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Pikmin 3 Deluxe im Test: Switch-Port überzeugt mit Koop, enttäuscht bei Technik

Pikmin 3 Deluxe erscheint als nächster Wii U-Port für die Nintendo Switch. Der Test zeigt, warum sich diesmal die Koop-Fans besonders freuen dürfen.

von Sebastian Zeitz,
28.10.2020 14:00 Uhr

Pikmin 3 Deluxe entführt uns auf der Switch auf einen gefährlichen Garten-Planeten. Pikmin 3 Deluxe entführt uns auf der Switch auf einen gefährlichen Garten-Planeten.

Pikmin 3 ist das nächste Wii U-Spiel, das auf die Switch portiert wird und damit Nintendo-Fans, die den Titel auf der glücklosen letzten Konsole des japanischen Herstellers verpasst haben, eine Chance gibt, diese Lücke zu schließen. Wie der Deluxe-Zusatz im Namen vermuten lässt, handelt es sich um eine verbesserte Fassung, die dem kunterbunten Abenteuer mit den knuffigen Pflanzenwesen neue Koop-Modi hinzufügt. Doch nicht alles hat den Transfer auf den Konsolenhybriden gut überstanden, wie sich im Test zeigt. Die neuen Inhalte lassen Fans und Neueinsteiger aber über viele Fehler hinwegsehen.

Gestrandet auf einem fremden Planeten

Pikmin 3 Deluxe ist im Kern ein Strategiespiel, in dem wir die namensgebenden Lebensformen Pikmin als Armee befehligen. Die Aliens, die aussehen wie langgezogene Knetfiguren mit Knospen auf dem Kopf, sind nur eine der zahlreichen Lebensformen, die wir auf unserer Reise über den fremden Planeten entdecken.

Abgestürzt: In Pikmin 3 spielen wir Mitglieder einer Raumpatrouille des Planeten Koppai, die im All auf der Suche nach Lebensmitteln für dessen Bewohner sind. Die drei Astronauten Charlie, Brittany und Alph wurden als Teil einer Expedition zum Planeten PNF-404 ausgesendet, stürzen dabei jedoch ab. Getrennt voneinander müssen sie nicht nur das Schiff reparieren sondern sich auch gegenseitig wieder finden. Dabei bekommen sie Unterstützung durch die kleinen Pikmin.

Die knuffige Astronauten-Crew hat immer eins vor Augen: die Mission. Die knuffige Astronauten-Crew hat immer eins vor Augen: die Mission.

Das ist das Pikmin-Gameplay

Nach und nach finden wir nicht nur die anderen Teammitglieder sondern auch immer mehr Pikmin. So steuern wir Charlie, Brittany und Alph aus einer angewinkelten Vogelperspektive und laufen mit unserer wuseligen Armee aus bis zu 100 Pikmin durch die Gartenumgebungen und Höhlen. Diese Schauplätze wählen wir vorher auf einer Karte aus und können dann in einem abgesteckten Gebiet herumlaufen. Dabei treffen wir auf unterschiedliche Hindernisse, wie Wände oder Gegner. Aber egal, was vor uns steht, wir haben mit den unterschiedlich begabten Pikmin immer das passende Tool dabei.

Die Blumen-Aliens kommen nämlich in fünf Farben mit jeweils speziellen Fähigkeiten daher:

  • Rote Pikmin können Feuer widerstehen
  • Gelbe Pikmin sind resistent gegenüber Strom
  • Blaue Pikmin können schwimmen
  • Fels-Pikmin sind schwer und können zerbrechliches Material zerstören
  • Pinke Pikmin können fliegen

Die Pikmin stellen sich jedem Hindernis, wie dieser Mauer. Die Pikmin stellen sich jedem Hindernis, wie dieser Mauer.

Kein Hindernis zu groß: So schmeißen wir entweder nacheinander die Pikmin auf die Gegner oder lassen alle auf einmal drauflos stürmen. Die Widersacher sind sehr zahlreich und jeder von ihnen benötigt eine andere Taktik. Bei manchen, wie den Punktkäfern, reicht es, die Pikmin von hinten drauf zu werfen und die kleinen Racker einfach ihr Ding machen zu lassen. Andere Feinde hingegen haben besondere Eigenschaften, wie Feuerangriffe oder verhärtete Rückenpanzer. Um diese Biester kleinzukriegen, müssen wir die taktisch richtigen Pikmin auswählen.

Starke Pikmin: Neben ihrer Funktion als possierliche Zwergenarmee in Kämpfen, schleppen die Pikmin auch Sachen für uns zum Raumschiff. So nehmen sie unter anderem die Leichen der gerade besiegten Gegnern mit. Alles, was die Pikmin zum Raumschiff bringen, wird in weitere Pikmin umgewandelt, die so unsere Armee erweitern. Dazu kommen noch die wichtigen Früchte, die für die Heimat Koppai gesammelt werden müssen und ebenfalls von den Blumen-Aliens getragen werden.

Egal wie groß der Gegner ist, gemeinsam können die Pikmin alles schleppen. Egal wie groß der Gegner ist, gemeinsam können die Pikmin alles schleppen.

Steuerung etwas zu umständlich
Um die Pikmin zu befehligen, steuern wir nicht nur unseren Charakter, sondern auch einen Cursor. Das geht entweder über den Analogstick oder die Bewegungssteuerung. Beides ist aber etwas gewöhnungsbedürftig und fühlt sich recht schwammig an. Zum Glück muss jedoch nie genau auf den Punkt gezielt werden. Im Handheld ist die Bewegungssteuerung zudem kaum praktikabel, da wir die gesamte Konsole bewegen müssen.

