auch.

God of War - Vorschau-Video: Das hat sich im großen Kratos-Comeback geändert 3:55 God of War - Vorschau-Video: Das hat sich im großen Kratos-Comeback geändert

Ich hatte die Gelegenheit, schon vor dem Release ein paar Stunden mit dem Comeback von Kratos zu verbringen. Und schon nach wenigen Minuten wird klar, dass God of War nicht mehr das ist, was es einmal war. Und das ist meiner Meinung nach auch sehr gut so. Zuallererst möchte ich aber noch schnell die Dinge festhalten, die sich eben nicht verändert haben: Die Action ist brutal, die Götter sind gemein und Kratos verliert regelmäßig die Fassung.

Harte Schale, weicher Kern

Abgesehen davon, scheinen sich die Entwickler von Sony Santa Monica von den meisten Tugenden der God of War-Reihe aber verabschiedet zu haben. Und am deutlichsten ist dieses Umdenken an Kratos selbst zu sehen. War der Spartaner in den früheren Teilen noch der personifizierte Zorn, der sich allein durch unkontrollierte Rachegefühle auszeichnet, tritt Kratos im neuen PS4-Teil als melancholisches Raubein auf, das versucht, jedwede Emotion zu verstecken.

Das betrifft nicht nur die Franchise-typische Wut, sondern auch in der Vergangenheit vernachlässigte Gefühle wie Trauer, Liebe, Reue und mehr. So vielschichtig, wie in den ersten Stunden von God of War, habe ich Kratos noch nie erlebt. Triftige Gründe für eine trübe Stimmung hat er auch dieses Mal ausreichend. God of War rückt zum Spielstart die Kamera ganz nah an den altbekannten Protagonisten und zeigt uns Kratos bei den Vorbereitungen der Feuerbestattung seiner kürzlich verstorbenen Frau.

Wer besorgt war, dass das nordische Setting nur kalt, weiß und grau aussieht, darf aufatmen.Wer besorgt war, dass das nordische Setting nur kalt, weiß und grau aussieht, darf aufatmen.

Wir starten mit ruhigen, intimen Momenten in das neueste Abenteuer, tauschen knappe Dialoge mit Atreus aus und erleben Kratos als stillen sowie in sich gekehrten Protagonisten. Bis zum ersten Kampf gegen eine handvoll Draugr (Skyrim-Fans kennen die skandinavischen Zombies nur zu gut) dauert es locker eine halbe Stunde. Und selbst dann lässt God of War den überdrehten Hack & Slash-Style von damals vermissen.

Taktik statt Button Mashing

Das soll aber nicht bedeuten, dass das Gameplay in den Kämpfen von God of War nun an Intensität verloren hat. Mit der neuen Leviathan-Axt, mit der Kratos auf seine Gegner eindrischt, ist die Gewalt keineswegs entschärft, sie ist nur einen Tick "glaubwürdiger". Die Zeiten, in denen auch reines Button Mashing geholfen hat, sind jedoch vorbei. Gore Kills gibt es aber trotzdem noch, wenn wir es schaffen, unsere Feinde zu betäuben. Dennoch sind die Kämpfe in God of War taktischer geworden, was sich auch im Härtegrad bemerkbar macht.

Einfach drauflos prügeln ist in God of War nicht immer die beste Idee. Aber auch nicht die schlechteste.Einfach drauflos prügeln ist in God of War nicht immer die beste Idee. Aber auch nicht die schlechteste.

Schon im zweiten von insgesamt vier Schwierigkeitsstufen (die sich nach der Auswahl nicht mehr wechseln lassen), habe ich mir beim ersten Bosskampf gegen einen riesigen Troll schon die Zähne ausgebissen. Mit der Wahl aus leichten und schweren Angriffen, einer Ausweichbewegung und dem Schildeinsatz, erinnern die Kämpfe in God of War nicht zufällig an die Dark Souls-Reihe. Zwar müssen wir nicht wirklichen jeden Angriff passgenau planen, aber ewig lange Kombo-Ketten gehören der Vergangenheit an.

