In den 2000ern gab es eine obskure Hot Wheels-Serie auf Super RTL und ich hab sie geliebt

Max hat als Hot Wheels-Fan 2005 Acceleracers auf Super RTL geschaut und heute wirft er mit euch zusammen einen Blick darauf zurück.

Erinnert ihr euch noch an Hot Wheels AcceleRacers auf Super RTL? Erinnert ihr euch noch an Hot Wheels AcceleRacers auf Super RTL?

Für mich waren Hot Wheels als Kind der Wahnsinn. Neben dem Sammeln der kleinen Flitzer gab es eine Phase, in der ich auch regelmäßig das offizielle Magazin verschlungen habe und ab 2005 gab es sogar eine Serie auf Super RTL, die ich natürlich ebenfalls schauen musste.

Heute werfe ich noch einmal einen Blick auf Hot Wheels: Acceleracers und nehme euch mit auf einen Nostalgie-Trip in die 2000er – macht euch auf liebgemeinten Cringe gefasst!

Maximilian Franke
Maximilian Franke

Bevor Videospiele das Ruder von Max' Hobby-Auswahl an sich gerissen haben, gab es unter anderem Hot Wheels. Auch wenn die kleinen Flitzer mittlerweile nur noch selten eine Rolle in seinem Leben spielen, sind trotzdem viele wohlige Erinnerungen daran gebunden. Auch deshalb, weil die Marke nicht nur im Spielzeug-Parkhaus und auf Straßenteppichen eine gute Figur machte, sondern sogar in Spielen wie Hot Wheels Velocity X oder Hot Wheels Unleashed auf dem PC. Irgendwo müsste doch auch noch die Kiste mit den ganzen Autos in der Heimat herumstehen ...

Was war Hot Wheels Acceleracers nochmal?

Acceleracers war ursprünglich eine Animationsfilm-Reihe aus vier Filmen, die als Nachfolger zum Film Hot Wheels Highway 35 von Spielzeughersteller Mattel produziert wurden. Da die Streifen mit je 60 Minuten Laufzeit zu lang fürs reguläre Fernsehen waren, wurden sie in Deutschland in zwölf 20 minütige Folgen aufgeteilt, die dann ab April 2005 auf Super RTL zu sehen waren.

Bis heute gibt es treue Fans und auch der Arcaderacer Hot Wheels Unleashed 2: Turbocharged hat vor gut zwei Jahren einen DLC mit Autos aus der Serie spendiert bekommen.

Video starten 1:01 Hot Wheels Unleashed 2: Trailer stellt den AcceleRacers-DLC mit neuen Autos aus der Serie vor

Die Geschichte dreht sich um eine Gruppe Racer, die mit Hilfe des Wissenschaftlers Dr. Tezla ins Reich der Rennen reisen. Allein an diesem Namen merkt ihr schon: Hier werden die ganz großen Storytelling-Geschütze ausgefahren!

Um die ferne Dimension von der Erde aus zu erreichen, nutzt Dr. Tezla das sogenannte Rad der Macht, das eine Art Portal darstellt. Unglücklicherweise haben sich auch fiese Maschinenwesen Zugang verschafft, die nichts weniger als die Weltherrschaft anstreben und dafür im Reich der Rennen nach mächtigen Energiequellen suchen, die selbstverständlich Accelecharger heißen.

Selbstverständlich deshalb, weil die Basis der Acceleracers-Heldentruppe der Acceledome ist und Dr. Tezla nach neuem Acceleron-Wissen forscht. Dabei wundert mich eigentlich nur, dass hier versäumt wurde, alle diese Begriffe mit einem “super coolen” X auszustatten. “Xeleracers” oder “aXXeleracers” hätte eigentlich gut in die Xtreme Zeit von damals gepasst.

Jedenfalls heuert Dr. Tezla zwei Teams aus erfahrenen Streetracern an, die sich den Drohnen und ihrer schlecht gelaunten Anführerin entgegenstellen, um die finsteren Weltherrschaftspläne zu vereiteln. Doch noch weiß die Gruppe nichts davon, dass eine dritte, mysteriöse Fraktion ihre Finger im Spiel hat.

Leider endete die Geschichte ohne einen richtigen Abschluss und so warten Fans bis heute auf eine Fortsetzung. Ob die nach so vielen Jahren noch kommt, wage ich aber zu bezweifeln.