Zeitdruck: Als Rahmen für den Gameplay-Loop gibt es ein festgesetztes Zeitlimit. Wir haben 100 Tage um unsere Mission abzuschließen. Jeder einzelne davon dauert 15 Minuten. Die Story kann nach ungefähr 20 bis 25 Tagen abgeschlossen werden. Um alle sammelbaren Früchte in den unterschiedlichen Gebieten zu finden, brauchen wir etwa doppelt so lang. Dadurch ergibt sich eine relativ kurze Spielzeit für die Hauptgeschichte, was aber durch die Zusatzinhalte vor allem im Mehrspieler nur wenig ins Gewicht fällt.

Am oberen Bildschirmrand lässt sich immer erkennen, wie weit der Tag fortgeschritten ist. Am oberen Bildschirmrand lässt sich immer erkennen, wie weit der Tag fortgeschritten ist.

Koop ist der beste Weg, um Pikmin 3 zu spielen

Spielt die gesamte Geschichte zusammen: Das große neue Feature von Pikmin 3 Deluxe ist der Story-Koop für zwei Spieler*innen. Ihr könnt das Hauptspiel zum ersten Mal komplett zusammen im Splitscreen erleben. Dabei übernimmt jeder einen der Astronauten und kann seine eigene Pikmin-Armee befehligen. Die ist aber weiterhin auf maximal 100 Pikmin begrenzt, weshalb wir uns genau absprechen müssen, wer wie viele von jeder Sorte mitnimmt.

So wird Pikmin 3 nicht nur um einiges spaßiger, sondern auch deutlich übersichtlicher. Wir schauen zusammen auf die Karte, überlegen uns, wer welche Pikmin braucht, und können so effizienter den Tag angehen. Denn im Splitscreen kann jeder seinen eigenen Weg gehen.

Durch den Splitscreen können wir zwei Orte gleichzeitig erkunden. Durch den Splitscreen können wir zwei Orte gleichzeitig erkunden.

Letztlich nehmen wir so dem Spiel einen frustrierenden Aspekt und machen es dadurch aber auch etwas einfacher. Da wir eine kleinere, auf ein oder zwei Pikmin-Typen je Mitspieler*in fokussierte Armee dabei haben, fallen die Probleme mit der KI nur noch selten auf. Denn im Einzelspieler kann es schnell mal passieren, dass Pikmin dem falschen Astronauten hinterherlaufen und auf einmal sterben. Wer also im Koop spielen kann, der sollte es definitiv machen.

Nach jeder Mission werden die gefundenen Früchte untersucht und zu Saft verarbeitet. Nach jeder Mission werden die gefundenen Früchte untersucht und zu Saft verarbeitet.

Technische Umsetzung lässt zu wünschen übrig
Pikmin 3 Deluxe ist auf der Nintendo Switch nicht gerade ein Hingucker. Wie bereits anhand der Demo ersichtlich, läuft das Spiel nur mit 30 FPS bei 720p am Fernseher und in 576p im Handheld-Modus. Viele Texturen sind sehr matschig, was dazu führt, dass ein großer Teil des Spiels aus weiten, braunen Flächen besteht. Dadurch unterscheiden sich die Level optisch nur wenig voneinander. Da hätte sieben Jahre nach dem Original-Release ruhig etwas mehr Arbeit reingesteckt werden können.

Mehr Abenteuer auf PNF-404: Ein weiterer neuer Modus, der ebenfalls im Koop funktioniert, ist das Bonus-Abenteuer. In diesem spielen wir mit zwei neuen Astronauten, Olimar und Louie. Die beiden sind bereits aus Pikmin 1 und 2 bekannt, unterscheiden sich spielerisch aber nicht von den anderen. Der Modus ist zweigeteilt und erzählt sowohl den Prolog als auch den Epilog zur Hauptgeschichte. Dabei geht es darum, dass die beiden Raumfahrer vom Planeten Hocotate ebenfalls auf dem Planeten PNF-404 gelandet sind. Dort sollen sie Schätze finden, damit ihr Chef sie teuer verkaufen kann, um Kredithaie abzubezahlen.

Im Bonus-Abenteuer übernimmt Captain Olimar die Hauptrolle. Im Bonus-Abenteuer übernimmt Captain Olimar die Hauptrolle.

Die in kurzen, Vlog-ähnlichen Cutscenes witzig erzählte Geschichte ist letztlich aber spielerisch zu kurz ausgefallen. In gerade einmal acht Missionen sammeln wir auf Zeit Früchte, besiegen Gegner und bekommen so Punkte. Am Ende erhalten wir basierend auf der erreichten Leistung eine Medaille und das war es auch schon. Mehr als ein einmaliges Vergnügen ist der Modus nicht, da die unterschiedlichen Medaillen-Ränge nichts freischalten.

Viele Missionen, wenig Nutzen: Auch die von der Wii U bekannten Herausforderungen, die sich ähnlich spielen wie das Bonus-Abenteuer, sind weiterhin am Start. So sind alle 36 Bonus-Missionen aus der Wii U-Version vorhanden und erhöhen den Umfang von Pikmin 3 Deluxe enorm. Jedoch gilt auch hier, dass die unterschiedlichen Medaillen nicht wirklich motivieren. So bleibt es eher ein Zeitvertreib, der aber ebenfalls im Koop am meisten glänzt.

Darum ist die Wertung niedriger als damals
Pikmin 3 Deluxe ist weiterhin ein gutes Spiel, hat aber eben auch schon sieben Jahre auf dem Buckel. In dieser Zeit hat sich bei Videospielen viel getan und gerade aus technischer Sicht waren auch schon andere Switch-Ports deutlich besser. Deshalb ist es heutzutage keine 87 mehr, aber gerade durch die neuen Inhalte trotzdem auch für Kenner des Originals interessant.

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