Übung macht den Axtmörder

Die zu Spielbeginn eher vorsichtigen Kämpfe könnten aber im späteren Spielverlauf noch einmal an Wildheit gewinnen. Mit verschiedenen Talentbäumen, die uns neue Fertigkeiten für Axt, Bogen und Schild freischalten lassen, sind komplexere Angriffe möglich, die sich dann miteinander kombinieren lassen. Auch Atreus lässt sich mit neuen Fähigkeiten ausstatten, die er selbstständig einsetzt. So springt er Feinden auf den Rücken und würgt sie mit seinem Bogen.

Atreus agiert überraschend selbstständig und ist mit seinem Bogen äußert hilfreich.Atreus agiert überraschend selbstständig und ist mit seinem Bogen äußert hilfreich.

Der Spross von Kratos agiert ohnehin überraschend autonom und steht uns nie im Weg. Seine Pfeile feuert Atreus allerdings nur dann ab, wenn Kratos den Befehl dafür gibt. Dadurch können wir nicht nur Schaden verursachen, sondern vor allem die Gegner ablenken und Kratos die Möglichkeit geben, kräftige Konter zu starten. Auch hilfreiche Items wie die grünen Heilsteine kann Atreus für uns finden, wenn wir ihm diese Fertigkeit zuweisen.

Bei aller Taktik bleibt Kratos aber auch im Jahr 2018 noch blind vor Wut, wenn er in einen Blutrausch gerät. Eine eigene Spezialleiste, die sich bei erfolgreichen Attacken füllt, versetzt den Kriegsgott in den Kampfmodus "Spartas Rache". Für eine kurze Zeit sind wir dann unaufhaltsam und prügeln uns mit besonders brachialen Attacken durch die gegnerischen Reihen. Hier lassen sich dann auch Feinde in die Luft schleudern, wo wir sie mit zusätzlichen Hieben bearbeiten können.

Vom Hack & Slash zum Action-RPG

In God of War wird nicht gerade wenig gekämpft, aber mindestens genauso viel Zeit verbringen wir damit, die Spielwelt zu erkunden. Eine offene Spielwelt gibt es zwar nicht, aber jede Menge verwinkelte Pfade lassen uns Geheimnisse entdecken, die stets mit saftig gefüllten Schatzkisten belohnt werden. Die wertvollen Idunn-Äpfel, die unsere maximale Gesundheit steigern, finden wird beispielsweise nur in versteckten Särgen, die zusätzlich durch kleine Rätsel gesichert sind.

Neue Rüstungen lassen Kratos nicht nur widerstandsfähiger werden, sondern auch ganz anders aussehen.Neue Rüstungen lassen Kratos nicht nur widerstandsfähiger werden, sondern auch ganz anders aussehen.

Außerdem ist es auch möglich, die Ausrüstung von Kratos und Atreus zu wechseln. Das betrifft sowohl die Kleidung und Rüstung als auch die Waffen. So kann die Axt von Kratos nicht nur durch einen Zwergenschmied aufgewertet werden, der Schaft ist austauschbar und kann durch seltenere Exemplare ersetzt werden. Unterschiedliche Seltenheitsgrade lassen auf ein umfangreicheres Loot-System schließen, zu Beginn habe ich aber nur wenig neue Ausrüstung entdeckt.

Den Großteil meines Equipments habe ich mir daher selbst gecraftet. Und dafür müssen wir mit Kratos auch Ressourcen einsammeln, die in der Spielwelt verteilt sind. Diesen Sammeltrieb fördern auch andere Collectibles wie Holzspielzeuge, die in Sets auftreten und verkauft werden können. Wer mehr über das Götterdrama der nordischen Mythologie wissen will, kann zudem versteckte Sagen in Form von aufklappbaren Tafeln "entdecken" und nachlesen.

Zusätzliche Beschäftigungen wie das Erfüllen bestimmter Achievements mit gestaffelten Belohnungen und Schatzkarten, die Kratos auf Schnitzeljagd gehen lassen, sorgen zusätzlich für Ablenkung, wenn der Sinn Mal gerade nicht nach dem Verstümmeln von skandinavischen Sagengestalten steht

1 von 2

nächste Seite



Kommentare(38)

Nur angemeldete Benutzer können kommentieren und bewerten.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen oder schließen