Kostprobe gefällig? Hier könnt ihr euch die alten DVD-Trailer anschauen:

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Natürlich ließ es sich Mattel nicht nehmen, passende Hot Wheels-Modelle zu den Autos aus der Serie zu veröffentlichen. Einige davon fand ich wirklich todschick und durfte sie sogar mein Eigen nennen! Für mein kleines 11 jähriges Hirn ging die Marketing-Masche perfekt auf.

Hoch leben die 2000er!

Nun war Hot Wheels damals zwar eine große Marke, allerdings konnte die Animationsqualität der Serie bei Weitem nicht mit teuren Kinoproduktionen von Pixar und Co. mithalten. Acceleracers teilt sich den Release-Zeitraum etwa mit Die Unglaublichen oder Cars und der grafische Unterschied ist sehr deutlich zu erkennen.

Das hat für mich damals aber überhaupt keine Rolle gespielt, im Gegenteil. Die computeranimierte Optik wirkte modern und aufregend für meine Kinderaugen, vor allem weil einige der Designs ziemlich cool waren.

Der Matrix-Look der bösen Renndrohnen mit schwarzen Autos und grünen Lichtern kam bei mir richtig gut an und auch die anderen Fahrzeuge passen in die damals angesagten Reifenspuren von Tuning-Hype, Need for Speed Underground und The Fast and Furious.

Die fiesen Renndrohnen werden subtil als böse geframed, indem sie Zähne zeigen und im Dunkeln sitzen (Bild © Mainframe Entertainment). Die fiesen Renndrohnen werden subtil als böse geframed, indem sie Zähne zeigen und im Dunkeln sitzen (Bild © Mainframe Entertainment).

An überdimensional großen Hifi-Anlagen im Kofferraum und geschmackvoll platzierten Neon-Unterbodenbeleuchtungen mangelte es jedenfalls nicht.

Was die Charaktere angeht, war ich schon damals kein großer Fan des Designs. Die Figuren wirken sehr comichaft und bestechen – je nach Klischee – durch riesige Muskeln oder bedenklich schmale Hüften.

Wirklich gestört hat mich das als Kind aber nicht, immerhin waren die Menschen eh nur ein notwendiges Übel, um coole Verfolgungsjagden zu sehen.

Zwischen den Rennen quatschen die Charaktere in der Basis und tunen ihre Autos (Bild © Mainframe Entertainment). Zwischen den Rennen quatschen die Charaktere in der Basis und tunen ihre Autos (Bild © Mainframe Entertainment).

Und man waren die fantastisch. Jeder Ausflug ins Reich der Rennen hatte etwa ein Zeitlimit von einer Stunde, weil das Portal nicht länger offen gehalten werden konnte. Gepaart mit Hindernissen wie Loopings, scheinbar unüberwindbaren Sprüngen und natürlich den aggressiven Renndrohnen, die mit allerlei technischem Schnickschnack angriffen, ging mein Puls damals ordentlich hoch.

An dieser Stelle möchte ich auch auf den Soundtrack hinweisen, der sich bis heute manchmal als Ohrwurm in meinen Kopf verirrt: “Live to drive. Drive to survive!

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Nicht immer gut gealtert, aber sei’s drum

Wenn ich mir Acceleracers mit heutigen Augen ansehe, ist mein Eindruck natürlich ein ganz anderer. Während ich mich für diesen Artikel hier nochmal Zusammenfassungen der Geschichte angeschaut habe, musste ich mehrmals lachen und auch wenn ich keine Pixar-Animationen erwartet hatte, war ich von der groben Optik doch etwas erschrocken.

Aber ganz ehrlich, das kümmert mich wenig. Es ist genau die Art 2000er Cringe, die ich mir rückblickend immer wieder gerne anschaue – und zwar nicht nur mit Acceleracers, sondern auch in anderen Filmen und alten Musikvideos aus der Zeit, die oft vollkommen überdramatisch, "supercool" und mit nach heutigen Maßstäben schlechtem CGI dargestellt waren.

Natürlich bin ich nostalgisch verklärt, aber mir gibt das alles ein warmes Gefühl ums Herz und Acceleracers gehört definitiv mit in diese Kategorie. Allein deshalb, weil es mich an die gute alte Zeit erinnert, in der ich auf vor dem alten Röhrenfernseher meiner großen Schwester gespannt auf die nächste Folge gewartet habe. Schön wars!

Nun bin ich aber auf eure Meinung gespannt: Habt ihr Hot Wheels Acceleracers damals auch geschaut und fandet es cool oder seid ihr nie damit warm geworden?


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