Für Sony wird KI in den kommenden Jahren eine immer größere Rolle spielen und das zeigt sich auch schon bei der PS5 Pro: Mit PSSR unterstützt sie einen KI-basierten Skalierer, der schärfere Bilder in niedrig aufgelösten Spielen erzeugt.
Künftig soll aber noch eine weitere Funktion hinzukommen: Laut PS5-Architekt Mark Cerny soll es auch Frame Generation auf die PlayStation schaffen. Damit wäre dann eine ungefähre Verdopplung sämtlicher Framerates möglich, allerdings befürchte ich auch einen großen Nachteil.
Mark Cerny bestätigt Arbeit an Frame Generation für PlayStation
Die Tech-Experten von Digital Foundry konnten den PS5-Konstrukteur einige Fragen stellen, was das neue PSSR betrifft. Das ist schon seit einigen Tagen draußen und schlägt sich in vielen Spielen richtig gut:
In dem Interview ging es aber nicht nur um die Technologie hinter PSSR, sondern auch um die Zukunft von KI-Implementierungen in PlayStation-Spielen. Und irgendwann soll es dann auf einer Sony-Konsole Frame Generation geben.
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DLSS 5: Echte Grafik-Revolution oder nur AI-Slop?
Was ist Frame Generation? Die Technik verdoppelt per KI die Anzahl der dargestellen Frames in einem Spiel. Dafür werden KI-generierte Bilder zwischen zwei echte Frames geschoben, der Spieleindruck wird also flüssiger.
Sony und AMD haben laut Cerny bereits gemeinsam FSR Frame Generation für PC-Grafikkarten entwickelt und das soll sich auch auf die Konsolen übertragen:
„FSR Frame Generation ist eine co-entwickelte Technologie. Ich bin sehr zufrieden damit, wie diese Arbeit voranschreitet, und ein Äquivalent der Frame Generation-Bibliothek sollte es dann auch auf den PlayStation-Plattformen geben.”
Für dieses Jahr sei aber kein Release mehr geplant, stattdessen könnte es auf die PS6 hinauslaufen oder womöglich sogar schon die PS5 Pro.
Frame Generation hat auch einen Nachteil und vor dem fürchte ich mich jetzt schon
Die Bildqualität ist bei aktuellen Frame Generation-Modellen wie DLSS 4.5 und FSR Redstone mittlerweile sehr gut, ihr müsst in der Regel schon genau hinschauen, um KI-Artefakte zu entdecken.
Bei der Latenz sieht es da schon ein wenig anders aus: Um den KI-Frame zu generieren, muss ein gerenderter Frame nach hinten geschoben werden, es kommt also zu einer höheren Verzögerung zwischen Controller-Eingabe und der Umsetzung der gewünschten Aktion auf dem Bildschirm.
Hardware Unboxed hat für eine Verdopplung der Framerate via DLSS 4.0 eine zusätzliche Latenz von knapp 33 Prozent gemessen , GamersNexus lag bei FSR Redstone zwischen 33 bis 10 Prozent, je nach ausgegebener Framerate. Wobei bei Redstone die Streuung höher ausfällt und 33 Prozent auch überstiegen werden können.
Bei einem festen Framerate-Ziel ohne VRR kann die Latenz sogar auf über das Doppelte steigen, da die Grafikeinheit dann länger auf frische Frames warten muss. Ohne entsprechenden VRR-Fernseher fühlen sich Spiele dann also sehr schwammig an.
Zudem müssen wir abwarten, wie gut die Implementierung von Sony letztendlich ist und auf welcher Hardware sie dann läuft. Frame Generation profitiert von stärkeren KI-Komponenten, bei einer PS6 würde sie sich also besser schlagen als auf einer PS5 Pro. An dem fundamentalem Konzept, dass echte Frames verzögert werden, wird sich aber auch mit der performantesten Konsole nichts ändern.
Wie steht ihr zu Frame Generation? Ist für euch ein flüssiger Bildeindruck wichtiger oder ein latenzfreies Spielgefühl?
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