Warum heißt Pokémon Blattgrün eigentlich nicht Wasserblau? Dafür gibt es gleich mehrere Gründe

Aus Pokémon Rot wurde Pokémon Feuerrot. Warum das bei der blauen Edition nicht genauso gehandhabt wurde, erklärt Junichi Masuda in einem Blogpost.

Warum es nie eine wasserblaue Edition gab, hat unterschiedliche Gründe. Warum es nie eine wasserblaue Edition gab, hat unterschiedliche Gründe.

Pokémon Rot und Blau waren die Namen für die beiden Editionen der ersten Generation bei uns in Deutschland. Die überarbeiteten Versionen der Spiele für den Game Boy Advance wurden dann umbenannt in Pokémon Feuerrot und Wasserbl... halt, Stopp ... Blattgrün.

Jetzt, da die beiden Editionen auf die Switch 2 kommen, fragt ihr euch vielleicht, warum die Namensgebung so uneinheitlich war.

Game Freak-Game Director erklärt, warum Blattgrün so benannt wurde

Junichi Masuda ist Game Director bei Entwickler Game Freak und hat sich dem Thema in einem Game Freak-Blogeintrag gewidmet. Tatsächlich hießen die beiden Original-Editionen auf denen die GBA-Neuauflagen basieren, zwar in den USA und Europa Rot und Blau, in Japan aber Aka (Rot) und Midori (Grün).

Video starten 1:35 Pokemon Feuerrot und Blattgrün kehren auf die Nintendo Switch zurück

Während Aka und Midori bereits 1996 erschienen, kamen Rot und Blau erst 1998 in den USA und 1999 in Europa auf den Markt. In der Zeit wurde auch noch mal an den Spielen gefeilt. Bei der blauen Edition kam es dann eben auch zur Umbenennung. Dass bei der Neuauflage aber doch wieder die "Farbe zurückgewechselt" wurde, liegt zum Teil an der Blattsymbolik, die Masuda besonders an dem Titel gefällt.

Er ordnet das Blatt als Symbol für Frieden ein:

"In dieser Welt der Konflikte wollten wir einen Namen geben, der auf eine friedvolle Welt hindeutet."

Feuer und Wasser seien dagegen so gegensätzliche Konzepte, dass diese Namen eher nach einem Konflikt geklungen hätten. Und ganz schlicht sollte damals auch einfach Bisasam das Cover zieren.

Masuda betont in dem Blogpost explizit, mit wie viel Bedacht der Titel für ein Produkt gewählt werden muss und dass es schwierig sei, einen Namen zu finden, der in allen Ländern identisch gut funktioniert. Die Blatt-Symbolik funktioniert seiner Einschätzung nach besser für Kinder "übersee", als für den japanischen Nachwuchs.

Dass die Namensfindung stets eine große Herausforderung ist und viel Zeit kostet, beweist auch die Geschichte einer anderen großen Nintendo-Marke, nämlich Animal Crossing, die wir euch oben verlinkt haben – zusammen mit mehr News zu Switch 2-Versionen, die morgen erscheinen. Wichtig ist dabei, dass ihr im Hinterkopf behaltet, dass es sich nicht um Remakes, sondern um einfache Portierungen handelt.

Habt ihr euch bereits gefragt, warum von Blau zu Grün gewechselt wurde?


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